„Bride of Ignat“ (イグナートの花嫁) stammt von Mangaka Moyori Mori und erscheint bei Hayabusa. Die Serie gehört ins Boys-Love-Genre und verbindet Drama, Liebe und Fantasy mit einer ruhigen, atmosphärischen Erzählweise. Statt auf schnelle Action setzt der Manga auf eine behutsame Charakterentwicklung und eine intensive Beziehung zwischen einem Außenseiter und einem Drachen.
Die Geschichte von „Bride of Ignat“
Vor langer Zeit lebten Menschen und Drachen im eisigen Tal zusammen. Doch als die Menschen einen Drachen töteten, rächte sich der andere grausam. Erst das Opfer eines jungen Mädchens konnte seine Raserei stoppen. Seitdem wird alle 20 Jahre eine Jungfrau geopfert.
Dieses Jahr meldet sich Rita, ein Außenseiter und Waise, freiwillig. Er sieht sich als ideales Opfer, das endlich etwas für das Dorf tun kann. Doch während er durch den Schneesturm stapft, zweifelt er: Gibt es den Drachen überhaupt noch? Oder sind die bisherigen Opfer schlicht erfroren?
Rita bricht zusammen und erwacht in einer Höhle. Dort trifft er Ignat, den Drachen des Frostgebirges, der in Menschengestalt lebt. Ignat kennt das Ritual, sieht aber keinen Sinn darin. Rita soll verschwinden, sobald sein Bein verheilt ist. Doch als Rita von einem Wolf angegriffen wird, rettet ihn Ignat und schenkt ihm zwei Schuppen, die wilde Tiere fernhalten. Rita fertigt daraus Ohrschmuck – ein Zeichen seiner Wertschätzung, das Ignat überrascht.
Mit der Zeit gewöhnen sich beide aneinander. Ignat offenbart Rita schließlich sein Geheimnis: Er ist der letzte Drache, seine Linie stirbt mit ihm aus. Nachwuchs ist nur durch eine gefährliche Dracomorphose möglich, die für Menschen meist tödlich endet. Rita will es dennoch versuchen, aus Angst, von Ignat verstoßen zu werden.
Der Manga erzählt eine Liebesgeschichte zwischen Mensch und Drache, die von Misstrauen, Nähe und der Suche nach Zugehörigkeit geprägt ist.
Was die Geschichte ausmacht und warum ihr sie lesen solltet
„Bride of Ignat“ ist ein ruhiger, atmosphärischer Manga, der sich Zeit nimmt, seine Figuren zu entwickeln. Rita ist ein Außenseiter, der endlich Bedeutung finden will, während Ignat als letzter Drache mit seiner Einsamkeit ringt. Ihre Beziehung beginnt widersprüchlich – geprägt von Distanz und Misstrauen – und entwickelt sich langsam zu Nähe und Vertrauen.
Die Geschichte lebt von ihrer Atmosphäre: Schneelandschaften, einsame Höhlen und die stille Interaktion zwischen den Figuren. Es ist ein klassisches „slow burn“, das nicht auf Spice setzt, sondern auf emotionale Tiefe. Gerade diese Zurückhaltung macht den Manga besonders für Leser*innen interessant, die Wert auf gesunde Beziehungsentwicklung und respektvolle Dynamiken legen.
Thematisch geht es um Einsamkeit, Opferbereitschaft und die Suche nach Zugehörigkeit. Die Opfertradition des Dorfes wird kritisch beleuchtet, während Rita und Ignat eine neue Form von Verbindung schaffen. Für Fans von Fantasy und Drachen-Mythologien ist die Serie ein Highlight, da sie bekannte Motive neu interpretiert.
Grafisch überzeugt der Manga mit einem klaren, detailreichen Zeichenstil, der die winterliche Atmosphäre perfekt einfängt. Besonders die Darstellung von Ignat – halb Mensch, halb Drache – ist eindrucksvoll und unterstreicht die mythische Stimmung.
Fazit
„Bride of Ignat“ ist eine gefühlvolle Fantasy-Liebesgeschichte, die euch mit ihrer ruhigen Atmosphäre und intensiven Charakterentwicklung fesselt. Rita und Ignat zeigen, dass Nähe auch dort entstehen kann, wo Misstrauen und Einsamkeit herrschen.
Für Fans von Boys Love, Fantasy und Drachen-Mythologien ist dieser Manga eine klare Empfehlung. Diskutiert mit uns: Was macht für euch eine gute BL-Geschichte aus – die ruhige, respektvolle Annäherung oder die dramatische Leidenschaft?
Leseprobe zu „Bride of Ignat.“. Quelle: HAYABUSA
Wir möchten uns beim Verlag / Publisher für die Bereitstellung des Rezensionsexemplars sowie das Bildmaterialien bedanken.

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