AnimeSzene.jp – Wir bauen für euch um
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Die neue Version wird ein Ort zum Ankommen, Stöbern und Wiederfinden – klar strukturiert, auf das Wesentliche ausgerichtet und getragen von dem, was AnimeSzene.jp ausmacht: die Inhalte, die Leidenschaft und die Menschen dahinter.
Wir arbeiten darauf hin, die neue Version bis zur zweiten Aprilwoche vollständig bereitzustellen. Dieser Zeitraum gibt uns genug Spielraum, um alle Bereiche sauber zu finalisieren – unabhängig davon, wann die Software offiziell freigeschaltet wird.
Während der Umbauphase kann es zu sichtbaren Änderungen und Anpassungen kommen. Wir danken euch für eure Geduld und freuen uns darauf, euch schon bald die neue Version präsentieren zu dürfen.
Isekai-Anime, bei denen jemand aus der realen, modernen Welt in eine völlig andere hineingerät, scheinen schon seit einer Weile auch hierzulande an Beliebtheit zu gewinnen. Wie wäre es beispielsweise mit einem japanischen Durchschnittstypen, wiedergeboren als Ziehenkel vom großen Zauberer Merlin in einer Welt voller Magie?
Mit „Wise Man's Grandchild“ beschert „KAZÉ“ uns eine humorvolle Fantasy-Serie, die sehr viel richtig macht.
Worum es bei „Wise Man's Grandchild“ geht:
Als Merlin Wolford, ein betagter aber mächtiger Magier, der einst das Land rettete, eines Tages einen Säugling in einer zerstörten Kutsche findet, sieht er dies als ein Zeichen des Himmels. Ohne zu wissen, wer der Junge ist oder woher er kommt, zieht er ihn fortan als Shin Wolford wie seinen eigenen Enkel groß. Natürlich lehrt er ihn alles über Magie was er weiß, lässt den Jungen aber auch im Schwertkampf unterrichten. So kommt es, dass der liebenswerte Junge bereits im Alter von 10 Jahren zum ersten Mal im Alleingang einen blutrünstigen Dämon zur Strecke bringt. Doch neben all dem hat er auch noch Erinnerungen an ein früheres Leben. Er erinnert sich an eine Welt namens „Erde“ und ein Land namens „Japan“.
An Shins fünfzehnten Geburtstag, der Junge ist bereits zu einem schier übermächtigen Magier geworden, fällt jedoch ein klitzekleines Manko bei Merlins Erziehungsmethoden auf. Scheinbar hat der einstige Volksheld es versäumt, Shin auch nur das Geringste zum Thema Allgemeinwissen beizubringen. So ist er nun also ein ausgezeichneter Magier, hat aber zum Beispiel noch nie Umgang mit Geld gehabt und war auch nie außerhalb des Waldes, in dem er jahrelang gelebt hat. Ohne den gelegentlichen Besuch von Merlins Freunden hätte er wohl außer seinem Großvater auch nie andere Menschen gesehen. Kurzum, der Junge weiß und versteht im Prinzip nichts von der Welt, außer es hat mit Magie zu tun.
So beschließt sein Onkel Dis, der sich beim gemeinsamen Teetrinken mal eben als der König des Landes entpuppt, ihn auf die magische Akademie zu schicken, wo er die Chance hätte, Erfahrungen zu sammeln und sich mit Gleichaltrigen anzufreunden. Obwohl Merlin so seine Bedenken bezüglich der wahren Absichten des Königs hat, willigt er schließlich ein.
Schon an seinem ersten Tag in der großen Stadt schafft Shin es, sich mit einigen Störenfrieden anzulegen, die auf der Straße zwei junge Frauen belästigen. Dank seiner außergewöhnlichen magischen Fähigkeiten kann er die Auseinandersetzung für sich entscheiden, womit er beiden Frauen, doch ganz besonders der hübschen Sizilien, imponiert. Auch er selbst ist von ihr sofort sichtlich angetan.
Später treffen sich die drei an der Akademie als Adepten wieder, und obwohl sie schnell einige Freundschaften schließen, steht dem unbeschwerten Schulalltag einiges im Weg. Wobei Shins Weltfremdheit und die daraus entstehenden, teils recht peinlichen Situationen noch das geringere Übel darstellen.
Einschätzung:
Obwohl ich eigentlich dachte gerade so eine Phase meines Lebens zu haben, in der ich mit klassischen, humoristischen Fantasy-Geschichten nur bedingt etwas anfangen kann, hat dieser Anime mich eines besseren belehrt. Hier wurde ich in mehr als einem Aspekt wirklich positiv überrascht.
Schon allein optisch macht diese Serie eine gute Figur, egal ob Charakterdesign, Effekte oder Animationen. Die ganze Welt ist hier mit viel Liebe zum Detail ausgestaltet. Hinzu kommt ein guter Soundtrack und eine deutsche Synchronisation voller bekannter und begnadeter Stimmen.
Auch wenn es hier eine Menge Gags und urkomischer Situationen gibt, so lässt sich die Geschichte wahrlich nicht nur auf solche Aspekte reduzieren. Neben herzerwärmenden, witzigen Szenen und effektvollen Kämpfen kommen auch einige emotionalere und ernstere Untertöne nicht zu kurz. So werden Charaktere beispielsweise mit ihrem eigenen, ungewollt manipulativen Verhalten konfrontiert oder das friedliche Schulleben von militärischem Kalkül überschattet.
Und können wir bitte darüber reden, wie unendlich sympathisch der Hauptcharakter Shin ist? Am Anfang habe ich ihn nur als Standard-Heldencharakter wahrgenommen. Das ist prinzipiell ja nichts Schlechtes, löst bei mir persönlich aber oft aus, dass ich den Charakter ungewollt in eine Schublade stecke und dort lasse. Shin allerdings hat es geschafft dieser Schublade so schnell zu entkommen wie er reingekommen war. Der Junge war ständig am Pluspunkte sammeln. Als sein Großvater ihm erklärt, dass er nicht sein leiblicher Verwandter ist, macht Shin keine Szene, sondern ist verständnisvoll und dankbar. Wenn seine Klassenkameraden vollkommen irrsinniges Zeug von sich geben, ist er leicht verzweifelt und sagt einfach ganz direkt, dass sie einen an der Waffel haben. Und am besten fand ich ja, dass er zum ersten Mal auf gleichaltrige Frauen trifft und nicht auf irgendwelche verwerflichen Ideen kommt. Sicher, er hat sich offenbar sehr schnell in Sizilien verguckt, aber er ist in keiner Weise aufdringlich oder unverschämt. Dieser Junge, der 15 Jahre lang im Wald gewohnt hat, hat mehr Anstand als manch adeliger, privilegierter Schnösel auf seiner neuen Akademie.
Auch abgesehen davon, dass die Entwicklung des Hauptcharakters mich sehr positiv überrascht hat, denke ich, dass mir diese Serie auf angenehme Weise im Gedächtnis bleiben wird. Ich hoffe wirklich, diesen Anime weiterverfolgen zu können. Nicht zuletzt, weil er meine Vorliebe für Fantasy-Stories aufs Neue befeuert hat.
Fazit:
Eine unglaublich sympathische Fantasy-Serie, die keine Wünsche offen lässt. Gerne mehr davon, ich kann die Serie wärmstens empfehlen!
Quelle „YouTube“
Wir möchten uns auf diesem Wege herzlich beim Publisher für das Rezensionsexemplar und das Bildmaterial bedanken.

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