There are things I can‘t tell you » Review
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Samantha -
16. November 2020 um 14:32 -
1.172 Mal gelesen -
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AnimeSzene.jp – Wir bauen für euch um
Wir haben mit dem umfassenden Umbau unserer Webseite begonnen. Ziel ist eine moderne, schnellere und klar strukturierte Plattform, die unserer Community langfristig mehr Möglichkeiten bietet.
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Da der vollständige Datenimport in die neue Version bereits abgeschlossen ist, werden in dieser Übergangsphase keine neuen Inhalte mehr in die aktuelle Version eingepflegt. Alle neuen Funktionen und Inhalte erscheinen direkt im neuen System.
Die neue Version wird ein Ort zum Ankommen, Stöbern und Wiederfinden – klar strukturiert, auf das Wesentliche ausgerichtet und getragen von dem, was AnimeSzene.jp ausmacht: die Inhalte, die Leidenschaft und die Menschen dahinter.
Wir arbeiten darauf hin, die neue Version bis zur zweiten Aprilwoche vollständig bereitzustellen. Dieser Zeitraum gibt uns genug Spielraum, um alle Bereiche sauber zu finalisieren – unabhängig davon, wann die Software offiziell freigeschaltet wird.
Während der Umbauphase kann es zu sichtbaren Änderungen und Anpassungen kommen. Wir danken euch für eure Geduld und freuen uns darauf, euch schon bald die neue Version präsentieren zu dürfen.
Wenn ich in letzter Zeit „Boys Love“ gelesen habe, dachte ich nicht selten, dass sehr viele dieser Manga immer nach dem gleichen Schema ablaufen, was sie recht vorhersehbar macht. Auch wenn Edako Mofumofus „There are things I can‘t tell you“ das Rad nicht neu erfindet, hat diese Neuerscheinung von „TOKYOPOP“ mich positiv überrascht und ist vielleicht mein liebster Genrevertreter seit langem. Warum das so ist, erfahrt ihr hier.
Worum es bei „There are things I can‘t tell you“ geht:
Auch wenn der angehende Artdirector Kyosuke mehr als einmal neben seinem Kindheitsfreund Kasumi aufwacht, sind die beiden kein Paar und haben auch sonst nichts am Laufen. Sie verbringen lediglich große Teile ihrer Freizeit gemeinsam und wenn es mal später wird, kann es schon passieren, dass Kasumi sich im Halbschlaf in das Bett seines Kumpels schleicht. Oft wird dann zusammen gefrühstückt und alles ist unheimlich harmonisch. Doch wann immer Kasumi von der verheirateten Frau erzählt, die mit ihm eine Affäre hat, spürt Kyosuke ein Stechen im Herzen.
Immer wieder versucht er, seinen Freund in eine andere Beziehung zu drängen, eine richtige, eine „normale“ Beziehung mit einer Frau, die nur ihn liebt. Was Kyosuke eigentlich will, ist natürlich etwas anderes. Nur sagen tut er es nicht. Schon seit Jahren hegt er starke, mehr als freundschaftliche Gefühle für Kasumi, doch von seinen Eltern hat er gehört, dass Liebe zwischen zwei Männern etwas abartiges und falsches sei. Also will er den Mann, den er liebt, nicht mit diesen problematischen Emotionen belasten, und genau deshalb hat er ihn auch abgewiesen, als Kasumi ihm vor vielen Jahren seine Liebe gestanden hatte. Er verwechsle da etwas, hatte er gemeint. Er wollte nur, dass sein Freund glücklich wird...
Und so leben beide ihr Leben in den Schatten der Vergangenheit, scheinbar unfähig dem anderen und sich selbst gegenüber ehrlich zu sein. Als jedoch alles schief geht, müssen sie eine Entscheidung treffen, wobei ihnen die Dinge, die früher einmal gesagt oder nicht gesagt wurden, im Weg sind.
Einschätzung:
Es mag dem einen oder anderen vielleicht etwas melodramatisch vorkommen, aber ich persönlich bevorzuge Liebesgeschichten, in denen problematische Ereignisse, beispielsweise aus der Vergangenheit der Protagonisten, eine Rolle spielen und in denen sie am Überwinden von emotionalen Blockaden und anderen Schwierigkeiten charakterlich wachsen. So wird es eben nicht nur eine Liebes- sondern auch eine Lebensgeschichte. Das ist einer der Gründe, warum mir diese Geschichte schnell recht gut gefallen hat. Auch wenn es frustrierend und traurig sein kann zu sehen, wie zwei Liebende sich quälen und von gesellschaftlichen oder persönlichen Einschränkungen gegängelt werden, so ist doch jeder kleine Hoffnungsschimmer hier umso schöner.
Nicht nur, dass man mit diesem Oneshot relativ viel Manga für‘s Geld bekommt, die Länge scheint absolut perfekt um diese Geschichte zu erzählen. Es wirkt weder zu kurz noch unnötig gestreckt, was ja sonst bei einigen derartigen Stories unangenehm auffällt. Alle Episoden sind gut durchdacht und vermitteln dem Leser immer genau die richtigen Emotionen, so dass es nicht schwer fällt, sich in das Geschehen einzufühlen.
Mir haben die Episoden aus Kyosukes Arbeit auch sehr gut gefallen, besonders weil ich als jemand mit Erfahrungen im Bereich der Mediengestaltung vieles wirklich sehr gut nachvollziehen konnte. Das wirkte nicht wie „Oh, der macht jetzt diesen Job und ich als Autor stelle mir vor das läuft so und so...“, sondern als hätte man sich wirklich mit der Materie beschäftigt, um diesem scheinbar nebensächlichen Faktor möglichst viel Authentizität zu verleihen. Das trägt sehr zu einem stimmigen Gesamtwerk bei.
Der Zeichenstil hat mir wirklich gefallen und auch das Design der Charaktere. Außerdem sind die Panels immer angenehm übersichtlich und Rasterfolien passend eingesetzt. Was die erotischen Sequenzen angeht, so sind diese stets mit viel Gefühl gezeichnet, wobei es gerade gegen Ende auch mal etwas mehr zu sehen gibt.
Fazit:
Ein authentischer „Boys Love“-Oneshot mit genau der richtigen Länge und Protagonisten, die an verschiedenen Schwierigkeiten charakterlich wachsen. Ganz klar einer meiner Genre-Favoriten.
Hier geht es zur „Leseprobe von There are things I can‘t tell you“!
Quelle „TOKYOPOP“
Wir möchten uns auf diesem Wege herzlich beim Verlag für das Rezensionsexemplar und Bildmaterial bedanken.

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