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Gyo - Der Tod aus dem Meer » Review

  • Frank
  • 7. Februar 2021 um 16:40
  • 926 Mal gelesen
  • 0 Kommentare

Halloween vergangenen Jahres tauchte ich erstmals in die faszinierende Welt des ehemaligen Zahnarztes und mittlerweile fast schon legendären Horror-Mangakas Junji Ito ein. An diesem Abend sah ich die japanische Realverfilmung seines Klassikers „Uzumaki​“ und las kurze Zeit später auch die Mangavorlage von „CARLSEN​​​“. Ich war völlig gefesselt und begeistert. Nun legt der Publisher nach und bringt mit „Gyo - Der Tod aus dem Meer​“ ein weiteres Werk des Meisters in den deutschen Buchhandel.

Worum es bei „Gyo - Der Tod aus dem Meer“ geht:

Eine junge Liebe ist doch etwas Wunderbares!

Kaori und Tadashi sind frisch verlobt und genießen ihr gemeinsames Glück in vollen Zügen, bei einem Urlaub in Okinawa. Ganz frei von Konfliktpotenzial ist die Beziehung allerdings ...

Halloween vergangenen Jahres tauchte ich erstmals in die faszinierende Welt des ehemaligen Zahnarztes und mittlerweile fast schon legendären Horror-Mangakas Junji Ito ein. An diesem Abend sah ich die japanische Realverfilmung seines Klassikers „Uzumaki“ und las kurze Zeit später auch die Mangavorlage von „CARLSEN“. Ich war völlig gefesselt und begeistert. Nun legt der Publisher nach und bringt mit „Gyo - Der Tod aus dem Meer“ ein weiteres Werk des Meisters in den deutschen Buchhandel.

Worum es bei „Gyo - Der Tod aus dem Meer“ geht:

Eine junge Liebe ist doch etwas Wunderbares!

Kaori und Tadashi sind frisch verlobt und genießen ihr gemeinsames Glück in vollen Zügen, bei einem Urlaub in Okinawa. Ganz frei von Konfliktpotenzial ist die Beziehung allerdings nicht, denn seine Freundin hat immer wieder mit psychisch labilen Phasen zu kämpfen und ihr empfindlicher, ausgeprägter und beinahe übernatürlich guter Geruchssinn macht einige Unternehmungen sowie Freizeitaktivitäten nahezu unmöglich.

An einem Abend bemerkt Kaori plötzlich einen verwesenden, unglaublich ekligen Geruch, der sie vollkommen vereinnahmt und regelrecht in den Wahnsinn treibt. Bald nimmt auch der junge Mann den Gestank war und findet die Ursache davon in einem scheinbar toten Fisch mit … metallischen Beinen! Merkwürdig, ein solches Exemplar ist ihm noch nie untergekommen. Hat er etwa eine neue Art entdeckt? Weiterführende Gedanken darum will er sich allerdings nicht machen und befördert das Tier kurzerhand in einer Plastiktüte aus dem Haus. Nur wenige Minuten später gelangt es aus eigener Kraft, in der Tüte schwebend, wieder ins Gebäude. Dort verhält sich das Ding äußerst aggressiv und verletzt die beiden leicht, bevor es in Richtung Meer verschwindet. Was hat das zu bedeuten?

Wie leider nicht anders zu erwarten war, reagiert die Polizei am kommenden Morgen eher belustigt und glaubt den Opfern kein Wort der grotesken Geschichte. Das Lachen bleibt ihnen und ganz Okinawa aber schon bald im Halse stecken. Denn aus einem Meeresbewohner wird eine ganze Invasion von Fischen, Tintenfischen, Haien und sogar Walen, welche den Homo Sapiens nach dem Leben trachten. Erschreckender Weise können sich die Konstruktionen an Land fortbewegen. Das macht die ganze Sache noch gefährlicher.

Zunehmend gerät die Lage außer Kontrolle. Unser Pärchen überlebt nur knapp die Attacke eines Hais und beschließt daraufhin, zurück nach Tokio zu flüchten.

Kaori weiß, dass diese Sicherheit nur trügerischer Natur sein kann. Es wird mit Sicherheit noch nicht vorbei sein. Erschwerend kommt hinzu, dass sie den Gestank einfach nicht mehr aus der Nase bekommt. Er ist überall und lässt sie selbst zuhause in ständiger Angst leben.

Einige Zeit später kommt es dann genau so wie vermutet. Die Katastrophe breitet sich auf ganz Japan aus. Inmitten des Chaos forscht Tadashis Onkel, der exzentrische Wissenschaftler Sazuku Koyana, nach möglichen Ursachen und stößt dabei auf ein altes Millitärprojekt und einen schrecklichen Bazillus, der auch Menschen befallen kann.

Einschätzung

„Gyo - Der Tod aus dem Meer “ konnte mich von der ersten bis zur letzten Seite hypnotisierend in seinen Bann ziehen. Demzufolge habe ich für die 400 Seiten gerade mal knapp zwei Tage gebraucht.

Ito versteht sich meisterhaft darin, obskure Ausgangssituationen in immer heftigere Extreme zu treiben, die für den Leser absolut unvorhersehbar sind und wie ein nie endender Alptraum wirken. Wahrscheinlich kann sich niemand außer ihm so etwas Irres ausdenken. :) Genau dafür schätze ich aber seine Werke so sehr.

Eine Erwartungshaltung aufzubauen ist nahezu unmöglich, um gängige Klischees und typische Schemata des Horror-Genres wird gekonnt ein weiter Bogen gemacht. Mit seinen ekligen und gewalttätigen Darstellungen geht dieser Manga einem durch Mark und Bein, hinterlässt einen beklemmenden Eindruck, welcher sich nachhaltig ins Gedächtnis brennen wird. Body-Horror par excellence wird einem hier geboten. Als Referenz wird auf Steven Spielbergs „Der weiße Hai“ verwiesen. Dem Vergleich stimme ich nur teilweise zu, vieles lässt sich genauso gut vom Frühwerk des kanadischen Regisseurs David Cronenberg ableiten. Beispiele hierfür wären „Der Parasiten-Mörder“ (1975) und „Die Fliege“ (1986).

Interessant ist außerdem die Art der Beziehung zwischen Kaori und Tadashi. Während wir in „Uzumaki„ noch eine fast unerschütterliche Liebe zwischen den beiden Protagonisten ausmachen können, ist hier das Verhältnis deutlich destruktiver und von Anfang an auf dünnem Eis gebaut. Bei der jungen Frau sind zudem klare Kontrollzwänge und eine emotionale Nötigung mit ihrem Verlobten als Leidtragendem vorhanden, der sich aber dennoch loyal und fürsorglich verhält. Gleichzeitig nimmt sie aufgrund ihres sensiblen Geruchssinns fast die Rolle eines Orakels bzw. einer Prophetin ein, die das nahende Grauen als Erstes realisiert und verkündet. Eine ausgesprochen coole Idee!

Eindeutige Hintergrundinformationen und Erklärungen für das Geschehen bekommen wir nur marginal, dafür aber umso mehr Interpretationen und Theorien, die man sich im Laufe der Zeit ausmalen kann. Die Rache der Natur an den Menschen für die Umweltverschmutzung der Meere ist dabei nur eine von vielen spannenden Variablen.

In all den Schockeffekten, welche zeichnerisch so intensiv visualisiert wurden, finden sich aber durchaus auch zwischendurch angenehme Spuren von bitterbösem schwarzem Humor. Diese Art von Witz kann, aber muss man nicht mögen. Mir gefällt es jedenfalls.

Als Bonus gibt es übrigens noch zusätzlich zwei Kurzgeschichten Itos, die ebenso hochwertig sind und einen noch tieferen Einblick in sein künstlerisches Schaffen ermöglichen.

Optisch ist die gebundene Ausgabe wirklich schön und im gleichen Stil wie „Uzumaki“ gehalten. Macht sich hübsch nebeneinander im Sammelregal. Ein Extralob an „CARLSEN“!

Fazit

„Gyo - Der Tod aus dem Meer“ ist ein weiteres Meisterwerk von Junji Ito, was euch fesselnde und gruselige Lesestunden bescheren wird. Ich empfehle allerdings, vorab nichts zu essen, erst recht keinen Fisch. :)

Hier geht es zur „Leseprobe von: Gyo - Der Tod aus dem Meer“!

Quelle „CARLSEN“

Produktdetails
Titel Gyo - Der Tod aus dem Meer
Genres Horror
Autor Junji Ito
Einband Taschenbuch
Altersempfehlung ab 16 Jahre
Seitenanzahl 400
Serie Gyo - Der Tod aus dem Meer
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-551-79361-4
Verlag CARLSEN
Kaufmöglichkeiten amazon / Thalia / CARLSEN

Wir möchten uns auf diesem Wege herzlich beim Verlag für das Rezensionsexemplar und Bildmaterial bedanken.

Über den Autor

Frank Anfänger
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