Der Fuchs und der kleine Tanuki Rezension / Review
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Stefan -
6. März 2025 um 08:21 -
1.393 Mal gelesen -
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Ist jeder, der böse aussieht, auch wirklich böse? Wenn ihr euch auch diese Frage stellt, dann kann euch vielleicht die niedliche Manga-Serie „Der Fuchs und der kleine Tanuki“ (こりせんまん) von Mi Tagawa, welche bei CARLSEN gestartet ist, weiterhelfen.
Worum es in „Der Fuchs und der kleine Tanuki“ geht:
Wie im realen Leben wird auch in dieser Geschichte in unregelmäßigen Abständen ein Tier geboren, das über spezielle Fähigkeiten verfügt. So etwa der schwarze Silberfuchs Senzou, der in der Lage ist, Naturkatastrophen auszulösen. Er scheint überhaupt ein absoluter Fiesling zu sein. Doch war das schon immer so? Jedenfalls wird er eines Tages von der Sonnengöttin Amaterasu Omikami bestraft, indem sie ein Rudel Wölfe auf ihn hetzt, um ihn zur Strecke zu bringen. Doch anders als ihr vermuten würdet, wird er nicht getötet, sondern in einen 300 Jahre andauernden Schlaf geschickt.
Ein kleiner Tanuki namens Manpachi versteht die Welt nicht mehr. Eben noch waren seine Eltern, Freunde und Verwandten da, und im nächsten Augenblick sind sie verschwunden. Was hat das zu bedeuten? Und warum sind Wölfe hinter ihm her? Da er noch jung ist, kann er sich diese Fragen nicht alleine beantworten. Zum Glück wird ihm ein erfahrener Gefährte zur Seite gestellt, der ihn auf das Leben vorbereiten soll. Und dieses Tier ist ausgerechnet Senzou. Seine 300 Jahre sind um und nun soll er Gutes auf der Welt bewirken. Doch daran denkt er nicht. Was geht ihm die Welt an? Leider hat er keine Wahl, da er zum einen nicht mehr so groß und stark ist wie einst und zum anderen ein Halsband trägt, das ihn jedes Mal bestraft, wenn er gegen die Regeln der Sonnengöttin verstößt. Wird er sich davon beeindrucken lassen?
Manpachi und Senzou haben eine Aufgabe. Sie sollen sich um andere kümmern, genauer gesagt, um Gottheiten, die Probleme haben. Aus diversen Animes und Mangas wissen wir, dass es in Japan einige Götter gibt. Sie haben also eine Menge zu tun. Bleibt zu hoffen, dass sie auch dazu in der Lage sind und Senzou vielleicht doch noch ein guter Kerl wird.
Einschätzung:
Die niedliche Geschichte gehört für mich zu den besten, die ich bisher gelesen habe. Sie ist so erfrischend anders und kommt ganz ohne Menschen und deren Superkräfte aus. Das hat mir sehr gefallen. Auch die Tatsache, dass der moralische Zeigefinger gehoben wird, macht diese Geschichte zu etwas Besonderem. Denn wie so oft im Leben bildet man sich auch bei dieser Geschichte auf den ersten Panels ein Urteil, obwohl man eigentlich weiß, dass Senzou mit großer Wahrscheinlichkeit nicht immer böse gewesen ist. Wer wird schon böse geboren? Niemand! Es ist immer das Umfeld und die Dinge, die einen umgeben, die dafür sorgen, dass man das wird, was man letztlich ist.
Der kleine Tanuki namens Manpachi ist herzallerliebst. Man möchte ihn am liebsten knuddeln und streicheln. Die Szene, in der er feststellen muss, dass er anders ist und seine Familie ihn verstoßen hat, geht richtig ans Herz. Genau in diesem Moment dachte ich mir, dass es Individuen wie Senzou bedarf, die einem unverblümt sagen, was Fakt ist. Niemandem bringt es etwas, wenn man Dinge schönredet. Wenn etwas nicht schön ist, dann muss es auch als solches dargestellt werden. Natürlich sollte man dabei nie vergessen, sachlich zu bleiben. Und eines ist Senzou: sachlich, allerdings auf eine sehr rabiate Art und Weise.
Der Zeichenstil gefällt. Sowohl die Landschaft als auch die Tiere wurden ausgezeichnet umgesetzt. Es hat Spaß gemacht, die einzelnen Panels zu betrachten und die Geschichte zu verfolgen. Man bekommt richtig Lust, herauszufinden, was einen in den nächsten Bänden erwartet.
Fazit:
CARLSEN hat eine interessante Manga-Serie im Programm, die sowohl zu unterhalten als auch zu belehren weiß. Hier geht es nicht nur um eine fiktive Geschichte, sondern auch um das Anregen von Gedanken und die Reflexion des eigenen Charakters. Eine vortreffliche Kombination, die man in wenigen Geschichten vorfindet.
Aufgrund der Niedlichkeit eignet sich diese Geschichte auch für die kleinen Leser. Die Tatsache, dass Senzou am Anfang gemein herüberkommt, empfinde ich keinesfalls als störend. Ganz im Gegenteil: Aus eigener Erfahrung weiß ich, dass es gut ist, wenn Kinder feststellen, was geschieht, wenn man versucht, mit Unfreundlichkeit oder bösen Aktionen seinen Willen durchzudrücken. Sie können einiges aus dieser Geschichte lernen.
Ich wünsche euch viel Spaß beim Lesen.
Hier gelangt ihr zur Leseprobe von „Der Fuchs und der kleine Tanuki“. Quelle: CARLSEN
Wir möchten uns auf diesem Wege herzlich beim Verlag/Publisher für das Rezensionsexemplar und Bildmaterial bedanken.

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