Mirai - Das Mädchen aus der Zukunft » Review
-
Stefan -
2. Dezember 2020 um 08:06 -
890 Mal gelesen -
0 Kommentare
AnimeSzene.jp – Wir bauen für euch um
Wir haben mit dem umfassenden Umbau unserer Webseite begonnen. Ziel ist eine moderne, schnellere und klar strukturierte Plattform, die unserer Community langfristig mehr Möglichkeiten bietet.
Im Zuge dessen entsteht auch das neue Itasha‑DACH‑Forum, der zentrale Treffpunkt für alle Enthusiasten aus Deutschland, Österreich und der Schweiz.
Da der vollständige Datenimport in die neue Version bereits abgeschlossen ist, werden in dieser Übergangsphase keine neuen Inhalte mehr in die aktuelle Version eingepflegt. Alle neuen Funktionen und Inhalte erscheinen direkt im neuen System.
Die neue Version wird ein Ort zum Ankommen, Stöbern und Wiederfinden – klar strukturiert, auf das Wesentliche ausgerichtet und getragen von dem, was AnimeSzene.jp ausmacht: die Inhalte, die Leidenschaft und die Menschen dahinter.
Wir arbeiten darauf hin, die neue Version bis zur zweiten Aprilwoche vollständig bereitzustellen. Dieser Zeitraum gibt uns genug Spielraum, um alle Bereiche sauber zu finalisieren – unabhängig davon, wann die Software offiziell freigeschaltet wird.
Während der Umbauphase kann es zu sichtbaren Änderungen und Anpassungen kommen. Wir danken euch für eure Geduld und freuen uns darauf, euch schon bald die neue Version präsentieren zu dürfen.
„Mirai - Das Mädchen aus der Zukunft“ war der erste Anime, den wir in zwei Teilen geschaut haben, ohne dass es ein Zweiteiler war. Warum wir diesen Anime in zwei Teilen geschaut haben? Das erfährst du weiter unten in der Einschätzung. Die Betrachtung erfolgt aus der Sicht der Eltern.
Die Veröffentlichung des Romans als auch des Animes verdanken wir „KAZÉ“.
Worum es in „Mirai - Das Mädchen aus der Zukunft“ geht:
Der vierjährige Kun lebt mit seinen Eltern in einem außergewöhnlichen Haus. Das Leben könnte nicht schöner sein. Eines Tages erfährt Kun, dass seine Mutter ein Baby bekommt. Seine Vorfreude ist groß. Er fiebert der Geburt regelrecht entgegen. Dann ist es endlich soweit. Das Baby macht sich auf den Weg in unsere wunderbare Welt. Kun ist schon sehr aufgeregt. Heute wird er endlich seine kleine Schwester sehen. Ob sie so ist, wie er sie sich vorstellt? Schauen wir mal. Ständig hüpft er vor dem Fenster hin und her. Wann kommt denn endlich das Auto?
Einige Zeit später, aus der Sicht von Kun:
Es ist nun schon einige Tage her, dass meine kleine Schwester Mirai eingezogen ist. Es ist sooo schön, dass sie da ist und… Ach Unsinn! Es ist überhaupt nicht schön. Meine Mutter hat überhaupt keine Zeit mehr für mich. Und mein Vater kümmert sich auch nur um Mirai. Dann jault die ständig rum. Und überhaupt ist alles doof, blöde und bescheuert. Ich hasse Mirai. ICH HASSE SIE! Ich wünschte sie wäre tot!
…
Der kleine Kun kommt mit der neuen Familiensituation überhaupt nicht klar. Ständig hat er das Gefühl der Vernachlässigung. Dabei versuchen seine Eltern alles, um dies zu vermeiden. Nun erkläre mal einem vierjährigen Kind, warum einige Situationen so sein müssen, wie sie sind. Das ist kaum möglich. Und so kommt es zu unschönen Konflikten zwischen Kun und seinen Eltern.
Kun weiß einfach nicht mehr weiter. Wie soll er nur mit dieser Ausnahmesituation umgehen? Soll er weglaufen? Dazu kommt es zum Glück nicht, da Kun seine kleine/große Schwester aus der Zukunft kennenlernt. Gemeinsam erleben sie und andere wichtige Persönlichkeiten aus Kuns Familie nützliche Abenteuer, die Kun dabei helfen, sich der neuen Lebenssituation anzupassen.
Einschätzung:
Wie eingangs erwähnt, haben wir uns „Mirai - Das Mädchen aus der Zukunft“ in zwei Teilen angesehen. Die ersten Minuten, nachdem Mirai in die Familie Einzug hielt, gingen meiner Frau ziemlich nahe. Sie hat buchstäblich Rotz und Wasser geheult. Wenn man selbst ein Kind hat, dann sieht man diverse Szenen in diesem spezielle Anime einfach mit anderen Augen. Man sieht nicht nur, man fühlt jede einzelne Szene. Meine Frau meinte: Dieser Anime hält mir einen Spiegel vors Gesicht, betrachtet aus der Sicht der Mutter. Tja …
Es ist nicht einfach ein Kind großzuziehen. Das spüren wir jeden Tag aufs Neue. Kinder verlangen nach Aufmerksamkeit, Zuneigung … im Grunde nach allem was sie bekommen können. Und wenn sie nicht bekommen was sie wollen, dann verhalten sie sich wie kleine Terroristen. Das klingt hart, ist aber so. Genau diese Situation hat „Mamoru Hosoda“ in seiner Geschichte schonungslos und hart dargestellt.
„Mirai - Das Mädchen aus der Zukunft“ ist kein einfacher Anime, da er das Leben beschreibt. Es gibt keinen Superhelden, keine gute Fee oder sonst irgendjemanden. Vielmehr geht es darum, dass man als Eltern jeden Tag, jede Sekunden lernen und verstehen muss. So muss man zum Beispiel wieder lernen, aus Kinderaugen zu sehen. Das ist gar nicht so einfach, da wir im Hamsterrad des gesellschaftlichen Lebens gefangen sind. Auch ich merke immer wieder, wie schwer es mir fällt, dem kindlichen Gemüt meines Sohnes zu folgen. Das stimmt mich oftmals sehr traurig. Diese und andere Situationen wurden sehr gut dargestellt.
Es war mit Sicherheit nicht einfach, diese Ausnahmesituation in einen Anime zu verpacken, was man für mein Verständnis an der einen oder anderen Stelle auch merkt. Während man in einem Buch alles haarklein erklären kann, steht diese Option in einem Anime nicht wirklich zur Verfügung. Es sei denn, man nimmt in Kauf, das Publikum zu langweilen. Daher empfehle ich, zusätzlich den Roman zu lesen. Dieser enthält einige wichtige Details, die zum Verständnis der Story beitragen.
Fazit:
„Mirai - Das Mädchen aus der Zukunft“ ist kein Anime im herkömmlichen Sinne. Vielmehr ist dieser Anime und der Roman eine Momentaufnahme des real existierenden Lebens, wie sie in fast jeder Familie mit mehr als einem Kind vorkommt.
Es reicht völlig aus, den Anime zusehen, da sich dieser gut an der Buchvorlage hält. Das Buch selbst kann man lesen, wenn man ein wenig mehr ins Detail gehen möchte. Egal für welche Variante man sich auch entscheidet, man lernt sein Kind besser zu verstehen.
Quelle „YouTube“
Wir möchten uns auf diesem Wege herzlich beim Publisher für das Rezensionsexemplar und das Bildmaterial bedanken.

Kommentare
Neu erstellte Kommentare unterliegen der Moderation und werden erst sichtbar, wenn sie durch einen Moderator geprüft und freigeschaltet wurden.
Neu erstellte Kommentare unterliegen der Moderation und werden erst sichtbar, wenn sie durch einen Moderator geprüft und freigeschaltet wurden.