AnimeSzene.jp – Wir bauen für euch um
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Während der Umbauphase kann es zu sichtbaren Änderungen und Anpassungen kommen. Wir danken euch für eure Geduld und freuen uns darauf, euch schon bald die neue Version präsentieren zu dürfen.
Manchmal benötigt man einfach Lektüre, in der man sich teilweise verlieren und abschalten kann. Ein solches Werk ist ohne Zweifel »Ghostly Things« von »CARLSEN«. Nachdem Band 2 trotz guter Ideen meiner Meinung nach leider nicht ganz an den starken Erstling anknüpfen konnte, habe ich nun das große Finale vor mir liegen.
Worum es bei »Ghostly Things - Band 3« geht:
Nach wie vor pendelt Yachiho zwischen dem Alltagsstress in der Schule und ihrer verantwortungsbewussten Aufgabe als Assistentin des Fährstellenleiters Moro hin und her. Gemeinsam geleiten sie Naturgeister, welche ihre Aufgabe bei uns erfüllt haben, von der irdischen Welt in die Ihre zurück. Das Mädchen hat unter seinen Fittichen bereits eine Menge gelernt und erfreut sich bei den mystischen Wesen großer Beliebtheit. Ihr Hauptziel bleibt dabei natürlich nach wie vor, das Verschwinden ihrer Mutter mittels der Schrift des Totenreichs aufzuklären.
Als sie eines Tages ihre beiden Klassenkameradinnen Misaki und Rie zu sich in die magische Villa einlädt, entdeckt sie auf dem Kopf von Zweiterer plötzlich eine Tsuzuri-Spinne. Im Gegensatz zu den Anderen ist Yachiho bekanntermaßen in der Lage, Geisterwesen zu sehen und diese wahrzunehmen. Es zieht seltsame Fäden aus dem Kopf von Rie, die daraufhin einige Fragmente der Erinnerung an ihren verstorbenen Bruder vergessen hat.
Wie alle der Geister leben auch die Tsuzuri im Einklang mit unserer Welt und machen sie zu dem, was sie ist. Ohne das Verblassen alter Erinnerungen ist in den Menschen kein Platz, um neue zu schaffen. Yachiho ignoriert die Einwände ihres Vorgesetzten und möchte der trauernden Freundin unbedingt helfen, das Andenken ihres Bruders zu wahren.
Sie stöbert daher in aus den Fäden gebauten Netzen der Spinnen und entdeckt eher zufällig Erinnerungen Moros, die weitere Hinweise zu ihrer Mama und dem ebenfalls verschwundenen Professor Tachibana enthalten könnten. Hat der kleine Kerl ihr etwa nicht die ganze Wahrheit gesagt? Noch traut sie sich nicht wirklich, ihn darauf anzusprechen, zumal wegen des bevorstehenden Festes zum Geleit ins Totenreich schon mehr als genug Herausforderungen vor den beiden liegen. Beispielsweise muss ein neugeborener Torwächter für seine wichtige Aufgabe an diesem Tag vorbereitet werden.
Welche Rolle mögen bei all dem wohl Kamo und seine finsteren Mitstreiter in den schwarzen Anzügen spielen?
Was ist der Grund für seine Skepsis und Abneigung gegenüber den Naturgeistern?
Viele Fragen kreisen um Yachiho und sie wird nichts unversucht lassen, die entsprechenden Antworten hierzu herauszufinden.
Einschätzung
… und leider sind diese Antworten alles andere als zufriedenstellend für mich.
Bereits in meiner Review zu Band 2 äußerte ich die Befürchtung, dass der rote Faden der Story ein wenig auf der Strecke bleibt und es hat sich bestätigt. Das Fest zum Geleit ins Totenreich wird als großes Finale im letzten Kapitel meiner Meinung nach viel zu schnell abgehandelt. Alles wirkt zu überhastet und unzureichend, um zu einem rundum gelungenen Ende zu kommen. Möglicherweise war die Mangaka Ushio Shirotori dazu terminlich oder finanziell gezwungen gewesen, anders kann ich mir das absolut nicht erklären. Ein weiterer Band wäre definitiv nötig gewesen.
Dennoch macht »Ghostly Things« davon abgesehen vieles weiterhin richtig gut und besinnt sich auf seine Stärken, welche mich von Anfang an verzaubert haben. Beispielsweise wären da die Side Plots, in denen wir stetig neue Naturgeister kennenlernen. Alle von ihnen tragen ihren Teil dazu bei, sich um uns und den blauen Planeten, auf dem wir leben zu kümmern. Würde auch nur einer von ihnen wegfallen, hätte dies fatale Folgen für das menschliche Sein oder auch das Ökosystem der Erde. Alles ist irgendwie in Symbiose miteinander verbunden. Einerseits ein wunderschön anmutender Gedanke, im gleichen Atemzug werden aber ebenso unsere Verbrechen an der Natur aufgezeigt, wenn sie teils wortwörtlich, hinter uns den Müll aufräumen müssen. Dieser Fingerzeig verebbt zwar nach Band 1 langsam, ist aber trotzdem bis zum Ende als kleine Message der Story erkennbar.
Generell ist das hier vermittelte Wissen um Naturgeister und japanische Mythologie sehr interessant. Die Erklärungen der Autorin zwischen den Kapiteln verleihen dem Ganzen noch zusätzliche Würze.
Nach wie vor kann ich insbesondere Fans des »Studio Ghibli« empfehlen, hier bedenkenlos und herzhaft zugreifen zu können. Ihr werdet es nicht bereuen.
Bemerkenswert blicke ich außerdem auf die tolle charakterliche Weiterentwicklung von Yachiho zurück. Ähnlich wie wir, stolpert sie anfangs sichtlich überwältigt in den sprichwörtlichen Kaninchenbau. Seitdem hat sich aber einiges getan. Sie hat sich vieles an Wissen angeeignet, behandelt die Wesen mit Respekt und Herzlichkeit. Gleichzeitig ist sie auch mutiger und entschlossener geworden, um für ihre Träume und Ziele zu kämpfen. All diese Dinge blieben Moro nicht verborgen. Er mag ein Geheimniskrämer und ziemlich rücksichtsloser Vielfraß sein, aber in seinem tiefsten Inneren ist sie ihm verdammt wichtig geworden und er könnte kaum stolzer auf seine Schülerin sein.
Im Falle von Kamo manifestieren sich aber leider die von mir schon angesprochenen Probleme. Wir erfahren insgesamt viel zu wenig über seine Beweggründe oder die der anderen mysteriösen Schurken. Es existiert zwar eine rührende, emotionale Rückblende in Kamos Vergangenheit, letztlich kratzt sie aber nur an der Oberfläche und kommt etwas wirr daher.
Fazit
»Ghostly Things« ist abschließend betrachtet eine schöne, fantasievolle und zum Träumen einladende Geschichte, die mir beim Lesen viel Freude bereitet. Allerdings ist das überstürzte Ende ein schwerwiegendes Handicap. Mein Ärger darüber verhindert bedauerlicherweise eine noch positivere Bewertung, welche ich dem Manga unter anderen Umständen so gerne gegeben hätte.
Hier geht es zur „Leseprobe von: Ghostly Things“!
Quelle „CARLSEN“
Wir möchten uns auf diesem Wege herzlich beim Verlag für das Rezensionsexemplar und Bildmaterial bedanken.

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