The Serpent Bride – Göttin im Schulalltag
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Stefan -
24. Januar 2026 um 06:26 -
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Wenn ihr Lust auf eine Mischung aus Schulalltag, göttlicher Mythologie, Humor und einer ordentlichen Portion Chaos habt, dann ist „The Serpent Bride“ (白蛇のはなむこ) von Morohe Yoshida genau der Titel, der euch überraschen wird. Der Manga erscheint bei Egmont und verbindet klassische Romance‑Elemente mit einer übernatürlichen Wendung, die so unerwartet wie unterhaltsam ist.
Der Zeichenstil ist verspielt, detailreich und bietet viele charmante Perspektiven – perfekt für alle, die humorvolle Fantasy mit Ecchi‑Elementen mögen, ohne dass es zu explizit wird.
Die Geschichte von The Serpent Bride
Tsubaki Niizuma ist ein Pechmagnet. Egal, wer in seiner Nähe ist – irgendetwas geht schief. Kein Wunder, dass er sich entschieden hat, keine Freunde zu haben. Fast keine … denn da ist Sakuya Tsukiyoshi, seine Kindheitsfreundin, die ihn seit dem Kindergarten begleitet. Sie ist schön, intelligent, selbstbewusst und ein echtes Ass im Kendo. Für Tsubaki ist sie unerreichbar – und doch hofft er insgeheim, dass sie sich an ihr altes Eheversprechen erinnert.
An einem gewöhnlichen Schultag warnt der Lehrer vor einem seltsamen Mann, der in der Gegend gesichtet wurde. Tsubaki begleitet Sakuya nach Hause, um sie zu schützen – auch wenn sie das eher andersherum sieht. Ihr Weg führt sie durch einen Park mit einem Schrein, an dem eine neue Schlangenstatue steht. Tsubaki hat es sich zur Aufgabe gemacht, sie täglich zu reinigen, weil sie immer wieder verschmutzt ist.
Doch dann werden die beiden plötzlich angegriffen. Sakuya wird schwer verletzt – und steht kurz darauf völlig gesund wieder auf. Sie erklärt dem fassungslosen Tsubaki, dass sie nun Byakuda sei, die weiße Schlange, gesandt von den Göttern.
Dass etwas nicht stimmt, merkt Tsubaki sofort. Byakuda holt den Angreifer ein und tötet ihn ohne Zögern. Am nächsten Morgen glaubt Tsubaki, alles sei nur ein Traum gewesen. Doch als Sakuya ihn abholt, fordert sie ihn auf, sie privat Byakuda zu nennen. In der Öffentlichkeit soll er sie weiterhin Sakuya nennen.
Byakuda verspricht, sein Unglück zu vertreiben – und tatsächlich scheint Tsubaki plötzlich vom Glück verfolgt zu sein. Doch während er sich über die Ruhe freut, wächst seine Sorge um Sakuya. Denn Byakuda hat zwar ihre Erinnerungen, aber nicht ihre Persönlichkeit. Sie gibt das geliebte Kendo auf, ist aggressiv gegenüber jedem, der ihnen zu nahe kommt, und klammert sich regelrecht an Tsubaki.
Gleichzeitig verwöhnt sie ihn, überschüttet ihn mit Aufmerksamkeit und hat keinerlei Scham, intime Details aus Sakuyas Leben auszuplaudern. Für Tsubaki ist das alles ein emotionales Chaos: Er liebt Sakuya – aber Byakuda ist nicht Sakuya. Und je mehr Zeit vergeht, desto klarer wird, dass Byakuda nicht die einzige göttliche Präsenz ist, die Menschen übernehmen kann.
Der Manga erzählt von einem Jungen, der versucht, seine Freundin zurückzubekommen, während ein göttliches Wesen ihren Körper bewohnt und sein Leben komplett auf den Kopf stellt. Humor, Fantasy, Romantik und ein Hauch Ecchi verschmelzen zu einer Geschichte, die gleichzeitig süß, chaotisch und überraschend düster ist.
Was die Geschichte ausmacht und warum ihr sie lesen solltet
„The Serpent Bride“ lebt von seiner Dynamik. Tsubaki ist ein liebenswerter, etwas überforderter Protagonist, der ständig zwischen Pech, Glück und göttlichem Wahnsinn hin‑ und hergerissen wird. Seine Gefühle für Sakuya sind ehrlich und warm, und genau deshalb trifft ihn die Veränderung so hart.
Byakuda hingegen ist eine Naturgewalt: direkt, körperlich, unerschrocken und völlig frei von menschlicher Zurückhaltung. Ihre Art sorgt für viele humorvolle Momente, aber auch für emotionale Konflikte, die der Geschichte Tiefe verleihen.
Der Zeichenstil von Morohe Yoshida ist ein echtes Highlight. Die Panels sind detailreich, die Figuren ausdrucksstark, und die Mischung aus Humor, Action und Ecchi ist visuell sehr ansprechend umgesetzt. Besonders Fans von verspielten, leicht sexy Illustrationen kommen hier auf ihre Kosten – ohne dass es je zu explizit wird.
Was den Manga besonders macht, ist die unerwartete Wendung nach dem Angriff. Die Geschichte beginnt wie eine typische Schulromance, kippt dann aber in eine übernatürliche Richtung, die euch sofort fesselt. Die Spannung entsteht nicht nur durch die göttlichen Elemente, sondern auch durch die Frage, ob Tsubaki Sakuya jemals zurückbekommen kann – und was Byakuda wirklich will.
Der Auftaktband macht unglaublich viel Spaß. Er ist witzig, überraschend, manchmal chaotisch und emotionaler, als man zunächst erwartet. Das Ende sorgt für einen kleinen Schockmoment und macht neugierig auf die kommenden Bände.
Die Reihe läuft in Japan noch, und es ist spannend zu sehen, wohin sich die Geschichte entwickelt. Besonders, weil immer mehr göttliche Wesen auftauchen könnten, die das fragile Gleichgewicht zwischen Mensch und Mythos durcheinanderbringen.
Fazit
„The Serpent Bride“ ist ein energiegeladener, humorvoller und überraschend emotionaler Manga, der euch mit einer Mischung aus Schulalltag, Mythologie und göttlichem Chaos begeistert. Die Figuren sind liebenswert, die Wendungen unerwartet und der Zeichenstil ein echter Hingucker.
Wenn ihr Lust auf eine Fantasy‑Romance habt, die euch zum Lachen bringt und gleichzeitig neugierig auf mehr macht, dann solltet ihr unbedingt reinschauen.
Wie steht ihr zu Geschichten, in denen ein göttliches Wesen den Alltag komplett auf den Kopf stellt? Wir freuen uns auf eure Gedanken.
Leseprobe zu „The Serpent Bride“. Quelle: Egmont
Wir möchten uns beim Verlag / Publisher für die Bereitstellung des Rezensionsexemplars sowie das Bildmaterialien bedanken.

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