Nagomi - Der japanische Weg zu Harmonie und Lebensfreude » Review
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Stefan -
22. Juni 2022 um 07:11 -
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Willkommen in meiner Seele. Dieser kleine und kurze Satz, beschreibt genau das, was ich beim Lesen von "Nagomi - Der japanische Weg zu Harmonie und Lebensfreude" empfunden habe. Dieses Buch aus dem Hause "DuMont" welches wie "Ikigai - Die japanische Lebenskunst" von Ken Mogi verfasst wurde, erklärt auf ruhige und sachliche Art und Weise, wie es die Japaner schaffen, positive und negative Elemente des Lebens in Balance zu bringen.
Die Japaner sind bekannt für ihre Ausgeglichenheit, Kunstfertigkeit und viele andere Dinge. Wenn ich in Tokio unterwegs bin, fällt mir das immer wieder auf. Schon allein wenn man mit der U-Bahn unterwegs ist, bewunder ich jedes Mal die Japaner. Ich habe mich oft gefragt, wo die ihre Ruhe hernehmen? Und genau diese Lebensphilosophie, die sich Nagomi nennt, wird in dem mir vorliegenden Buch verständlich erklärt.
Ich könnte jetzt an dieser Stelle anhand des Buches erklären, was Nagomi ist, werde aber darauf verzichten. Vielmehr möchte ich davon erzählen, dass dieses Buch, obwohl es in gewisser Weise wissenschaftlich erzählt wird, mit Abstand das leichteste Buch war, was ich je gelesen habe. Obwohl in diesem Buch alles sehr genau und detailliert erklärt wird, ich hatte überhaupt keine Probleme, es zu lesen. Dieses Gefühl, was ich beim Lesen hatte, habe ich auch meiner Frau erklärt. Ich sagte zu ihr, ich habe das Gefühl, in meiner Seele zu lesen. Denn das, was Nagomi für die Japaner ist, ist das, was tief in mir ruht.
Mein Ziel war und ist es, eine Balance zwischen dem normalen Berufsleben und dem, was ich wirklich möchte zu erreichen. Im Prinzip ist genau das der Grundgedanke hinter Nagomi. Um mein Ziel zu erreichen, habe ich vor vielen Jahren angefangen, eigene Projekte zu entwickeln, wie animeszene.de. In den Jahren habe ich aber bemerkt, dass ich auch das normale Berufsleben in Einklang bekommen muss, weil ich unglücklich war. Ich habe bemerkt, dass ich eine Symbiose erreichen möchte, zwischen dem, was ich muss und zwischen dem, was ich will. Das bedeutete für mich, ich muss einen Beruf finden, in dem ich sein kann, wie ich bin. Wenn ich das schaffen würde, dann würde das, was ich wirklich möchte, unter anderem den Ausbau des Projektes animeszene.de, viel leichter von der Hand gehen, weil ich im normalen Leben glücklich bin.
Anhand meiner Erklärung merkt man, wie schwierig dieses Thema eigentliches ist. Wie soll man etwas erklären, was eigentlich selbstverständlich sein sollte, aber dennoch für viele unerreichbar? Das hat der Autor Ken Mogi ziemlich gut hinbekommen. Er hat sich verschiedene Bereiche, die zum Alltag gehören, bedient, um uns diese Lebensphilosophie näherzubringen. Man liest dieses Werk und fängt an zu denken. Man liest die einzelnen Bereiche und fängt an zu hinterfragen. Man liest gewisse Dinge und fängt an zu vergleichen. Und die Frage die zurückbleibt ist, warum leben wir nicht so wie die Japaner? Warum müssen wir in einer Ellenbogengesellschaft leben, wo sich jeder der nächste ist? Warum können wir nicht wie die Japaner es einfach mal gut sein lassen, nur um die Harmonie zu wahren? Sind wir dazu einfach nicht fähig? Ich kann für mich sagen, ich bin es. Ich überlege erst bevor ich rede und Wege ab, ob es Sinn ergibt Dinge anzusprechen oder nicht.
Ich finde es faszinierend, dass Nagomi auch im Bereich des Essens angewandt wird. Dass die japanische Küche absolut lecker ist, brauche ich nicht mehr erklären. Darüber habe ich mich schon in unzähligen Beiträgen hier auf animeszene.de ausgelassen. Und dennoch, fand ich es sehr spannend zu lesen, warum das Essen überhaupt so anders ist. Dabei wird beim Kochen eigentlich nichts Besonderes gemacht, außer dass die Lebensmittel in ihren Eigenschaften viel mehr berücksichtigt werden als bei uns. D. h., die Lebensmittel werden wie in einer Komposition zusammen geführt. Bei uns geht man davon aus, schmeckt, passt, reicht. Mit Esskultur hat das nicht wirklich was zu tun. Und selbst wenn das Essen in Deutschland geschmackvoll auf dem Teller serviert wird, ist es dennoch völlig anders als das, was man in Japan zu essen bekommt. Erfreulicherweise hält auch in Deutschland Nagomi ganz langsam Einzug. Das ist hocherfreulich, da man in der Zukunft dann nicht gezielt um die halbe Welt fliegen muss, um ordentlich zu essen.
Ich finde das Buch Nagomi, sollte man sich auf jeden Fall einmal ansehen. Egal, ob man an dem Thema interessiert oder nicht, man wird was aus diesem Werk mitnehmen. Und selbst wenn es einfach nur das innehalten ist, das Genießen des Moments, dann hat es sich schon gelohnt. Man wird definitiv nach dieser Lektüre einige Dinge in seinem Leben ändern, um die weiter oben erwähnte Balance zwischen negativen und positiven Elemente des eigenen Lebens zu erreichen. Wirklich jeder, kann aus diesem Buch etwas lernen.
Wir möchten uns auf diesem Wege herzlich beim Verlag für das Rezensionsexemplar und Bildmaterial bedanken.

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