Die Schlacht der Berge und Meere aus China
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Stefan -
6. Februar 2025 um 14:57 -
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Gelegentlich schaffen es Werke aus China in die deutschen Bücherregale. In diesem Fall handelt es sich um die Manhua-Serie „Die Schlacht der Berge und Meere“ (山海戮) vom mehrfach ausgezeichneten Cartoonisten und Illustrator Wu Qingsong. Dass wir in den Genuss der deutschen Lokalisierung kommen, verdanken wir dem Verlag Cross Cult.
Worum es in „Die Schlacht der Berge und Meere“ geht:
Wenn es um chinesische Geschichten geht, dann oft um mystische oder regionale Geschichten, die jeweils einen Herrscher vorweisen können. Diese Herrscher gieren grundsätzlich nach dem Land des anderen. So ist es auch in diesem Fall.
Vor drei Jahrhunderten tauchte aus dem Nichts ein scharlachroter Nebel auf. Dieser Nebel brachte und bringt den Tod. Wer auch immer Kontakt mit ihm hat, stirbt, da sich todbringende Kreaturen in dem Nebel befinden, die den Menschen das Blut aussaugen. Und es gibt niemanden, der etwas dagegen tun kann.
Die Menschheit steht am Abgrund. Der todbringende Nebel hat in den letzten drei Jahrhunderten ganze Arbeit geleistet. Um zu überleben, haben sich die letzten Menschen in die Berge begeben und dort ihre Städte gebaut. Sie haben festgestellt, dass sich dieser Nebel immer im Tal bewegt. Warum das so ist, spielt eigentlich keine Rolle.
Obwohl es kaum Menschen gibt, haben Dinge wie Rivalitäten, Verrat und Allianzen überdauert. Der Mensch scheint nie zu lernen, selbst dann nicht, wenn es um seine eigene Existenz geht. Ein Prinz soll eine Prinzessin aus einem anderen Gebiet heiraten, damit diese beiden Gebiete zusammenfinden. Ähnlich wie Hochzeiten, die dazu dienten, Kriege zu beenden und Frieden zu schaffen. Wie wir aus einschlägigen Geschichten wissen, ist dies oft nicht von Erfolg gekrönt. Genauso scheint es auch in diesem Fall zu sein.
Dem Königreich Qingpiu ist es endlich gelungen, eine Allianz mit dem Königreich Tieliu auszuhandeln. Es steht viel auf dem Spiel, und eine politische Ehe soll es richten. Doch dann kommt alles anders. Zum einen werden alle von dem todbringenden Nebel angegriffen, zum anderen gibt es Rebellen, die die Prinzessinnen entführen. Das ist bei Weitem noch nicht alles; es gibt natürlich auch Widersacher, die etwas gegen diese Vereinigung haben, sowohl einerseits als auch andererseits.
Überhaupt scheint die Situation ziemlich verfahren. Ergibt diese Hochzeit überhaupt Sinn? Und was hat es mit den Kreaturen auf sich, die man nach dem todbringenden Nebel sehen kann? Aus einem unbekannten Grund lösen sie sich einfach auf.
Einschätzung:
Ich habe bis heute nur eine Handvoll Manuha-Geschichten gelesen, und alle waren gut. Sie erzählen oft von gewaltigen Schlachten und epischen Geschichten. Das können die Chinesen wirklich gut. Dabei müssen sie sich nicht einmal viel einfallen lassen, da ihre eigene Geschichte voll von solchen Mythen, Sagen und Legenden ist. Diese Geschichte macht keine Ausnahme, erzählt sie doch die klassische Geschichte von kleinen Königreichen, die hoffen, durch eine politische Hochzeit mehr Einfluss zu gewinnen.
Die Geschichte ist an sich sehr interessant erzählt, wobei der todbringende Nebel nicht zu meinen Favoriten gehört. Aber er gehört nun mal dazu. Das eigentliche Drumherum ist das, was mich wirklich interessiert. Zum einen liebe ich Geschichten, die sich mit der chinesischen Kultur beschäftigen, und der Zeichenstil macht einfach Lust auf mehr. Ich kann gut verstehen, warum Wu Qingsong mehrfach ausgezeichnet wurde. Egal, welches Panel man sich betrachtet, die Bilder sehen einfach fantastisch aus. Das beginnt schon bei der Darstellung von Extremitäten oder den schön ausgearbeiteten Uniformen beziehungsweise Rüstungen, die im asiatischen Raum ohnehin oft Furcht einflößend aussehen. Es sind nun mal keine Blechdosen wie bei uns. ![]()
Mir gefällt die Darstellung der Natur, die in China etwas Besonderes zu sein scheint. Dieser Eindruck wird auf einigen Seiten fabelhaft transportiert.
Ein weiteres Highlight ist die Darstellung von Schlachtzügen, die man erkennen kann. Anders als bei anderen Werken muss man hier das Buch nicht drehen und wenden. Man schaut sich einfach das Bild an und weiß genau, worum es geht. Man erhält einen guten Eindruck, wie es damals gewesen sein muss, als diese Schlachtzüge durch die Städte zogen.
Nach wie vor sind die Darstellungen der Gesichter merkwürdig. Sie sind oft sehr kantig oder wulstig und wirken nicht besonders schön, mit ein paar Ausnahmen. Warum das in China so gemacht wird, weiß ich nicht. Mir ist aber schon oft aufgefallen, dass zu diesem Design-Element gegriffen wird. Na ja, gehört wohl dazu.
Fazit:
Zusammengefasst kann gesagt werden, dass die Manhua-Serie „Die Schlacht der Berge und Meere“ von Cross Cult genial ist. Sowohl die Erzählung als auch der beeindruckende Zeichenstil wissen zu überzeugen. Es bedarf nur der ersten Seite, um zu wissen, dass den Leser hier etwas Besonderes erwartet, sowohl erzähltechnisch als auch visuell.
Die Chinesen wissen, wie man Geschichten künstlerisch vortrefflich umsetzen kann. Es wäre wunderbar, wenn sich mehr Verlage dazu entschließen würden, Werke aus dem Reich der Mitte für uns ins Deutsche zu lokalisieren.
Wir möchten uns auf diesem Wege herzlich beim Verlag/Publisher für das Rezensionsexemplar und Bildmaterial bedanken.
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