Leidenschaft ohne Kompromisse
Atami Michinoku ist bekannt für Werke wie CALIGULA’S LOVE und MIDNIGHT DRASTIC, die ebenfalls mit intensiven Szenen, mutigen Themen und einem unverwechselbaren Stil arbeiten. Auch dieser Einzelband bleibt dieser Linie treu: Er ist explizit, selbstbewusst und richtet sich klar an Fans, die genau solche Inhalte suchen.
Die Geschichte von „It starts from the Inside“
Tagsüber ist Sho Toguchi ein ganz normaler Büroangestellter. Nachts jedoch betreibt er eine Website, auf der er spezielle Toys verkauft – genauer gesagt Harnröhren‑Bougies, ein Fetisch, der in Mangas selten thematisiert wird. Sho verdient sich damit ein kleines Extra, ohne dass jemand aus seinem Umfeld davon weiß.
Doch eines Tages entdeckt er auf seiner Bestellliste einen Namen, der ihn sofort erstarren lässt: Noriyuki Kiyama, sein eigener Chef. Ein Mann, der im Büro stets ruhig, korrekt und unnahbar wirkt. Sho ist überrascht, neugierig – und vielleicht auch ein wenig amüsiert.
Statt das Paket einfach zu verschicken, entscheidet er sich, es persönlich vorbeizubringen. Was als harmlose Lieferung beginnt, entwickelt sich schnell zu einer Situation, die beide Männer völlig überrollt. Noriyuki ist unerfahren, überfordert und gleichzeitig fasziniert von dem, was Sho ihm zeigt. Sho wiederum verliert zunehmend die Kontrolle über seine eigenen Gefühle und Begierden.
Die beiden kommen sich näher – sehr viel näher. Die Handlung konzentriert sich dabei stark auf ihre körperliche Beziehung. Die Kapitel sind humorvoll betitelt, teilweise so treffend und absurd, dass man beim Lesen unweigerlich schmunzeln muss. Gleichzeitig bleibt der Manga in seiner Darstellung ernst, intensiv und ohne Zensur.
Zwischen Sho und Noriyuki entsteht eine Verbindung, die weniger durch Gespräche als durch gemeinsame Erfahrungen entsteht. Liebe spielt eine Rolle, aber sie ist nicht der Mittelpunkt. Vielmehr geht es um Vertrauen, Hingabe und das Ausleben persönlicher Vorlieben.
Die Rahmenhandlung – der Job, der Alltag, die Dynamik zwischen Chef und Angestelltem – dient vor allem dazu, die Szenen miteinander zu verbinden. Sie ist bewusst minimal gehalten, damit der Fokus auf der erotischen Entwicklung der beiden bleibt.
Der Band enthält viele explizite Szenen, die offen, direkt und ohne Beschönigung gezeichnet sind. Die Altersfreigabe ab 18 ist absolut gerechtfertigt. Für Fans des Genres ist das ein klarer Pluspunkt, denn Atami Michinoku scheut sich nicht, alles zu zeigen, was gezeigt werden kann.
Was die Geschichte ausmacht und warum ihr sie lesen solltet
„It starts from the Inside“ ist ein Manga, der genau das liefert, was er verspricht: eine extrem erotische Boys‑Love‑Geschichte mit Fetisch‑Thematik, die sich nicht versteckt und nicht zurückhält.
Wenn ihr eine tiefgründige Story, komplexe Charakterentwicklung oder große emotionale Konflikte sucht, seid ihr hier falsch. Aber wenn ihr einen Band wollt, der sich ganz auf Leidenschaft, körperliche Nähe und das Ausleben von Fantasien konzentriert, dann ist dieser Titel ein Volltreffer.
Besonders hervorzuheben ist:
• Die Offenheit des Fetisch‑Themas: selten, mutig und für Fans sehr spannend.
• Der Humor: vor allem die Kapitelbezeichnungen sind ein Highlight.
• Der Zeichenstil: klar, attraktiv und perfekt für erotische Szenen geeignet.
• Die Intensität: Spice‑Level 5 von 5 Chilis – und das ist keine Übertreibung.
Der Manga ist nicht dafür gemacht, eine epische Geschichte zu erzählen. Er ist dafür gemacht, ein bestimmtes Gefühl zu erzeugen: Lust, Spannung, Neugier. Und das gelingt ihm hervorragend.
Für erfahrene BL‑Leserinnen, die explizite Inhalte mögen, ist dieser Band ein Genuss. Für Einsteigerinnen oder jüngere Leser*innen ist er dagegen nicht geeignet.
„It starts from the Inside“ ist ein kompromissloser Boys‑Love‑Einzelband, der sich ganz auf erotische Intensität konzentriert. Atami Michinoku liefert eine Geschichte, die mutig, offen und visuell eindrucksvoll ist. Wer genau solche Titel sucht, wird hier bestens bedient.
Wie steht ihr zu BL‑Titeln, die sich bewusst auf Erotik konzentrieren? Mögt ihr solche Fetisch‑Themen oder bevorzugt ihr romantischere Ansätze? Teilt eure Meinung gern mit uns.
