AnimeSzene.jp – Wir bauen für euch um
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Die neue Version wird ein Ort zum Ankommen, Stöbern und Wiederfinden – klar strukturiert, auf das Wesentliche ausgerichtet und getragen von dem, was AnimeSzene.jp ausmacht: die Inhalte, die Leidenschaft und die Menschen dahinter.
Wir arbeiten darauf hin, die neue Version bis zur zweiten Aprilwoche vollständig bereitzustellen. Dieser Zeitraum gibt uns genug Spielraum, um alle Bereiche sauber zu finalisieren – unabhängig davon, wann die Software offiziell freigeschaltet wird.
Während der Umbauphase kann es zu sichtbaren Änderungen und Anpassungen kommen. Wir danken euch für eure Geduld und freuen uns darauf, euch schon bald die neue Version präsentieren zu dürfen.
Spätestens seit Werken wie "Violet Evergarden" und "A Silent Voice" bin ich ein großer Fan der Arbeiten des Kyoto Animationsstudios. Ein Titel vom Genre Mystery/Krimi ist mir aus ihrem Hause allerdings noch nicht bekannt. Umso gespannter bin ich, was der Anime "Hyouka" aus dem Sortiment von "Koch Films" zu bieten hat.
Worum es bei "Hyouka" Vol. 1 geht:
Der Oberschüler Hotaro Oreki ist stets stoisch, gleichgültig und ausgesprochen antriebslos. Bloß nicht mehr Energiereserven als nötig zu verbrauchen, könnte man fast schon als sein Lebensmotto bezeichnen. Abgesehen von seinem Kumpel Satoshi besitzt er nicht wirklich viele soziale Kontakte. Sein sonstiger Alltag verläuft weitestgehend gewollt ereignislos und da die schulischen Leistungen absolut ausreichend sind, sieht er auch keine Veranlassung daran etwas zu ändern. Seine ältere und momentan langfristiger ins Ausland verreiste Schwester sieht das anders und bittet Hotaro inständig, in den Literatur Klassik Club der Schule einzutreten, der wegen Mitgliedermangel aufgelöst werden soll. Da sie diesem früher selbst einige Jahre angehörte, handelt es sich bei dem Wunsch um eine echte Herzensangelegenheit.
Gewohnt hoch motiviert macht sich der Eigenbrötler auf den Weg zum Clubraum und trifft dort auf Eru Chitanda, ihres Zeichens Tochter einer berühmten und wohlhabenden Farmerfamilie und ebenfalls neues Clubmitglied. Das süße Mädchen ist Wildfang und Sonnenschein in Einem und für den persönlichen Geschmack des pragmatischen Langweilers vom ersten Moment an eigentlich viel zu aufgedreht. Da der Club auch ohne sein Zutun gerettet zu sein scheint, möchte Hotaro sich gleich wieder verkrümeln, wird aber von Eru und dem inzwischen hinzugekommenen Satoshi energisch daran gehindert. Gemeinsam schaffen sie es, ihn zum Bleiben zu überreden. Die in der Bibliothek arbeitende Mayaka komplettiert schließlich das bunte Quartett.
Mit der Zeit taut Hotaro langsam auf und offenbart ein unerwartetes Talent im Lösen von Rätseln und mysteriösen Ereignissen. Eru hat einen nicht zu unterschätzenden Anteil daran und auch wenn er es sich wahrscheinlich nie eingestehen würde, fasziniert dieses verrückte Girl ihn irgendwie. Als sie ihn schließlich um ein Treffen in einem Café bittet, kommen die tatsächlichen Beweggründe für Eru’s Engagement im Literatur Klassik Club ans Licht: Ihr seit Langem in Indien spurlos verschollener Onkel war selbst vor 48 Jahren Mitglied dort und musste seinerzeit eine traumatische Erfahrung machen. Um was es sich dabei genau handelte, erfuhr seine Nichte nie und nun erhofft sie sich mithilfe von Hotaro’s Fähigkeiten endlich dieses Mysterium ergründen zu können.
Einschätzung
Um gleich mal den Bogen zu meiner Einleitung zu schlagen: Kyoto hat sich auch dieses Mal erfolgreich auf seine Stärken besinnen können. In visueller und technischer Hinsicht ist "Hyouka" geradezu famos und liefert pure Perfektion! Zeichenstil und Animationen sind einfach nur wunderschön. Hier war das Studio einmal mehr mit unglaublicher Hingabe, Talent und Liebe zum Detail am Werk. Von der Kolorierung bis zu den Licht- und Schatteneffekten gibt es unzählige hübsche Dinge und Nuancen zu entdecken, über die ich gefühlt noch eine halbe Seite lang ausgiebig schwärmen könnte. Dieser Aspekt der Serie begeistert mich!
Anerkennende Worte gelten ebenso den grundverschiedenen Hauptfiguren Hotaro und Eru. Gerade in ihrem Zusammenspiel miteinander machen die beiden so ungeheuren Spaß. Auf sympathisch charmante Art wecken sie im Zuschauer ein positives Grundgefühl, was in angenehmer Zuverlässigkeit das ein oder andere Lächeln aufs Gesicht zu zaubern weiß. Diese quirlige, so neugierige Person stellt sein Leben natürlich gehörig auf den Kopf und fördert neue Seiten und Fähigkeiten bei ihm zutage, deren er sich nicht mal selbst bislang richtig bewusst war.
Allein dieser spannenden Charakterentwicklung beizuwohnen, ist ein gutes Argument, den Anime genauer unter die Lupe zu nehmen. Das romantische Knistern zwischen ihnen wird authentisch, süß und angenehm unaufdringlich aufgebaut. Was die übrigen Clubmitglieder angeht, kann auch hier von einer Menge Sympathie gesprochen werden, wenngleich sie noch nicht so ausgereift erscheinen wie ihre Freunde. Generell harmoniert die Truppe aber wunderbar und wurde wirklich elegant geschrieben.
Anders als meine Ausführungen es bis hierhin vermuten lassen, gibt es aber leider auch nachvollziehbare Gründe, die mich an "Hyouka" massiv stören. Das schon eingangs erwähnte Genre Mystery/Krimi, verdient seinen Namen nach bisher 6 von 22 Episoden nämlich definitiv nicht. Hart formuliert hatte ich zwischendurch den Gedanken, es hier mit "Sherlock Holmes" und "Detektiv Conan" auf "Tigerenten Club" Niveau zu tun zu haben. Die Rätsel und Ermittlungen kommen erschreckend belanglos und öde daher, ein Mitraten für den Zuschauer ist nicht gegeben und erst Recht kein packender Spannungsaufbau.
Ein Beispiel:
"Oh Gott, warum hat denn der Mathelehrer diesmal den falschen Stoff in seiner Klasse unterrichtet!? Das müssen wir unbedingt herausfinden!"
Insbesondere das theatralische Ausschmücken solcher Belanglosigkeiten löste in mir fast schon Fremdschämen aus. Es fehlt allzu häufig an Dramatik und Seriosität in diesem Bereich. Der längere Arc um Eru’s Onkel ist zwar wesentlich besser gestaltet als der Rest, meine Erwartungen konnten aber selbst in diesem Fall nicht vollständig erfüllt werden.
Viel Lob verdienen dagegen die musikalische Untermalung und die ausgezeichnete deutsche Synchronisation, jede Stimme wurde ideal besetzt. Opening und Ending überzeugen mit eingängigem Pop-Rock, während Szenen im Anime passend zum ruhigen Erzähltempo mit schönen Klavier- und Streichermelodien versehen wurden.
Fazit
"Hyouka" hinterlässt bei mir insgesamt einen ambivalenten Eindruck. Der großartigen visuellen Gestaltung und den interessanten Charakteren stehen erschreckend belanglose Rätsel gegenüber, welche nun mal ein Hauptelement der Story sind. Dennoch freue ich mich auf die nächste Volume und hoffe, die Serie wird sich in diesem Aspekt noch steigern können.
Quelle »YouTube«
Wir möchten uns auf diesem Wege herzlich beim Publisher für das Rezensionsexemplar und Bildmaterial bedanken.

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