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Tomie Deluxe: Es gibt kein Entkommen​ » Review

  • Frank
  • 20. Mai 2022 um 05:23
  • 671 Mal gelesen
  • 0 Kommentare

Im von mir ebenfalls rezensierten "Shiver​" wurde die tödliche Schönheit Tomie aus der Feder Junji Ito’s​​ bereits thematisiert. Jetzt widmet sich ihr ein über 700 Seiten starker Sammelband mit dem Titel "Tomie Deluxe: Es gibt kein Entkommen​", in Form verschiedener Kurz- und Langgeschichten. Wie bei allen anderen in Deutschland veröffentlichten Werken Ito’s, haben wir auch diese Veröffentlichung "CARLSEN" zu verdanken.

Worum es bei "Tomie Deluxe: Es gibt kein Entkommen​" geht:

Reiko und Yamamoto können es immer noch nicht ganz glauben und realisieren: Ihre alte Freundin Tomie ist tot. Die gesamte Klasse wohnt der Beerdigung bei. Laut offizieller Version ist ein psychopathischer Killer verantwortlich für ihr Ableben, welcher sie anschließend auch noch grausam zerstückelte. In einer Rückblende erfahren wir schnell den ...

Im von mir ebenfalls rezensierten "Shiver" wurde die tödliche Schönheit Tomie aus der Feder Junji Ito’s bereits thematisiert. Jetzt widmet sich ihr ein über 700 Seiten starker Sammelband mit dem Titel "Tomie Deluxe: Es gibt kein Entkommen", in Form verschiedener Kurz- und Langgeschichten. Wie bei allen anderen in Deutschland veröffentlichten Werken Ito’s, haben wir auch diese Veröffentlichung "CARLSEN" zu verdanken.

Worum es bei "Tomie Deluxe: Es gibt kein Entkommen" geht:

Reiko und Yamamoto können es immer noch nicht ganz glauben und realisieren: Ihre alte Freundin Tomie ist tot. Die gesamte Klasse wohnt der Beerdigung bei. Laut offizieller Version ist ein psychopathischer Killer verantwortlich für ihr Ableben, welcher sie anschließend auch noch grausam zerstückelte. In einer Rückblende erfahren wir schnell den wahren Hintergrund.

Tomie war für ihre unglaubliche Schönheit geradezu berühmt. Sie war so attraktiv, dass sie jeden Mann spielend um den Finger wickeln konnte und alle anderen Frauen sie um ihr Äußeres beneideten. Auf einer Exkursion machte das Mädchen schließlich den jungen Lehrer Takagi als Objekt ihrer Begierde aus. Sie flirtet heftig mit ihm und behauptet sogar, von dem Pädagogen geschwängert worden zu sein. In einem unbedachten Moment verliert dieser die Beherrschung und schubst Tomie, wodurch sie das Gleichgewicht verliert und tödlich zu Boden stürzt. Nach kurzer Panik beschließt die Gruppe über den Vorfall Stillschweigen zu bewahren, gemeinsam die Leiche zu zerteilen und die Stücke anschließend an mehreren Orten zu entsorgen. Doch Totgesagte leben bekanntlich länger. Nur wenige Tage nach der Beerdigung steht Tomie plötzlich unverletzt und quicklebendig vor der in Schockstarre verfallenen Schulklasse. Ihr Verhalten scheint dabei ganz normal zu sein, ohne eine Erinnerung an das Geschehene. Während einige der Schüler an einen Geist glauben, bekommen andere Panik. Als Reiko und Yamamoto ankündigen, alles gestehen zu wollen, wird seitens der übrigen Täter eine regelrechte Hetzjagd auf die beiden eröffnet, die sie nur knapp überleben. Folgenlos bleiben die traumatischen Ereignisse trotzdem nicht. Takagi und Yamamoto verfallen beide dem Wahnsinn und Reiko zieht mit ihren Eltern weit weg, um den Schatten der Vergangenheit zu entkommen. Von ihrer mysteriösen Freundin fehlt indes jede Spur.

2 Jahre später. Die an einer schweren Nierenerkrankung leidende Yukiko muss schon lange Zeit im Krankenhaus ausharren und wartet auf ein Spenderorgan mit der geeigneten Blutgruppe. Ihr Lebensgefährte Tadashi kommt sie zwar noch öfter besuchen, aber irgendwie verhält er sich seltsam abwesend. Vom Fenster aus beobachtet Yukiko ihren Freund mit einer anderen, auffallend schönen weiblichen Begleitung. Gerne würde sie da mithalten können. Überraschend sucht die Unbekannte sie im Krankenhaus auf und stellt sich als Tomie vor. Sie fordert Tadashi für sich und meint, das andere Mädchen stelle nicht im Entferntesten eine Konkurrenz für sie dar. Wütend wirft Yukiko sie daraufhin aus ihrem Zimmer.

Mittlerweile hadert Tadashi zunehmend mit der Situation und würde der gefährlichen Schönheit am liebsten den Rücken kehren, aber er kann es nicht. Irgendwas fesselt ihn fast schon hypnotisch an diese Person. In seiner Verzweiflung dreht Tadashi durch, ersticht Tomie und stellt sich der Polizei.

Unwissend ob der Verbindung zwischen ihnen finden die Ärzte bei dem Mordopfer endlich die lang erwartete Blutgruppe und transplantieren Tomie’s Niere in Yukiko’s Körper. Nicht lange nach der Operation klagt die Patientin über heftige Schmerzen. Als das Organ daraufhin wieder entfernt wird, offenbart sich den Medizinern ein grotesker Anblick: Aus der Niere wächst langsam ein neuer Mensch heran. Erst war es nur ein Kopf, aber inzwischen sind auch Arme und Beine immer deutlicher zu erkennen. Yukiko selbst macht äußerlich wie innerlich ebenso rapide Veränderungen durch. Sie wird größer, schöner, selbstbewusster und verwandelt sich Tag für Tag mehr in ein Ebenbild von Tomie.

Einschätzung

Wie bereits Eingangs erwähnt, konnten deutsche Junji Ito Fans schon in "Shiver" ein kleines Intermezzo mit Tomie erleben, genauer gesagt in "Der Maler', der dort zu meinen Höhepunkten zählte und ebenso in diesem Sammelband enthalten ist. Die von mir angeschnittene Story wiederum erstreckt sich über die ersten etwa 300 Seiten des Buches, anschließend folgen chronologisch aufeinander aufbauende Kurzgeschichten, häufig enden sie mit dem Sterben Tomie’s und ihrer anschließenden Wiedergeburt. Eine Erklärung für dieses Phänomen können auch die Ärzte des Krankenhauses nicht finden. Im Ehesten sei es noch vergleichbar mit einem Planarien, einer Plattwurmart, die sich selbst nur aus einem winzigen Stück wieder komplett regenerieren kann. Exakt dies geschieht auch mit unserer Protagonistin.

Ito meinte einmal, er wollte Tomie so schön zeichnen wie es nur möglich ist. Dies ist ihm in der Tat hervorragend gelungen, denn trotz meines Hintergrundwissens um ihre dunkle Natur, kann auch ich als Leser eine gewisse Faszination für ihre Figur nicht leugnen. Glücklicherweise nimmt es bei mir aber nicht solche krassen Ausmaße wie bei vielen der männlichen Charaktere im Manga an. Einmal ihrem Bann erlegen, werden sie praktisch zu willenlosen Marionetten und befolgen liebeskrank jeden Befehl Ihrer Gebieterin, selbst wenn es den eigenen Tod bedeutet. Zu diesem Zeitpunkt ist nur noch Tomie der Mittelpunkt ihrer Welt, der praktisch einzige Grund, zu leben und zu existieren.

Frauen agieren ihr Gegenüber häufig mit Unsicherheit und Neid. An Yukiko wird dies besonders gut verdeutlicht. Als „graue Maus“ ist sie das genaue Gegenteil von ihr. Zwar möchte sie keineswegs Tadashi an ihre Konkurrentin verlieren, fühlt sich aber auch nicht wirklich imstande, etwas dagegen zu unternehmen. Als die Transformation zu einer neuen Tomie beginnt, wird auch als Yukiko noch über ihr eigenes Bewusstsein verfügt, nichts davon kritisch betrachtet, sondern ausschließlich als positives Update deklariert. Endlich drehen sich die Männer auch nach ihr um, endlich ist sie wer. Darin steckt natürlich nicht zuletzt eine kluge Kritik an einer Gesellschaft, die pausenlos nach Perfektion und einem bestimmten Schönheitsideal strebt. Suggeriert von Werbung, Medien und Modelindustrie sollen wir uns stets als minderwertig und nicht gut genug fühlen. Ein anderes trendiges Outfit, neue Kosmetik, wenn gar nichts hilft vielleicht sogar eine Schönheitsoperation. Alles Mittel und Wege eine bessere Version unseres Selbst zu werden und genau das wünschen wir uns doch, oder? Ito mag seine Geschichten zwar in Zeiten vor Social Media geschaffen haben, dennoch passen sie erschreckend gut zu heutigen Influencern mit dieser Denkweise.

Großartiges Stilmittel sind die hässlichen Fotos mit Tomie. Egal, wie viele Schnappschüsse von ihr gemacht werden, sie sieht darauf immer wie ein abscheuliches Monster aus. Gleiches gilt für die Sequenzen, in denen sie als schleimige Masse wiederbelebt wird und einen neuen Körper kreiert.

Fans bekommen auch in diesem Werk des Gruselmeisters den gewohnten Mix aus Psycho-Horror, Body-Horror und Splatter geboten. Teilweise sind die bildlichen Darstellungen an Absurdität und Ekel kaum zu übertreffen, ein stabiler und möglichst nüchterner Magen ist daher beim Lesen empfehlenswert. :) Im selben Moment erzeugt dies aber auch eine ungeheure visuelle Intensität und Kraft, garniert mit herrlich subtil zynischem Humor zwischen den Zeilen.

Kritik gibt es einzig an einigen wenigen unfertig und „schlampig“ gezeichneten Passagen im Manga. Insbesondere im ersten Kapitel. Trübt das Vergnügen beim Schmökern schon ein wenig und mich wundert, dass es in diesem Rohzustand veröffentlicht wurde.

Fazit

Einmal mehr lese ich ein Werk von "Junji Ito" und bin restlos begeistert! "Tomie Deluxe: Es gibt kein Entkommen" präsentiert Horror, der fasziniert, anekelt und mit dem Schönheitswahn unserer Gesellschaft abrechnet.

Hier geht es zur „Leseprobe von: Tomie Deluxe: Es gibt kein Entkommen“!

Quelle „CARLSEN“

Produktdetails
Titel Tomie Deluxe: Es gibt kein Entkommen
Genres Horror
Autor/Zeichner (m/w/d) Junji Ito
Einband Taschenbuch
Altersempfehlung ab 16 Jahre
Seitenanzahl 754
Serie Einzelband
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-551-77909-0
Verlag CARLSEN
Kaufmöglichkeiten amazon / Thalia / CARLSEN

Wir möchten uns auf diesem Wege herzlich beim Verlag für das Rezensionsexemplar und Bildmaterial bedanken.

Über den Autor

Frank Anfänger
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