Wenn ihr sanfte Girls‑Love‑Geschichten liebt, die nicht auf Drama um jeden Preis setzen, sondern auf echte Gefühle, kleine Unsicherheiten und den Zauber des Alltags, dann ist „Yamada und Kase‑san“ (山田と加瀬さん。) genau euer Wohlfühl‑Manga. Die Serie von Hiromi Takashima, veröffentlicht bei Egmont, begleitet zwei junge Frauen, die nach der Schule ihren eigenen Weg gehen – und trotzdem versuchen, ihre Beziehung lebendig zu halten.
Der Zeichenstil ist weich, warm und voller kleiner Details, die jede Szene liebevoll wirken lassen. Die Serie ist ideal für alle, die ruhige Romance, Uni‑Slice‑of‑Life und authentische Charakterentwicklung mögen.
Die Geschichte von Yamada und Kase‑san
Yui Yamada hat es geschafft: Sie beginnt ihr erstes Jahr an der Kasen Frauenuniversität am Rand von Tokio. Dort studiert sie Landwirtschaft und Gartenbau – ein Traum für sie, denn Pflanzen waren schon immer ihr Ruhepol. Da sie in der Nähe wohnt, übernimmt sie morgens das Bewässern der Gärten und findet schnell Anschluss.
Doch ein Gedanke begleitet sie jeden Tag: Kase.
Ihre Freundin studiert Sport an der Nikkei Universität, mitten in der Stadt. Eine Stunde Bahnfahrt trennt die beiden – und trotzdem macht Yamada sich regelmäßig auf den Weg, um Kase Blumen aus dem Uni‑Garten zu bringen. Für sie ist das nicht nur ein Geschenk, sondern ein Vorwand, um Kase zu sehen, ihre Nähe zu spüren und die Verbindung zwischen ihnen zu halten.
An der Uni lernt Yamada Hana Yoshimura kennen, eine Studentin, die für den Familienbetrieb das Züchten von Blumen studiert. Yamada bewundert sie dafür – und freut sich über die neue Freundschaft. Doch als sie Kase davon erzählt, reagiert diese überraschend eifersüchtig.
Der Grund ist simpel: Hana hat Yamada sofort angeboten, sie beim Vornamen zu nennen. Zwischen Yamada und Kase hingegen herrscht noch immer die höfliche Nachnamen‑Distanz. Für Kase ist das ein kleiner Stich ins Herz – und für Yamada ein Moment, in dem sie merkt, wie viel unausgesprochene Gefühle zwischen ihnen liegen.
Als Yamada Kases Geburtstag planen möchte, wird klar, wie wenig Zeit die beiden in der Vergangenheit wirklich miteinander hatten. In der Schule fiel Kases Geburtstag immer auf eine Veranstaltung, sodass sie ihn nie richtig feiern konnten. Jetzt will Yamada das nachholen – doch bevor es dazu kommt, lädt Hana sie zu einem Treffen ein, das von älteren Semestern organisiert wird, um Erstsemester „kennenzulernen“.
Kase ist alles andere als begeistert.
Die Eifersucht flammt erneut auf, und Yamada muss lernen, dass Nähe zu anderen Menschen in einer Beziehung manchmal Unsicherheiten auslöst – besonders, wenn man sich nicht täglich sieht.
Der Manga zeigt sehr feinfühlig, wie Yamada und Kase versuchen, ihren neuen Alltag zu meistern. Sie leben nicht mehr zusammen, sie haben neue Freundeskreise, neue Routinen und neue Herausforderungen. Die Distanz zwischen ihren Universitäten macht spontane Treffen schwierig, und das hektische Leben in Tokio ist für Yamada eine große Umstellung.
Gleichzeitig spürt man in jeder Szene, wie sehr die beiden aneinander hängen. Ihre Beziehung ist zart, ehrlich und manchmal unbeholfen – genau das macht sie so authentisch.
Was die Geschichte ausmacht und warum ihr sie lesen solltet
„Yamada und Kase‑san“ ist eine dieser Serien, die euch nicht mit großen Twists überrollt, sondern mit kleinen Momenten berührt. Die Stärke liegt im Alltäglichen: in Gesprächen, Missverständnissen, Eifersucht, Nähe und dem Wunsch, trotz Distanz füreinander da zu sein.
Die Charaktere sind liebevoll gezeichnet.
Yamada ist sanft, schüchtern und voller Herz. Sie liebt Pflanzen, kleine Gesten und die Ruhe des Landlebens.
Kase ist sportlich, selbstbewusst und manchmal etwas ungeschickt im Umgang mit ihren Gefühlen. Ihre Eifersucht wirkt nie toxisch, sondern menschlich – sie zeigt, wie sehr sie Yamada liebt und wie unsicher sie manchmal ist.
Der Zeichenstil von Hiromi Takashima passt perfekt zur Stimmung. Die Panels wirken leicht, warm und emotional. Humorvolle Szenen sind charmant umgesetzt, romantische Momente sind zart und nie übertrieben. Die Serie schafft es, intime Augenblicke jugendfrei und gefühlvoll darzustellen, ohne aufdringlich zu wirken.
neue Freundschaften, neue Umgebungen, unterschiedliche Stundenpläne, lange Wege, kleine Missverständnisse und das Gefühl, manchmal nicht genug Zeit füreinander zu haben.
Genau das macht die Serie so relatable – egal, ob ihr selbst schon einmal eine Fernbeziehung hattet oder einfach Geschichten mögt, die sich Zeit nehmen, um Gefühle wachsen zu lassen.
Fazit
„Yamada und Kase‑san“ ist eine warmherzige, ruhige und authentische Girls‑Love‑Serie, die euch mit sanften Emotionen, liebevollen Zeichnungen und realistischen Herausforderungen abholt. Sie zeigt, wie schwer und gleichzeitig schön es sein kann, eine Beziehung im neuen Lebensabschnitt weiterzuführen.
Wenn ihr Romance ohne Drama‑Overkill mögt, dann ist dieser Manga ein echtes Wohlfühl‑Highlight.
Wie steht ihr zu Fernbeziehungen in Manga? Wir freuen uns auf eure Gedanken.
Leseprobe zu „Yamada und Kase-san“. Quelle: Egmont
Wir möchten uns beim Verlag / Publisher für die Bereitstellung des Rezensionsexemplars sowie das Bildmaterialien bedanken.

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