I Can't Stand Another Night Alone Rezension / Review
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Stefan -
16. Januar 2025 um 08:49 -
662 Mal gelesen -
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AnimeSzene.jp – Wir bauen für euch um
Wir haben mit dem umfassenden Umbau unserer Webseite begonnen. Ziel ist eine moderne, schnellere und klar strukturierte Plattform, die unserer Community langfristig mehr Möglichkeiten bietet.
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Da der vollständige Datenimport in die neue Version bereits abgeschlossen ist, werden in dieser Übergangsphase keine neuen Inhalte mehr in die aktuelle Version eingepflegt. Alle neuen Funktionen und Inhalte erscheinen direkt im neuen System.
Die neue Version wird ein Ort zum Ankommen, Stöbern und Wiederfinden – klar strukturiert, auf das Wesentliche ausgerichtet und getragen von dem, was AnimeSzene.jp ausmacht: die Inhalte, die Leidenschaft und die Menschen dahinter.
Wir arbeiten darauf hin, die neue Version bis zur zweiten Aprilwoche vollständig bereitzustellen. Dieser Zeitraum gibt uns genug Spielraum, um alle Bereiche sauber zu finalisieren – unabhängig davon, wann die Software offiziell freigeschaltet wird.
Während der Umbauphase kann es zu sichtbaren Änderungen und Anpassungen kommen. Wir danken euch für eure Geduld und freuen uns darauf, euch schon bald die neue Version präsentieren zu dürfen.
Es ist selten, dass sich Schriftstellern der Zeitgeschichte bedienen, besonders wenn es um den Zweiten Weltkrieg geht. Doch gelegentlich wagt sich jemand in diese Epoche und es kann etwas Beeindruckendes dabei herauskommen. Ein Beispiel dafür ist der Boys-Love-Einzelband „I Can't Stand Another Night Alone“ (ひとりで夜は越えられない) von Yoh Matsumoto. Dass wir in den Genuss dieser deutschen Lokalisierung kommen, verdanken wir dem Sublabel HAYABUSA von CARLSEN.
Worum es in „I Can't Stand Another Night Alone“ geht:
Die Geschichte spielt in den 1950er-Jahren. Das hört sich ganz schön lange her an, nicht wahr? Die Region, in der die Geschichte spielt, ist Japan.
Der Zweite Weltkrieg ist vorbei und Japan wurde besiegt. Für die Amerikaner eine wichtige und emotionale Angelegenheit, wie Pearl Harbor.
Nach dem Krieg ist vor dem Aufbau. Egal, wo man zu dieser Zeit auch hinschaute, überall musste aufgebaut werden. Die Arbeitslosigkeit war hoch, die Kriminalitätsrate auch, überall gab es verwaiste Kinder und zerrissene Familien.
In Japan sind viele Soldaten erwerbslos. Nun heißt es, über die Runden kommen. So arbeitet Sei als Bedienung in einem Lokal, an einem Stützpunkt der Amerikaner. Er hat kein Problem damit, für sie zu arbeiten, obwohl im Krieg viele seiner Freunde gefallen sind. Aber so ist das nun mal. Und die Tatsache, dass japanische Frauen Beziehungen mit Amerikanern eingehen, stört ihn auch nicht. Es sind so viele Menschen im Krieg geblieben, da ist es doch wohl selbstverständlich, dass man alles daran setzt, um über die Runden zu kommen. Und Liebe kennt ohnehin keine Grenzen.
Wie das so ist bei Siegern und Besiegten: Es gibt immer welche, die die Besiegten als Freiwild betrachten. Jim, ein gutherziger amerikanischer Soldat, kommt etwa einem Mädchen zu Hilfe, das von einem brutalen amerikanischen Soldaten bedrängt wird. Seine Courage lockt andere Mädchen an, was ihm sehr unangenehm ist. Er kann nämlich nicht gut mit Mädchen umgehen. Zum Glück kommt Sei zu Hilfe. Er behauptet einfach, dass er und Jim ein Paar sind. Sei macht das nicht ganz uneigennützig. Er fragt Jim kurze Zeit später, ob sie nicht wirklich ein Paar werden wollen. Seis Ziel ist es, auf diesem Weg aus Japan zu fliehen und nach Amerika zu kommen. Jim durchschaut dieses Spiel, willigt aber dennoch ein.
Handelt es sich wirklich nur um ein Spielchen oder kann mehr aus dieser gestellten Liebesbeziehung entstehen? Wichtig ist, dass niemand etwas davon erfährt, so die Bedingung von Jim.
Einschätzung:
Ich schaue mir oft Reportagen an, die sich mit dem Zweiten Weltkrieg beschäftigen. Nicht als Voyeur, sondern weil ich verstehen möchte. Warum nur konnte der Mensch so brutal sein? Warum müssen Menschen, die keine Lust auf den Krieg haben, für jene in den Krieg ziehen, die nach Macht streben? Warum stellt man nicht diese Subjekte auf einem Feld und lässt sie sich bekämpfen? Eigentlich ziemlich logisch, nicht wahr? Leider müssen die Falschen daran glauben, während jene, die es verursacht haben, bei Kaviar und Wein abseits des Kriegsschauplatzes ihr Leben leben.
Die Geschichte geht ans Herz, da sie in dieser Zeit spielt. Man spürt die Nachwirkungen des Weltkrieges. Man kann verstehen, warum Dinge geschehen, wie sie geschehen. Und ich bewundere die Senioren, die heute von ihren Erlebnissen berichten. Ich bewundere die Menschen, die es geschafft haben, aus der verbrannten Erde eine neue Welt entstehen zu lassen. Und ich wünsche mir für die Zukunft, dass der Mensch eines Tages in der Lage sein wird, seine kriegerische Einstellung ein für alle Mal zu besiegen, damit Geschichten wie diese sich richtig entfalten können.
Obwohl diese Geschichte sehr dramatisch wirkt, oder nicht mit expliziten Szenen gegeizt. Es gibt einiges zu sehen.
Fazit:
Der Boys-Love-Einzelband „I Can't Stand Another Night Alone“ ist etwas Besonderes. Ja, er erzählt von einer Liebesgeschichte zwischen zwei Männern. Neben der eigentlichen Liebesgeschichte wird aber auch der Zeigefinger erhoben, und wir werden daran erinnert, wie schlimm es damals war und wie wichtig es ist, unsere Welt zu erhalten. Wir werden daran erinnert, wie wichtig es ist, nicht zu vergessen, damit Liebesgeschichten wie diese existieren können.
Wir möchten uns auf diesem Wege herzlich beim Verlag/Publisher für das Rezensionsexemplar und Bildmaterial bedanken.

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