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Während der Umbauphase kann es zu sichtbaren Änderungen und Anpassungen kommen. Wir danken euch für eure Geduld und freuen uns darauf, euch schon bald die neue Version präsentieren zu dürfen.
Für alle, die sich für düstere Internatsgeschichten mit Vampiren, Machtspielen und einer Prise Mystery interessieren, ist „CLAN“ von Ken-ichi Suemitsu, illustriert von Amaguri, ein Muss. Der Manga, erschienen bei CARLSEN, basiert auf dem Theaterstück „TRUMP“ und bietet eine einzigartige, theatralisch inszenierte Atmosphäre. Anstatt klassischer Action oder Romantik erwartet euch hier ein fein gesponnenes Drama, das sich mit Identität, Herkunft und gesellschaftlichen Strukturen auseinandersetzt – und das alles in einem Setting, das zwischen viktorianischer Eleganz und düsterer Fantasy pendelt.
Die Geschichte von „CLAN“:
Sophie Anderson, ein Dhampir (ein Mischwesen aus Mensch und Vampir), ist neu am Internat des Clans – einer elitären Schule für Vampire. Diese einzigartige Herkunft macht sie zur Zielscheibe für Spott und Ausgrenzung. Während andere Schüler in Gruppen leben, bekommt Sophie ein Einzelzimmer – ein Vorteil, der zugleich ihre Isolation unterstreicht. Gleich zu Beginn erlebt sie eine seltsame Halluzination: Ein riesiger Schmetterling erhebt sich von ihrem Bett und fliegt davon. Solche Erscheinungen sind typisch für Vampire in der sogenannten Kokonphase, einer Art vampirischer Pubertät, in der sie besonders anfällig für emotionale und körperliche Ausbrüche sind.
Im Unterricht wird Sophie provoziert, bleibt aber ruhig. Erst im Fechttraining zeigt er sein wahres Können, indem er einen Mitschüler mühelos besiegt und deutlich macht, dass er keine Spielchen mitspielt. Seine Zurückhaltung wird jedoch nicht von allen akzeptiert. Ul, ein Reinblüter aus dem angesehenen Haus Delico, sucht gezielt seine Nähe. Sophie reagiert abweisend, doch Ul bleibt hartnäckig. Als ein Schüler im Unterricht durchdreht und versucht, andere zu beißen – ein gefährlicher Akt, der zur totalen Kontrolle über den Gebissen führen kann – wird klar, dass etwas nicht stimmt. Die Zahl der aggressiven Vorfälle steigt, Halluzinationen nehmen zu, und selbst ältere Vampire zeigen Symptome, die eigentlich nur in der Kokonphase auftreten sollten.
Trotz ihrer Unterschiede beginnen Sophie und Ul, sich zusammenzutun, um dem Geheimnis auf den Grund zu gehen. Dabei steht nicht nur ihre Freundschaft auf dem Spiel, sondern auch die Frage, was es bedeutet, Teil des Clans zu sein – und ob Blut wirklich über alles entscheidet.
Was macht diese Geschichte aus und warum solltet ihr sie lesen?
„CLAN“ ist kein gewöhnlicher Vampirmanga. Anstatt sich auf romantische Klischees oder übertriebene Action zu konzentrieren, legt die Serie Wert auf Atmosphäre, Charaktertiefe und gesellschaftliche Symbolik. Die Schule dient als Mikrokosmos, in dem Herkunft und Reinheit über den sozialen Status entscheiden. Dies ist ein subtiler Kommentar zur sozialen Ungleichheit, der sich durch die gesamte Handlung zieht. Besonders faszinierend ist die Figur Sophie, ein Dhampir, der zwischen den Welten gefangen ist und sich weder ganz zugehörig noch ganz ausgeschlossen fühlt. Ihre Beziehung zu Ul ist vielschichtig und umfasst Elemente der Freundschaft, des Misstrauens und möglicherweise sogar mehr. Die Serie lässt jedoch Raum für Interpretation und entwickelt ihre Figuren langsam und glaubwürdig.
Ein faszinierendes Konzept in „CLAN“ ist die Kokonphase, die als vampirische Pubertät dargestellt wird. Sie sorgt nicht nur für Spannung, sondern dient auch als Metapher für emotionale Reife und Selbstkontrolle. Die Legende vom ewigen Vampir, die im Hintergrund mitschwingt, verspricht zusätzliche Tiefe und könnte in den kommenden Bänden eine zentrale Rolle spielen. Wer Geschichten schätzt, die sich Zeit nehmen, um ihre Welt aufzubauen, und dabei auf starke Dialoge und stimmungsvolle Szenen setzen, wird hier definitiv fündig.
Visuell überzeugt „CLAN“ mit einem klaren und ausdrucksstarken Stil. Der theatralische Ursprung des Mangas zeigt sich in der Inszenierung: Viele Szenen wirken wie bewusst komponierte Bühnenbilder, die dem Manga eine besondere Eleganz verleihen. Die Kämpfe sind dynamisch, wenn auch manchmal etwas unsauber gezeichnet, was der Energie der Szenen aber keinen Abbruch tut.
Fazit:
„CLAN“ ist ein Manga für alle, die mehr wollen als nur schnelle Unterhaltung. Die Serie bietet eine komplexe Welt, starke Figuren und eine Geschichte, die sich mit tiefgründigen Themen wie Herkunft, Macht und Zugehörigkeit auseinandersetzt. Wenn ihr Lust habt auf eine düstere Internatsgeschichte mit Vampiren, die nicht nur beißen, sondern auch denken, dann seid ihr hier genau richtig. Der erste Band legt ein starkes Fundament, das neugierig macht auf die kommenden Teile. Mit nur fünf Bänden verspricht die Serie eine kompakte und durchdachte Erzählung ohne unnötige Längen. Also: Taucht ein in die Welt von „CLAN“ (クラウン) und begleitet Sophie und Ul auf ihrer Suche nach Wahrheit, Freundschaft und vielleicht sogar einem Platz, an dem sie wirklich dazugehören.
Viel Spaß beim Lesen!
Leseprobe zu „Clan“. Quelle: Clan
Wir möchten uns ganz herzlich beim Verlag / Publisher für das Rezensionsexemplar und die tollen Bilder bedanken!

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