Maria the Virgin Witch Gesamtausgabe » Review
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Samantha -
28. März 2022 um 11:21 -
1.260 Mal gelesen -
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Es ist immer wieder faszinierend, wie sehr einen eine Serie überraschen kann. Schon vor einiger Zeit hätte ich den Manga zu »Maria the Virgin Witch« auf Englisch lesen können, aber aus irgendeinem Grund dachte ich, das sei bestimmt nur noch so eine 08/15 Ecchi-Komödie, und habe es gelassen. Nun hat »KAZÉ Anime« die Geschichte endlich für deutsche TV-Geräte herausgebracht und ich bereue es, mich nicht schon viel früher damit beschäftigt zu haben. Was dieses mittelalterliche Fantasy-Abenteuer zu einer ganz besonderen Überraschung macht, das erfahrt ihr hier!
Worum es bei »Maria the Virgin Witch« geht:
Frankreich und England führen einen erbitterten Krieg gegeneinander und auch alle Gebete der Welt scheinen den blutigen Konflikt nicht beenden zu können. Auch der Vater der kleinen Anne wird eingezogen, um auf dem Schlachtfeld zu kämpfen. Das macht dem Mädchen große Angst, und so bittet sie die Hexe Maria, die tief im Wald lebt und für Anns Großmutter immer wieder Medizin mischt, ihn mit ihrer Magie zu beschützen. Dies zu tun liegt ihr nicht fern, denn wenn es eine Sache gibt, welche die Hexe Maria mehr als alles andere verabscheut, dann ist es der Krieg. Und so beendet sie mit ihrer mächtigen Magie immer wieder die Kämpfe der Menschen, wann immer sie davon erfährt. Als der Bote des Grafen Guillaume, der junge Joseph, ebenfalls in die Schlacht ziehen soll, liegt es ihr ganz besonders am Herzen, das Gemetzel zu unterbinden. Dabei ist ihr unter anderem ihr Sukkubus Artemis behilflich, welche verschiedene Heerführer um den Finger wickelt, die danach zu nichts mehr in der Lage sind. Viele Menschen verdanken Maria ihr Leben, und doch ist ihr Tun nicht wenigen ein Dorn im Auge. Nicht nur Söldner, die mit Kämpfen und Plündern ihren Lebensunterhalt verdienen, und die Kirche verfluchen sie immer wieder. Eines Tages steigt der Erzengel Michael persönlich vom Himmel herab, um die Hexe dafür zu bestrafen, dass sie sich in den Lauf der Dinge einmischt. Zunächst will er ihr die magischen Kräfte nehmen oder sie gar töten, doch durch Josephs Aufopferungsbereitschaft, und vielleicht auch ein göttliches Zeichen, entscheidet er sich für eine andere Art der Bestrafung. Er verbietet ihr, ihre Magie vor den Augen der Menschen zu benutzen. Außerdem soll sie ihre Kräfte für immer verlieren, sobald sie ihre Jungfräulichkeit verliert.
Um Maria zu beobachten, lässt Michael seine Lanze Ezekiel in der Gestalt eines jungen Mädchens bei ihr.
Für die Hexe wird es immer gefährlicher, denn nicht nur die himmlische Kirche will sie an ihrem Treiben hindern. Nachdem die katholische Kirche Frankreichs sie zeitweise für ihre Zwecke benutzt, ist Pater Bernard felsenfest entschlossen, sie unschädlich zu machen. Und leider erfährt er schon sehr bald, wie er das am besten bewerkstelligen könnte, und auch alle anderen Hexen geraten immer mehr ins Visier von Militär und Kirche.
Einschätzung:
Ich kann mich wirklich nicht entsinnen, wann mich ein Ecchi-Anime das letzte Mal dermaßen begeistert und gefesselt hat. Sicher, eindeutige Zweideutigkeiten, nackte Haut und dergleichen gibt es hier wirklich zuhauf, doch diese Serie bietet noch so viel mehr als das. Ich hätte sogar beinahe einen wichtigen Termin versäumt, weil ich unbedingt sofort wissen wollte, wie es weitergeht, das erreicht man wohl nicht nur mit anzüglichen Dialogen und einer Prise Humor.
Zur historischen Korrektheit des Settings (abgesehen von der Magie natürlich), der Rüstungen und dergleichen kann ich natürlich nur bedingt einen qualifizierten Kommentar abgeben, doch meinem begrenzten Wissensstand nach macht all das einen sehr authentischen Eindruck. Diese faszinierende, detailreich gezeichnete Welt bietet die Bühne für eine unglaubliche Geschichte voller Spannung und Emotionen. Die Charaktere, von denen nicht alle auch in der Manga-Vorlage vorkommen, sind mehrdimensional und interessant. Nicht nur die Wünsche des einzelnen, auch das Konzept von Religion werden hier immer wieder auf einprägsame Weise beleuchtet, sodass man gut und gern allein über diesen Aspekt in der Geschichte lange und spannende Diskussionen führen könnte. Dazu die immer wieder auftauchende Ambivalenz im Denken und Handeln der Menschen, das Verurteilen des Unbekannten und die Tatsache, dass sich im Zweifelsfall wohl doch jeder selbst der Nächste ist. Trotz des mittelalterlichen Settings könnte man auch sagen, dass die Serie einen kritischen Blick auf die Menschheit auf ihrem aktuellen Stand wirft.
In dieser Geschichte gibt es einiges an Intrigen und ungerechter Grausamkeit, und doch gibt es immer wieder hoffnungsvolle Lichtblicke und leichtherzige bis humoristische Momente. Dieser Anime hat wirklich von allem etwas und bringt die verschiedensten Komponenten gekonnt in Einklang, das ist echt eine beeindruckende Leistung. Hier bekommt man spaßige Unterhaltung mit tiefgründigem Mehrwert und auch einer Menge Action, die bisweilen nichts für schwache Nerven ist.
Auch von technischer Seite her macht »Maria the Virgin Witch« einen sehr guten Eindruck. Mitreißende, atmosphärische Musik, detailverliebt Hintergründe, flüssige Animationen und eine gelungene deutsche Synchronisation erweckend die Geschichte erst so richtig zu Leben. Auch die meisten Charakterdesigns, besonders die der Hexen und überirdischer Wesen, gefallen mir sehr gut. Ich wüsste nicht, was ich an dieser Stelle beanstanden könnte, so ein Anime ist mir wirklich selten untergekommen.
Fazit:
Diese Fantasy-Serie verbindet Ecchi, Humor, Spannung, Emotionen und Tiefgang in einem historisch inspirierten Setting und schindet dabei eine Menge Eindruck! Eine faszinierende Geschichte, interessante Charaktere, umwerfende Schauplätze, dieser Anime hat nahezu alles und hätte gern noch länger gehen können. Ich würde ihn definitiv empfehlen!
Quelle »YouTube«
Wir möchten uns auf diesem Wege herzlich beim Publisher für das Rezensionsexemplar und das Bildmaterial bedanken.

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