AnimeSzene.jp – Wir bauen für euch um
Wir haben mit dem umfassenden Umbau unserer Webseite begonnen. Ziel ist eine moderne, schnellere und klar strukturierte Plattform, die unserer Community langfristig mehr Möglichkeiten bietet.
Im Zuge dessen entsteht auch das neue Itasha‑DACH‑Forum, der zentrale Treffpunkt für alle Enthusiasten aus Deutschland, Österreich und der Schweiz.
Da der vollständige Datenimport in die neue Version bereits abgeschlossen ist, werden in dieser Übergangsphase keine neuen Inhalte mehr in die aktuelle Version eingepflegt. Alle neuen Funktionen und Inhalte erscheinen direkt im neuen System.
Die neue Version wird ein Ort zum Ankommen, Stöbern und Wiederfinden – klar strukturiert, auf das Wesentliche ausgerichtet und getragen von dem, was AnimeSzene.jp ausmacht: die Inhalte, die Leidenschaft und die Menschen dahinter.
Wir arbeiten darauf hin, die neue Version bis zur zweiten Aprilwoche vollständig bereitzustellen. Dieser Zeitraum gibt uns genug Spielraum, um alle Bereiche sauber zu finalisieren – unabhängig davon, wann die Software offiziell freigeschaltet wird.
Während der Umbauphase kann es zu sichtbaren Änderungen und Anpassungen kommen. Wir danken euch für eure Geduld und freuen uns darauf, euch schon bald die neue Version präsentieren zu dürfen.
Auch wenn ich aktuell mit meinen Gedanken ganz woanders bin, möchte ich mir dennoch die Zeit nehmen und dir den Zweiteiler „Unlucky Young Men“ vorstellen. Im Vertrieb ist dieser sehr anspruchsvolle Zweiteiler bei „CARLSEN“.
Worum es in „Unlucky Young Men“ geht:
Die Geschichte spielt Ende der 60er, Anfang der 70er-Jahre, in jener Zeit, in der unter anderem der „Vietnamkrieg“ geführt wurde. In einer Zeit, in der alte Werte mit der modernen Welt kollidierten.
Wie jedes andere Land auch leidet Japan immer noch an den Nachwirkungen des Zweiten Weltkriegs. Auch wenn sich das Land im Aufbau befindet, schon allein die Präsenz der Amerikaner erinnert alle immer wieder daran, dass dieses schreckliche Ereignis noch gar nicht so lange her ist. Während sich die Alten nach wie vor die Wunden lecken, erhebt sich die Jugend, um aus diesem Teufelskreis auszubrechen. Überall an den Universitäten bilden sich kommunistische Vereinigungen, die sich inhaltlich auf Lenin und Mao beziehen. Ihr Ziel: Revolution! Straßenschlachten sind an der Tagesordnung.
In dieser schweren Zeit lebt N, ein junger Mann, der schon vier Morde begangen hat, was allerdings niemanden so wirklich zu stören scheint. Er macht die Bekanntschaft von T, einem Mann, der sich gerne als Regisseur versuchen möchte. Sein Plan ist der Erwerb einer Super-8-Kamera, mit der er den Film „Unlucky Young Men“ drehen möchte. Der Dreh des Filmes ist nicht alles, was T so vorschwebt. Vielmehr besteht sein Ziel darin, den Film mit einem Raub zu verknüpfen, der allen Beteiligten 300 Millionen Yen einbringen soll.
N, der von T in sein Vorhaben eingeweiht wurde, hält die Idee für gut. Nicht, weil er das Geld haben möchte, er tut es für seine Freundin Yoko, damit sie endlich aus dem Teufelskreis der Studentenbewegungen ausbrechen kann und weil sie schwer krank ist.
In einer Zeit, in der alles den Bach herunterzugehen scheint, solch ein Ding zu drehen, ob das gut geht? Auf der anderen Seite ist es auch egal, ob es klappt oder nicht. Schließlich hat niemand etwas zu verlieren …
Gedanken:
Der Klappentext lässt vermuten, dass es sich bei diesem Werk um eine Art Gangsterstory handeln könnte. Weit gefehlt. „Unlucky Young Men“ ist alles andere als dies. Es ist vielmehr eine Art Kombination aus Thriller, Psycho und Kulturgeschehen, was auch das erklärte Ziel des Autors war. So wurde im Vorfeld viel Recherche betrieben. Viele der Personen gab es in abgewandelter Form. Verbrechen, die in der Geschichte behandelt werden, gab es. So etwa der „300-Millionen-Yen-Raub“, der nie aufgeklärt wurde. Dies alles macht “„Unlucky Young Men“ zu einer sozialkritischen Publikation, wie ich sie bisher noch nie in dieser Art gelesen habe.
„Unlucky Young Men“ ist wahrlich keine leichte Kost. Ich habe die 368 Seiten über zwei Wochen hinweg gelesen, weil alles so düster und depressiv wirkte. Auf der anderen Seite war diese düstere und depressive Erzählweise, welche von den Bildern hervorragend getragen wurde, genau das, was mich faszinierte. Ich wollte wissen, wie es weitergeht, obwohl es mich in gewisser Weise anwiderte, wie sich der eine oder andere Protagonist entwickelte. Auch war ich neugierig auf das Japan dieser Zeit. Weit vor der technischen Glitzerwelt, so wie wir das Land der aufgehenden Sonne heute kennen.
Fazit:
„Unlucky Young Men“ ist ein ganz spezielles Machwerk, das nicht für jedermann geeignet ist. Besonders nicht für Menschen, die ohnehin schon an Depressionen leiden. Die ganz spezielle Story, der geschichtliche Hintergrund, die düstere Zeit, die Hoffnungslosigkeit und vor allem die Gleichgültigkeit einiger Protagonisten sind mit Sicherheit nicht jedermanns Sache. Allerdings faszinieren genau die zuvor erwähnten Punkte dermaßen, dass man gar nicht anders kann, als von der ersten bis zur letzten Seite die Story zu verfolgen.
Ein Blick lohnt sich auf jeden Fall.
Hier geht es zur »Leseprobe von: Unlucky Young Men«!
Quelle »CARLSEN«
Wir möchten uns auf diesem Wege herzlich beim Verlag für das Rezensionsexemplar und Bildmaterial bedanken.

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