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Während der Umbauphase kann es zu sichtbaren Änderungen und Anpassungen kommen. Wir danken euch für eure Geduld und freuen uns darauf, euch schon bald die neue Version präsentieren zu dürfen.
Ein halbes Jahr ist es mittlerweile her, seit ich den zweiten Band von „Teach me how to Kill you“ gelesen und rezensiert habe. Der Psycho-Thriller aus dem Hause des „CARLSEN“ Sub-Labels „HAYABUSA“, wurde bereits in dieser Review von mir völlig zurecht als meine persönliche Manga - Neuentdeckung des Jahres 2021 bezeichnet. Konnte Band 3 meiner hohen Erwartung gerecht werden?
Worum es bei „Teach me how to Kill you″ Band 3 geht:
Herr Sato muss überleben, um später durch die Hand seiner Schülerin Riko sterben zu können. Dieses Versprechen gab er ihr, umkehrt möchte aber auch die Zehntklässlerin in diesem Moment gemeinsam mit ihm in den Tod gehen. Was auf den ersten Blick an ein freiwillig gewähltes Romeo und Julia-Szenario erinnert, birgt unter der Oberfläche noch ein wenig mehr: Riko ist sich inzwischen zwar bewusst, dass ihre Eltern tatsächlich Serienmörder waren, aber dennoch kann sie ihrem Mentor deren Ermordung nicht vergeben. Gleichzeitig will sie sich aufgrund der auf Gegenseitigkeit beruhenden tiefen emotionalen Bindung, auch kein Leben mehr ohne ihn vorstellen.
Mit dem Auftauchen von Suzu und dessen Nachwuchskillerin Karin, welche ebenso in Form von Selbstjustiz Serienmörder zur Strecke bringen, wird das Verhältnis von ihnen auf eine harte Probe gestellt. Suzu empfindet schnell Gefallen an Riko, die als „Tötungswerkzeug“ doch viel mehr Potenzial mitbringen würde als seine jetzige, häufig so unüberlegt handelnde Schülerin. Er beseitigt Karin kurzerhand und versucht mit charismatisch berechnender Manipulation, in Riko Zweifel an ihrem Sensei zu säen.
Bisher durfte sie noch nie selbst den Todesstoß gegen einen der aufgespürten Psychopathen ausführen. Dieses Privileg möchte er sich stets selbst vorbehalten. Ist Sato etwa nicht daran interessiert, sie in seine Fußstapfen treten zu lassen und möchte den ganzen Spaß für sich allein haben?
Ein Zwischenfall bei der Tötung des Kettensägen-Massaker-Mörders (benannt nach dem Horrorfilmklassiker „The Texas Chain Saw Massacre“ von 1974), bestätigt scheinbar den Verdacht der jungen Frau. Sie sagt sich daraufhin von ihm los und begibt sich unter Suzu’s Fittiche.
Der erste gemeinsame Fall über einen Kerl, welcher ahnungslose Opfer mit dem Öko-System seines Gartens „verbindet“, scheint schon verzwickt genug zu sein. Allerdings konnte zu diesem Zeitpunkt noch niemand ahnen, was für ein Grauen sie alle in der nahenden Halloween Nacht erwarten würde.
Einschätzung
Stillstand kann bei einer eigentlich guten Geschichte mit der Zeit für Langeweile sorgen. Die episodenhafte Struktur, mit je einem Fall und fast ausschließlichem Fokus auf Riko und Sato, gefiel mir in den bisherigen Bänden außergewöhnlich gut. Dennoch fragte ich mich, ob dieses Schema nicht irgendwann zu Abnutzungserscheinungen führen könnte.
Mit wohlüberlegter Behutsamkeit ist es aber gelungen, Suzu nach und nach als gleichberechtigten und verdammt starken Hauptcharakter neben den anderen beiden zu etablieren. Aus dem Duo ist eine Dreieckskonstellation geworden, die Karten werden in einigen Aspekten des Plots völlig neu gemischt, eine andere, sehr faszinierende Dynamik entsteht unter den Figuren.
Obwohl sie dem gleichen Handwerk nachgehen, bestehen dabei zwischen den Lehrern doch signifikante Unterschiede. Sato ist zu jeder Zeit sehr fürsorglich und aufopfernd gegenüber Riko eingestellt, Suzu dagegen will sie sinngemäß aus seiner Hand fressen lassen, Macht und Kontrolle ausüben, eine Autorität schaffen, an der er sich berauschen kann. Im Gegensatz zu seinem Konkurrenten ist also nicht nur das Töten von
„Sündern“ allein seine Passion, genauer gesagt Perversion.
Interessant ist hierbei ebenso, die von mir schon in den vorherigen Reviews angesprochene romantische Komponente. Entsprechende Gefühle zwischen Riko und Sato schwingen zunehmend stärker zwischen den Zeilen mit, bleiben allerdings weiterhin unausgesprochen. Dadurch ist diese Einschätzung von mir vorerst nur eine Interpretation, keine belegte Tatsache. Suzu’s charmantes Verhalten oder flirten fühlt sich für den Leser im Vergleich dazu deutlich negativer an, da man um seine finsteren Absichten weiß.
Zwischen diesen beiden Optionen steht ein Mädchen, dem einerseits Härte und Kälte, aber gleichzeitig ebenso eine süße und unschuldige Seite innewohnt. Sie sucht nach Halt und Orientierung, hat mit dem Trauma aufgrund ihrer Eltern zu kämpfen und ist sich in Wirklichkeit gar nicht so sicher, ob sie in der Lage wäre einen Menschen zu töten, wie es äußerlich den Anschein macht.
Generell gilt: „Teach me how to Kill you“ ist eine Story ohne Helden, niemand agiert vorbildlich oder rechtschaffen und das schätze ich an dem Manga in besonderem Maße. Der nun erstmals aufgetauchte Schularzt Nagato hat einen positiven Eindruck bei mir hinterlassen und ich freue mich darauf, mehr von ihm zu sehen. Er unterstützt Sato bei dessen Täter-Recherchen sowie der Leichenbeseitigung.
Gewissermaßen Professor Agasa aus „Detektiv Conan“ in evil. ![]()
Neben den vielschichtigen Figuren und exzellentem Spannungsaufbau zieht mich nach wie vor die visuelle Darstellung in ihren Bann. Der düstere und erwachsene Zeichenstil in Kombination mit der ästhetisch inszenierten brutalen, blutigen Gewalt, hat es mir einfach angetan.
Fazit
„Teach me how to Kill you“ mausert sich nach seinem 3. Akt immer mehr zu einem meiner Lieblingsmangas. In seiner moralischen Ambivalenz kontrovers und gesellschaftskritisch, beinhaltet das Werk alle Zutaten einer überaus gelungenen, komplexen und spannenden Geschichte. Die Zeit beim Lesen vergeht dabei wie im Flug und man möchte es gar nicht mehr aus der Hand legen.
Wir möchten uns auf diesem Wege herzlich beim Verlag für das Rezensionsexemplar und Bildmaterial bedanken.

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