Lonely Castle in the Mirror in den Kinos

ein Mädchen mit langen braunen Haaren tröstet ein anderes Mädchen
Die berührende Geschichte, mit ihren Märchen- und Fantasy-Elemente, ist sehr tief in der Realität verwurzelt.

Am 9. Juni startet bundesweit der anspruchsvolle Anime »Lonely Castle in the Mirror«. Erzählt wird ein … ich zitiere … traumhaftes Abenteuer über Freundschaft, Schmerz und die Kraft, die in jedem einzelnen von uns steckt. Wir von Animeszene durften uns den Film vorab ansehen, wofür wir uns herzlich bei »PLAION PICTURES« bedanken möchten. Euch möchten wir wärmsten einen Kinobesuch ans Herz legen, um diesen fantastischen Anime anzusehen, mit Getränk, reichlich Popcorn und ein paar Taschentüchern.


Worum es in »Lonely Castle in the Mirror« geht:


Kokoro Anzai, eine Schülerin, wird von ihren Mitschülern gemobbt. Sogar ihre beste Freundin Moe Tojo geht ihr aus dem Weg, obwohl sie ihr jeden Tag die Hausaufgaben vorbeibringt, weshalb sie sich weigert, die Schule zu besuchen. Wie soll es nur weitergehen? Eines Tages fängt ihr großer Zimmerspiegel an zu leuchten, welcher sie daraufhin in eine magische Welt zieht. Auf der anderen Seite erwartet sie bereits ein Mädchen mit einer Wolfsmaske, das sie mit ihrem Namen begrüßt. Was hat das alles zu bedeuten? Bevor Kokoro diese Frage überhaupt beantworten kann, versucht sie zu fliehen, doch das Mädchen mit der Wolfsmaske stellt sich ihr in den Weg.


Kurz darauf fand sich Kokoro in einer geräumigen Halle eines großen Schlosses wieder, welches sehr gemütlich wirkt und viele Annehmlichkeiten bietet, jedenfalls von 9 bis 17 Uhr. Danach, so heißt es, sollte man lieber nicht mehr vor Ort sein, es sei denn, man sehnt sich nach dem Tod. In der Halle warten 6 weitere Jugendliche, die ebenfalls durch einen Spiegel in diese Welt kamen. Nun heißt es, einen Schlüssel zu finden und einen ganz besonderen Raum, der Herzenswünsche erfüllen kann. Sie haben sogar ein ganzes Jahr Zeit, selbigen zu finden, was sich als große Herausforderung herausstellt. Überdies dürfen sie sogar in die reale Welt zurückreisen und kommen, wann immer sie wollen. Eigentlich eine ziemlich entspannte Angelegenheit, wären da nicht die alltäglichen, schrecklichen Herausforderungen der realen Welt, die jeder für sich zu bewältigen hat. Und so lernen sie ungewollt die Vorzüge der verborgenen Welt kennen, von deren Existenz niemand etwas weiß. Sie finden sogar noch etwas, womit niemand gerechnet hat. Was mag das wohl sein?


Einschätzung:


Der Anime »Lonely Castle in the Mirror«, welcher auf dem gleichnamigen, sehr erfolgreichen Roman von Mizuki Tsujimurabasiert, geht ans Herz. Taschentücher sind definitiv eine gute Idee, wenn ihr euch diesen Anime anseht. Themen wie Freundschaft, Mobbing, Verlust von nahestehenden Menschen und sozialer Unsicherheit werden hier gekonnt angesprochen, auf stellenweise sehr heftige visuelle Weise. Jeder für sich hat seine Lasst zu tragen, welches im Laufe der Geschichte offenbart wird. Wenn ich da an Kokoros traumatisches Erlebnis denke, läuft es mir auch jetzt noch eiskalt den Rücken runter.


Der Anime schafft es auf unterhaltsame Weise, die Stimmung der verzweifelten und ängstlichen Jugendlichen einzufangen. Dabei zeigt er auf, wie es möglich ist, trotz dieser Herausforderungen Freundschaften zu knüpfen und Verbindungen zu finden, wenngleich man es am wenigsten erwartet.


Bemerkenswerte war, dass unser 14-jähriger Sohn mitschaute, als er rein zufällig ins Zimmer kam, obwohl der Anime stellenweise ziemlich heftig wirkte, aufgrund des Hauptthemas Mobbing. Mein Sohn kann diesbezüglich auf eigene, sehr unangenehme Erfahrung zurückgreifen. Das hat uns sehr beeindruckt. Denn wer möchte schon durch einen Film an schreckliche Zeiten erinnert werden?


Fazit:


Der Anime »Lonely Castle in the Mirror« von »PLAION PICTURES« weiß zu überzeugen, obwohl er keine leichte Kost bietet. Die berührende Geschichte, mit ihren Märchen- und Fantasy-Elemente, ist sehr tief in der Realität verwurzelt, wobei der Fokus auf dem Thema Mobbing liegt. Dem gegenüber steht wahre Freundschaft, die man überall entdecken kann, wenn man sich nach außen hin öffnet. Eine bedeutungsvolle Nachricht, die in unserer heutigen Zeit essenzieller denn je ist.


Egal, welchen Alters ihr auch sein mögt, ihr werdet unweigerlich mit den Protagonisten mitfühlen. Vergesst die Taschentücher nicht.


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Quelle: »YouTube«


Produktdetails
Titel Lonely Castle in the Mirror
Genres Drama
Regisseur (m/w/d) Keiichi Hara
FSK ab 12 Jahren
Spieldauer 116 Minuten
Sprache Deutsch
Publisher PLAION PICTURES


Wir möchten uns auf diesem Wege herzlich beim Verlag/Publisher für das Rezensionsexemplar und Bildmaterial bedanken.

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