Aposimz - Land der Puppen » Review
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Samantha -
19. September 2020 um 15:15 -
1.071 Mal gelesen -
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Während der Umbauphase kann es zu sichtbaren Änderungen und Anpassungen kommen. Wir danken euch für eure Geduld und freuen uns darauf, euch schon bald die neue Version präsentieren zu dürfen.
Der Text auf dem Buchrücken dieses Manga besagte, dass hier quasi ein anspruchsvolles Werk für Erwachsene auf klassische Shonen-Elemente trifft. Das kann ich grundsätzlich bestätigen, wobei gefühlt der anspruchsvolle, erwachsene Part überwog. „Aposimz - Land der Puppen“ erschienen bei „Cross Cult“, zeigt ein düsteres postapokalyptisches Szenario.
Worum es bei „Aposimz - Land der Puppen“ geht:
Vor vielen hundert Jahren haben die Menschen den Krieg auf dem Planeten Aposimz verloren. Somit entzog man ihnen auch das Recht, im Inneren des Planeten zu leben. Nun fristen sie ihr Dasein auf der erbarmungslosen Oberfläche, wo selbst Sauerstoff Mangelware ist. Zu allem Überfluss werden die Menschen von einer Spezies unterdrückt, die sich „Puppen“ nennt. Diese berauben die Leute vieler der ohnehin spärlich gesäten Ressourcen. Wer aufmuckt ist zum Tode verurteilt.
Auf der Flucht vor dem Imperium der Puppen haben Esrō und einige andere sich in eine verlassene Festung im Nirgendwo zurückgezogen. Als er und seine Gruppe bei einer Expedition auf das Mädchen Titania stoßen, die von den Puppen gejagt wird, kommt es zum Kampf, der für die Menschen vor Ort grausam endet. Esrō überlebt und beschließt zusammen mit Titania, die in Wirklichkeit eine Art Maschine ist, gegen die Puppen vorzugehen. Die beiden sind im Besitz besonderer Kugeln und eines sogenannten Codes. Diese Dinge, richtig eingesetzt, sollten in der Lage sein, das Imperium zu Fall zu bringen. Als jedoch Esrō im Kampf gegen eine Normpuppe zu unterliegen droht, muss er selbst zu einer solchen werden um zu überleben...
Einschätzung:
Dieser Manga nimmt keine Rücksicht auf Verluste. In jedem Aspekt dieses Werkes spiegelt sich die scheinbare Aussichtslosigkeit für die Menschen wieder. Selbst der pragmatische Zeichenstil mit fast schon skizzenhafter Linienführung trägt subtil seinen Teil zur Atmosphäre bei.
Die Welt von Aposimz ist karg und grausam. Jene, die trotz Ressourcenknappheit überleben, werden von den Puppen des Imperiums unterdrückt, gefoltert und getötet. Diese Leute machen vor nichts halt. Einen fast Toten vor den Augen seiner Freunde auf einem Pfahl aufspießen? Kein Problem. Den Kopf eines Angehörigen mit einem Sprengsatz in die Luft jagen, wenn jemand die falsche Meinung äußert. Warum nicht?
Die meisten können sich ja nicht mal wehren. Und selbst Leute wie der Protagonist kämpfen auf höchst verzweifelte Art und Weise. Als Normpuppe kann er mithilfe von Plazenta (ja, genau das) gegen den Feind kämpfen und macht sich daraus sogar Haut und Kleidung, um nicht sofort als Puppe erkannt zu werden.
Mehr als einmal hätte ich mir gewünscht, dass einfach ein strahlender Held auftaucht, die Unterdrücker vertreibt und den Menschen den Frieden bringt. Es kam kein Held in schillernder Rüstung. Es gab immer nur noch mehr Verzweiflung. Selbst der eigentlich witzige 4-Panel-Manga, ganz am Ende des ersten Bandes, ist reichlich makaber.
Meist geht man ja davon aus, dass solche Geschichten schon ein Happy End haben werden. Hier bin ich echt gespannt ob dem so ist und wie das passieren soll.
Fazit:
„Aposimz - Land der Puppen“ bietet düstere Science-Fiction ohne Rücksicht auf Verluste. Der ganz eigene Zeichenstil unterstreicht die Hoffnungslosigkeit der Menschen.
Dieser Manga ist nichts für zarte Gemüter!
Leseprobe zu „Aposimz - Land der Puppen“.
Quelle: „Cross Cult“
Wir möchten uns auf diesem Wege herzlich beim Verlag für das Rezensionsexemplar und Bildmaterial bedanken.

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