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Blue Period » Review

  • Stefan
  • 22. Januar 2021 um 13:21
  • 1.136 Mal gelesen
  • 0 Kommentare

Es gibt Manga-Serien, die fallen regelrecht auf, da sie ein Thema aufgreifen, welches mit Sicherheit nicht jedermanns Sache ist. Nein (!) ich spreche hier nicht von Horror, gleichgeschlechtlicher Liebe oder ähnlichem. In der Manga-Serie „Blue Period“ von „Cross Cult“ geht es um Kunst. Das ist schon ziemlich speziell.

Worum es in „Blue Period“ geht:

Yatora Yamaguchi ist das, was sich alle Eltern wünschen. Er ist ein ruhiger Zeitgenosse, für den das Lernen und seine Leistung in der Schule an erster Stelle stehen. Ihn braucht man nicht darauf hinweisen, dass er lernen soll. Natürlich kommt bei all dem Lernen seine Freizeit nicht zu kurz. Er geht sehr gerne mit seinen Freunden aus.

Auch wenn Yatora in der Schule ein Genie ist, im Fach ...

Es gibt Manga-Serien, die fallen regelrecht auf, da sie ein Thema aufgreifen, welches mit Sicherheit nicht jedermanns Sache ist. Nein (!) ich spreche hier nicht von Horror, gleichgeschlechtlicher Liebe oder ähnlichem. In der Manga-Serie „Blue Period“ von „Cross Cult“ geht es um Kunst. Das ist schon ziemlich speziell.

Worum es in „Blue Period“ geht:

Yatora Yamaguchi ist das, was sich alle Eltern wünschen. Er ist ein ruhiger Zeitgenosse, für den das Lernen und seine Leistung in der Schule an erster Stelle stehen. Ihn braucht man nicht darauf hinweisen, dass er lernen soll. Natürlich kommt bei all dem Lernen seine Freizeit nicht zu kurz. Er geht sehr gerne mit seinen Freunden aus.

Auch wenn Yatora in der Schule ein Genie ist, im Fach Kunst sieht das ganz anders aus. Hier gibt er sich überhaupt keine Mühe. Dies ändert sich langsam, als er das Kunstwerk seiner Mitschülerin Mori zu Gesicht bekommt. Vielleicht sollte er doch einmal versuchen in Kunst an seine sonst gute Leistung anzuschließen? Er probiert es daraufhin einfach mal aus. Das Ergebnis kann sich durchaus sehen lassen.

Eigentlich ist Yatora ein Mensch, der es anderen immer recht machen will. Wenn es notwendig ist, verstellt er sich dafür sogar. Ihm ist einfach wichtig, was das Umfeld über ihn denkt. Er sollte mal lieber ein wenig an sich selbst denken. Das denkt auch seine Lehrerin. Sie animiert Yatora immer wieder, mehr im Bereich der Kunst zu machen. Sie würde sich sogar darüber freuen, wenn er dem Kunstklub beitreten würde, was er dann auch schließlich tut.

Yatora ist also im Kunstklub. War das überhaupt eine gute Entscheidung? Was ihn dort erwartet, das übersteigt alles was er sich vorgestellt hat. Er leckt Blut und fängt nun an, richtig zu zeichnen. Wie wohl seine Eltern darauf reagieren werden? Am besten erzählt er ihnen gar nichts über seine Kunstallüren.

Einschätzung:

Ich gratuliere „Cross Cult“, dass sie den Mut hatten ein solches Werk nach Deutschland zu holen. Das Thema, welches hier nun mal behandelt wird, könnte spezieller nicht sein. Vor allem in der heutigen Zeit, in der für die junge Generation nur noch Technik zählt, ist diese Serie eine Herausforderung.

Natürlich weiß die Jugend von heute noch was ein Gemälde ist. Sie weiß auch, dass man mit einem Stift oder anderen Utensilien Bilder zeichnen kann. Dann hört es aber auch schon auf, es sei denn man hat studiert oder ist einfach ein Talent. Um so mehr freut es mich, dass in dieser Serie nicht nur eine Geschichte erzählt. sondern umfangreich Basis- und erweitertes Wissen vermittelt wird.

Wer von uns weiß heute etwas mit folgenden Begriffen anzufangen?

  • Perspektive durch Überlagerung
  • Schrägperspektive
  • Krümmungsperspektive
  • Farbperspektive
  • Luftperspektive
  • Perspektive durch Tonwerte
  • Zentralperspektive
  • Perspektive durch Höhendarstellung

Starke Begriffe, nicht wahr? Genau diese und auch andere Informationen werden tatsächlich im Manga erklärt, damit man als Leser auch weiß, worum es bei der Kunst überhaupt geht. Denn Kunst besteht nicht nur aus einem Gemälde an der Wand. Die Erschaffung gehört ebenso dazu.

Auf Grund der schweren Thematik ist „Blue Period“ mit großer Wahrscheinlichkeit nicht jedermanns Sache. Daher auch am Anfang der Einschätzung meine Gratulation an den Verlag. Denn es kostet Zeit, Nerven und vor allem Geld (nicht nur für für die Lizenz). Letzteres möchte man ja auch wieder einspielen.

Der Zeichenstil ist wie die Geschichte selbst ein wenig eigenwillig. Die Charaktere sind nicht so aalglatt wie in vielen anderen Mangas. Das wirkt am Anfang ein wenig fremd, legt sich dann aber von Seite zu Seite. Was auf jeden Fall erwähnt werden sollte: es wurden in den Panels tatsächlich viele Gemälde zum Betrachten untergebracht. Das finde ich ausgezeichnet, da man sich so viel besser auf die Geschichte einlassen kann.

Fazit:

„Cross Cult“ beweist mit der Manga-Serie „Blue Period“, dass es dem Verlag nicht nur um Auflage geht, sondern dass man auch daran interessiert ist außergewöhnliche Serien nach Deutschland zu holen. Das nenne ich Mut. Meinen Respekt!

„Blue Period“ ist eine klare Empfehlung an Kunstliebhaber und Zeichner, die einfach mal einen anderen Manga lesen möchten, fernab vom Mainstream.

Hier geht es zur „Leseprobe von Blue Period“

Quelle: „Cross Cult“

Produktdetails
Titel Blue Period
Genres Slice of Life
Autor & Zeichnungen Tsubasa Yamaguchi
Einband Taschenbuch
Altersempfehlung ab 12 Jahre
Seitenanzahl 223
Serie Blue Period
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-964333-02-5
Verlag Cross Cult
Kaufmöglichkeiten amazon / Thalia / Cross Cult

Wir möchten uns auf diesem Wege herzlich beim Verlag für das Rezensionsexemplar und das Bildmaterial bedanken.

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