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Während der Umbauphase kann es zu sichtbaren Änderungen und Anpassungen kommen. Wir danken euch für eure Geduld und freuen uns darauf, euch schon bald die neue Version präsentieren zu dürfen.
Da ich bereits den gleichnamigen Manga mit großem Interesse gelesen habe, war ich begierig zu erfahren was „Golden Kamuy“ als Anime wohl für eine Figur abgeben würde, zumal man ein solches Setting mit Goldgräbern und den Ainu ja eher selten vorfindet. Dank „KAZÉ Manga“ konnte ich mir ein Bild von der Serie machen, die mein Interesse an dieser Geschichte nur noch gesteigert hat.
Worum es bei „Golden Kamuy“ geht:
Nachdem er 1904 auf japanischer Seite gegen die Russen in den Krieg zog und trotz aller Widrigkeiten überlebt hat, versucht Saichi Sugimoto beim Goldschürfen in den Flüssen Hokkaidos sein Glück. Der Kriegsveteran, den man auch „der Unsterbliche“ nennt, tut dies jedoch nicht aus Habgier. Nicht nur ist seine eigene finanzielle Lage bescheiden, er versucht auch der Familie eines Kameraden zu helfen. Vermutlich hätte er für seine großen Verdienste im Krieg neben einem Orden auch etwas mehr Geld bekommen, hätte es nicht eine beinahe tödliche Auseinandersetzung mit seinem Vorgesetzten gegeben.
Während Sugimoto eines Tages erfolglos nach Gold sucht, beginnt ein Betrunkener ihm eine unglaubliche Geschichte zu erzählen. Er spricht von einem großen Goldschatz der Ainu, der Ureinwohner des nördlichen Japans. Dabei soll es um nicht weniger als 75kg Gold gegangen sein, welches ein Mann den Ainu auf grausame Weise raubte und dabei viele von ihnen tötete. Nachdem er seine Beute irgendwo auf Hokkaido versteckt hatte, kam er ins Abashiri Gefängnis, eines der sichersten in ganz Japan. Um seinen Kameraden draußen mitzuteilen wo der Schatz zu finden sei, konnte er aber kaum einen Brief schreiben, den hätten die Wärter sofort abgefangen. Stattdessen ersann er eine verschlüsselte Botschaft, welche er vielen der anderen Insassen mit großflächigen Tätowierungen in die Haut stach. Er meinte, sie soltlen fliehen und jener dem es gelang bekäme die Hälfte des Schatzes. Später wurden die tätowierten Gefangenen verlegt und hatten so die perfekte Gelegenheit zur Flucht. Seitdem habe man sie nicht mehr gesehen.
Sugimoto glaubt dem alten Trunkenbold zunächst kein Wort. Als dieser ihm später jedoch mit den Worten „Ich habe schon zu viel gesagt“ ein Gewehr vor die Brust hält, wirkt seine Geschichte erschreckend wahr.
Später bei einer Auseinandersetzung mit einem Bären trifft er auf Ashirpa, ein Ainu-Mädchen. Sie scheint nicht nur viel zu wissen, auch ihre Kampffertigkeit kann sich durchaus sehen lassen. Die beiden beschließen, sich zusammen zu tun und gemeinsam nach den Gefangenen zu suchen, um mithilfe ihrer Tätowierungen den Schatz zu finden. Doch es wird nicht leicht, denn neben der Wildnis Hokkaidos stellen sich ihnen auch viele Menschen in den Weg, die in erster Linie eines wollen: Gold. Im Zweifelsfall um jeden Preis.
Einschätzung:
Nach den ersten Folgen hatte ich das Gefühl, dass einige Dinge etwas weniger schockierend wirkten als im Manga (beispielsweise das Ausnehmen von Tieren), aber das könnte auch daran liegen, dass ich diesmal darauf vorbereitet war. Das heißt allerdings nicht, dass ich nicht bei einigen Passagen die Luft angehalten hätte. Sei es bei spannenden Kämpfen oder erschreckenden Bildern. Trotz einiger angenehmer, ruhiger Momente bleibt es durchweg spannend.
Optisch bleibt der Anime der Vorlage in vielen Punkten treu, wobei mir hier eine Besonderheit aufgefallen ist. Wenn die Protagonisten beispielsweise im verschneiten Wald stehen oder an Flüssen vorbeikommen, sieht es nicht selten aus, als würde eine feine Kugelschreiber-Skizze unter den Farben hindurch schimmern. Das Ganze wirkt sehr handgemacht und gibt der Szenerie das gewisse Etwas.
Wie eingangs schon erwähnt, spricht auch das vergleichsweise unverbrauchte Thema für diese Serie. Nicht nur dass sie eine angenehme Abwechslung bietet, man hat auch die Möglichkeit, nebenbei etwas über die indigenen Ureinwohner Nordjapans und ihre Kultur zu lernen. Hierfür wurde rege Recherche betrieben und diese Liebe zum Detail trägt hervorragend zu einem stimmigen Gesamterlebnis bei.
Auch wenn es sich bei diesem Werk wahrlich nicht um Comedy handelt, sollte meiner Meinung nach auch der schräge bis liebenswerte Humor der Serie erwähnt werden. Nicht zuletzt aufgrund kultureller Unterschiede kommt es in all der Ernsthaftigkeit immer wieder zu spaßigen Situationen. So ist Ashirpa beispielsweise schockiert, als Sugimoto sich, typisch japanisch, Miso-Paste in seine Suppe rührt, und lässt ihn unverblümt wissen, was sie darüber denkt.
Auch viele verschiedene Charaktere und deren Geschichten sorgen dafür, dass nie Langeweile aufkommt und man immer gespannt darauf wartet, zu erfahren, was als Nächstes passiert. Ich für meinen Teil kann die Fortsetzung kaum erwarten.
Fazit:
Diese Serie sticht in der Anime-Landschaft definitiv auf ganz eigene Weise positiv hervor. Das frühe 20. Jahrhundert und die ungezähmte Wildnis Hokkaidos rufen in dieser spannenden Geschichte mit vielen interessanten Charakteren.
Quelle „YouTube“
Wir möchten uns auf diesem Wege herzlich beim Publisher für das Rezensionsexemplar und das Bildmaterial bedanken.

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