Wer bist du zur blauen Stunde? » Review
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Samantha -
8. Mai 2020 um 14:21 -
1.015 Mal gelesen -
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AnimeSzene.jp – Wir bauen für euch um
Wir haben mit dem umfassenden Umbau unserer Webseite begonnen. Ziel ist eine moderne, schnellere und klar strukturierte Plattform, die unserer Community langfristig mehr Möglichkeiten bietet.
Im Zuge dessen entsteht auch das neue Itasha‑DACH‑Forum, der zentrale Treffpunkt für alle Enthusiasten aus Deutschland, Österreich und der Schweiz.
Da der vollständige Datenimport in die neue Version bereits abgeschlossen ist, werden in dieser Übergangsphase keine neuen Inhalte mehr in die aktuelle Version eingepflegt. Alle neuen Funktionen und Inhalte erscheinen direkt im neuen System.
Die neue Version wird ein Ort zum Ankommen, Stöbern und Wiederfinden – klar strukturiert, auf das Wesentliche ausgerichtet und getragen von dem, was AnimeSzene.jp ausmacht: die Inhalte, die Leidenschaft und die Menschen dahinter.
Wir arbeiten darauf hin, die neue Version bis zur zweiten Aprilwoche vollständig bereitzustellen. Dieser Zeitraum gibt uns genug Spielraum, um alle Bereiche sauber zu finalisieren – unabhängig davon, wann die Software offiziell freigeschaltet wird.
Während der Umbauphase kann es zu sichtbaren Änderungen und Anpassungen kommen. Wir danken euch für eure Geduld und freuen uns darauf, euch schon bald die neue Version präsentieren zu dürfen.
"Was?! Schwul?! Nee, ich doch nicht!"
Nachdem das Cover außer der Farbe Blau nicht viel offenlegt, wird beim Aufschlagen von „Wer bist du zur blauen Stunde?“, erschienen bei der „Carlsen Manga“, ziemlich schnell klar worum es geht: Jetzt da alle ihn für schwul halten, will Tasuku nicht mehr weiterleben!
Worum es bei „Wer bist du zur blauen Stunde?“ geht:
Dieser Manga könnte eine weitere Episode aus einer Serie namens "Kinder sind grausam" sein. Nachdem der Protagonist nichts anderes "verbrochen" hat als sich beim Ansehen eines Schwulen-Anime von einem Klassenkameraden erwischen zu lassen sollte nichts mehr sein wie es war. Schwul sein, das ging ja gar nicht! Tasuku, der bereits die Vorstellung, den Rest seiner Tage diskriminiert und gemobbt zu werden nicht ertragen konnte, fand sich kurz nach diesem Ereignis an einem gellenden Abgrund wieder, mit dem Plan sein Leben lieber gleich zu beenden.
Aber was passiert dann? Es scheint als hätte eine Frau wenige Häuser weiter die gleiche Idee und Tasuku sieht, wie sie vom Fenster eines Gebäudes direkt an der Klippe hinunterspringt. Der Junge erschrickt heftig und rennt zu eben diesem Haus, um Hilfe rufend. Dort angekommen findet er ein paar Leute vor, die scheinbar nichts mitbekommen haben. Als er seinem Unverständnis Luft machen will kommt die Frau von vorher plötzlich ins Haus, als wäre sie nur mal eben spazieren gewesen. Als sie an Tasuku vorbeiläuft sagt sie nur: "Wie ich sehe, bist du doch nicht gesprungen?"
Die mysteriöse Person, die alle nur als "Frau Jemand" zu kennen scheinen, führt eine Lounge in der sich allerlei verschiedene Charaktere treffen. Zum Beispiel der vermutlich größte lebende Fan von Tschaikowsky oder ein Paar Bauunternehmer der etwas anderen Art. Dort lernt Tasuku auch ein lesbisches Pärchen kennen und erfährt von einigen Höhen und Tiefen, die das Zusammenleben der beiden Frauen mit sich bringt. Doch so sehr er die beiden auch beneidet, er selbst könnte so etwas doch nie tun, selbst wenn er schwul wäre, was er natürlich auf Teufel komm raus leugnet. Wie könnte er auch? Schon in seinem Sportclub wird er seit jenem Vorfall von vielen Jungs gemieden, er solle ja die Finger von ihnen lassen.
Band 2
Endlich ist es raus. Nachdem Tasuku im Katzentreff offen gesagt hat, dass er in einen Jungen verliebt ist, kann er zumindest in der Lounge etwas mehr er selbst sein. Und so wanderte seine Aufmerksamkeit auch zu den anderen Leuten an diesem besonderen Ort. So fällt ihm auch Misora nochmal richtig auf. Der Grundschüler, den Tasuku ursprünglich für ein älteres Mädchen gehalten hatte, trug gern Frauenkleider und schminkte sich. Allerdings bisher nur in der Lounge, niemals draußen. Warum er das tut? Das weiß er wohl selbst nicht so genau. Misora kommt eben in die Pubertät und hat auch so schon Probleme sich selbst zu verstehen.
Tasuku will ihn unterstützen und geht mit ihm zu einem Festival. Misora ist geschminkt, hat hochgesteckte Haare und trägt einen Yukata. Alle halten ihn für ein Mädchen. Zunächst scheint alles perfekt zu sein, doch dann passiert etwas, dass Misora große Angst macht. Tasukus Reaktion darauf verletzt ihn und so schreit er und beleidigt ihn aufs Übelste, bevor er in der Menge verschwindet. Zu allem Überfluss hat Tasuku wohl auch seinem Schwarm gegenüber nicht die beste Figur gezeigt.
Einschätzung:
Diese Geschichte von „Wer bist du zur blauen Stunde?“ hat mich sehr schnell in ihren Bann gezogen. Trauer und Schmerz jener die von der Familie und sogenannten Freunden geächtet wurden, nur weil sie nicht in ein bestimmtes Bild der typischen Mann-Frau-Beziehung passten. Die Wut auf jene welche andere verletzen oder ihnen gar das Leben zur Hölle machen, nur weil sie etwas nicht verstehen. Auch die Charaktere tragen sehr zum Einfühlen in die Geschichte bei, wenn auch einige für sich ein großes Geheimnis darstellen. Des Öfteren wird der Leser überrascht während die Leute in der Lounge sich einander anvertrauen und Tasuku mehr und mehr dazu kommt, sich über seine wahren Gefühle bewusst zu werden. Ich möchte unbedingt wissen, wie es für ihn und die anderen weitergeht!
Fazit:
Yuhki Kamatani beschäftigt sich des Öfteren mit der Selbstfindung und sexuellen Orientierung von Charakteren und hat hier eine zeitgleich glaubhafte und unglaubliche Geschichte verfasst, die den Leser mitnimmt. Emotional und für jeden, der einen Blick in die Materie wagen möchte, wärmstens zu empfehlen!
Hier geht es zur Leseprobe.
Quelle: Carlsen Manga
Wir möchten uns auf diesem Wege herzlich beim Verlag für das Rezensionsexemplar und Bildmaterial bedanken.

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