Wenn ihr die Welt von Arifureta liebt, aber euch schon immer gefragt habt, wie alles vor Hajimes Geschichte begann, dann ist „Arifureta – Der Kampf zurück in meine Welt - Zero“ (ありふれた職業で世界最強 零) genau der Titel, der euch Antworten liefert. Das Spin‑off stammt aus der Feder von Ryo Shirakome, während Ataru Kamichi mit einem dynamischen, klaren Zeichenstil überzeugt, der Fans der Hauptreihe sofort vertraut vorkommt.
Veröffentlicht wird die Serie von altraverse, und sie ist in acht Bänden abgeschlossen – perfekt für alle, die eine kompakte, aber intensive Ergänzung zur Hauptstory suchen.
„Arifureta Zero“ erzählt die Vorgeschichte der legendären Labyrinth‑Erbauer und zeigt, wie ihre Schicksale miteinander verwoben wurden, lange bevor Hajime überhaupt in diese Welt gelangte. Für Fans der Reihe ist das ein emotionaler Blick hinter die Kulissen, für Neueinsteiger ein düsterer, spannender Einstieg in ein komplexes Fantasy‑Universum.
Die Geschichte von Arifureta Zero
Im Mittelpunkt steht Oscar, ein junger Synergist, der die seltene Fähigkeit besitzt, aus Schrott funktionierende Gegenstände zu reparieren oder sogar komplett neue zu erschaffen. Sein Talent ist so außergewöhnlich, dass Schmied Orkus ihn direkt aus dem Waisenhaus in seine Werkstatt holt. Doch obwohl Oscar seine Fähigkeiten stetig verbessert, weigert er sich, sie öffentlich zu zeigen.
Der Grund ist simpel: Er will nicht gezwungen werden, Waffen herzustellen. Und er will erst recht nicht von Adeligen oder der Kirche verschleppt werden, um für sie zu arbeiten. So lebt er im Schatten, wird von vielen als „der Waise, der auf Orkus’ Kosten lebt“ abgestempelt und versucht, möglichst unauffällig zu bleiben.
Doch eines Abends ist im Waisenhaus alles anders. Die Kinder und die Heimleiterin sind verschwunden – stattdessen wartet dort ein seltsames Mädchen: Miledi. Sie provoziert Oscar, neckt ihn und scheint genau zu wissen, wer er ist. Zwar stellt sich die Situation als Scherz der Kinder heraus, doch Miledi ist tatsächlich wegen Oscar gekommen.
Sie hat erkannt, dass er göttliche Magie beherrscht. Seine Schutzbarriere um das Waisenhaus ist stärker als die der meisten Adelshäuser. Und genau solche Menschen sucht Miledi für ihre Organisation, die sich gegen die allmächtige Heilige Kirche stellt.
Denn die Kirche kontrolliert die Welt. Sie entscheidet über Kriege, über Leben und Tod, über Wahrheit und Lüge. Alles, was ihr nicht passt, wird ausgelöscht – selbst wenn dafür tausende Unschuldige sterben müssen. Miledi hat diese Grausamkeit erlebt und will die Macht der Kirche brechen.
Oscar hingegen will nur seine Ruhe. Er schickt sie weg, doch Miledi taucht am nächsten Tag erneut in der Werkstatt auf. Und am Tag danach wieder. Sie dringt langsam, aber unaufhaltsam in sein Leben ein. Stück für Stück erzählt sie ihm ihre Geschichte, ihre Verluste, ihre Ziele.
Währenddessen spürt Oscar, dass die Welt um ihn herum viel dunkler ist, als er wahrhaben wollte. Und dass er vielleicht doch eine Rolle in diesem Kampf spielt – ob er will oder nicht.
„Arifureta Zero“ zeigt eine Welt, die von Unterdrückung, Manipulation und religiöser Macht geprägt ist. Gleichzeitig erleben wir die ersten Funken der Rebellion, die später zur Erschaffung der Labyrinthe führen wird. Die Konflikte, die Emotionen und die Entscheidungen, die Oscar und Miledi treffen, sind der Grundstein für alles, was Hajime später erwartet.
Was die Geschichte ausmacht und warum ihr sie lesen solltet
Dieses Spin‑off ist mehr als nur ein Zusatz zur Hauptreihe. Es ist ein emotionaler, düsterer und gleichzeitig faszinierender Blick in die Vergangenheit. Ihr lernt Figuren kennen, die in der Hauptstory oft nur angedeutet wurden – und plötzlich versteht ihr, warum sie so handeln, wie sie handeln.
Besonders spannend ist, wie Oscar und Miledi charakterisiert werden. Oscar ist zurückhaltend, vorsichtig und will eigentlich nur ein friedliches Leben. Miledi hingegen ist laut, frech, unberechenbar – und gleichzeitig zutiefst verletzt. Ihre Dynamik ist einer der stärksten Punkte des Bandes.
Der Zeichenstil von Ataru Kamichi ist klar, dynamisch und typisch für Arifureta: starke Kontraste, ausdrucksstarke Gesichter, detailreiche Action. Fans wissen genau, was sie erwartet, und Neueinsteiger bekommen einen guten Eindruck davon, warum die Reihe so beliebt ist.
Inhaltlich ist „Arifureta Zero“ besonders dann stark, wenn ihr die Hauptreihe bereits kennt. Viele Szenen wirken intensiver, weil ihr die späteren Prüfungen im Labyrinth im Hinterkopf habt. Ihr erkennt Muster, Vorboten und emotionale Verbindungen, die euch beim Lesen der Hauptstory vielleicht entgangen sind.
Wenn ihr euch fragt, in welcher Reihenfolge ihr lesen solltet:
Erst Arifureta, dann Arifureta Zero.
So entfaltet das Spin‑off seine volle Wirkung.
Fazit
„Arifureta Zero“ ist ein starkes, atmosphärisches Spin‑off, das die Welt von Arifureta erweitert und vertieft. Es zeigt die Ursprünge der Labyrinth‑Erbauer, die Grausamkeit der Heiligen Kirche und die ersten Schritte einer Rebellion, die später alles verändern wird.
Für Fans ist es ein Muss, für Neueinsteiger ein spannender Einstieg in ein komplexes Fantasy‑Universum.
Wie steht ihr zu Spin‑offs? Lest ihr sie lieber vorher oder nach der Hauptreihe? Teilt eure Meinung gern mit uns.
Leseprobe zu „Arifureta - Der Kampf zurück in meine Welt - Zero“. Quelle: altraverse
Wir möchten uns beim Verlag / Publisher für die Bereitstellung des Rezensionsexemplars sowie das Bildmaterialien bedanken.

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