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Poison City aus der Sicht einer Mangaka

  • Samantha
  • 23. Oktober 2022 um 12:28
  • 481 Mal gelesen
  • 0 Kommentare

Mit „Poison City“ bietet mir „CARLSEN“ eine zweiteilige Manga-Serie, die mir am Herzen liegt. Sie interessiert mich einfach. Vermutlich aus dem Grund, da ich selbst zeichne und Geschichten schreibe.

Worum es bei „Poison City“ geht:

Was ist schon eine Horror- oder Psychothriller-Story ohne ein wenig grafische Ausschweifung in Bezug auf die wörtlichen inneren Werte und dergleichen. Ein wenig Blut hier, eine Leiche mit grotesk verzerrtem Gesichtsausdruck da, ein paar sich an toten Menschen labende Kannibalen dort, dadurch kommt die Atmosphäre doch erst so richtig zur Geltung.

Man stelle sich einmal vor man wäre Mangazeichner und hätte die Vision eine schockierende Geschichte zu erzählen, vielleicht noch ...

Mit „Poison City“ bietet mir „CARLSEN“ eine zweiteilige Manga-Serie, die mir am Herzen liegt. Sie interessiert mich einfach. Vermutlich aus dem Grund, da ich selbst zeichne und Geschichten schreibe.

Worum es bei „Poison City“ geht:

Was ist schon eine Horror- oder Psychothriller-Story ohne ein wenig grafische Ausschweifung in Bezug auf die wörtlichen inneren Werte und dergleichen. Ein wenig Blut hier, eine Leiche mit grotesk verzerrtem Gesichtsausdruck da, ein paar sich an toten Menschen labende Kannibalen dort, dadurch kommt die Atmosphäre doch erst so richtig zur Geltung.

Man stelle sich einmal vor man wäre Mangazeichner und hätte die Vision eine schockierende Geschichte zu erzählen, vielleicht noch mit einem gesellschaftskritischen Hintergrund, der nur durch die Nutzung extremer Stilmittel seine gewünschte Wirkung erzielen könnte. Wäre es nicht furchtbar, sich in allem einschränken zu müssen, seine eigene Geschichte bis zur Unkenntlichkeit abändern zu müssen, auf dass sie einem selbst nicht mehr gefällt und sodass jede persönliche Note verloren ginge?

Man stelle sich einmal vor, man wäre Mangazeichner und sähe im Fernsehen einen Beitrag über einen grausamen Mord, der sich zugetragen hatte, über einen jungen Menschen, der einen anderen zu Tode gefoltert hat, auf fast identische Weise wie es in einem von uns gezeichneten Manga geschehen ist. Wäre es nicht furchtbar erfahren zu müssen, dass im Zimmer des Mörders unter anderem ein Exemplar des eigenen Werkes sichergestellt wurde und sich dem Verdacht stellen zu müssen, dass man in gewisser Weise selbst jemanden zu einer solchen Tat inspiriert hat?

Der 32-jährige Zeichner Mikio Hibino möchte seine Geschichte mit dem Arbeitstitel „Dark Walker“ im Magazin Young Junk veröffentlichen, doch obwohl sein Redakteur begeistert ist, steht der Veröffentlichung so einiges im Wege. Da seit einiger Zeit das sogenannte Schriften-Bereinigungsgesetz galt, war es kaum möglich Horrorstorys zu veröffentlichen, die grafische Gewalt oder andere, möglicherweise jugendgefährdende Inhalte zeigten. Mikio lebte lange Zeit recht abgeschieden vom allgemeinen Weltgeschehen und bemerkte erst viel zu spät, wie alles sich veränderte und wie Zensur mehr und mehr die Oberhand gewann. Unabhängig vom Kontext wird alles, was auch nur im Entferntesten gefährdend sein könnte, beseitigt. Auch andere Mangaka und auch Autoren sind von der neuen Regelung betroffen und sehen sich mit starken Einschränkungen und schwerwiegenden Sanktionen konfrontiert.

Einschätzung:

Gerade jemandem wie mir, der mit dem Gedanken spielt, selbst Manga zu veröffentlichen, geht eine solche Geschichte nahe, auf vielfältige Weise. Wenn ich mir vorstelle, einer derart extremen Zensur zu unterstehen, während ich versuche eine Geschichte umzusetzen … Nein, eigentlich möchte ich mir das überhaupt nicht vorstellen.

Noch authentischer wird es für mich dadurch, dass immer wieder Manga-Seiten aus den Geschichten des Protagonisten eingebracht werden. Einerseits wirken sie wie ein direkter Bestandteil der Geschichte, andererseits sind sie doch offensichtlich ein eingefügtes Element, was zum Beispiel dadurch deutlich wird, dass überstehende Ränder noch nicht entfernt wurden und dergleichen. Mancher merkt erst beim zweiten Hinsehen, dass es sich hierbei um Seiten eines Manuskripts von Mikio handelt.

Ich war auch erstaunt am Ende zu lesen, dass Tetsuya Tsutsuis Manga „Manhole“ in der Präfektur Nagasaki, aus zum Teil völlig absurden Begründungen heraus, auf den Index gesetzt wurde. Aber natürlich, wenn die zuständige Kommission sich nur eine knappe Minute pro Manga lässt, um dessen Inhalt zu erfassen und zu bewerten, was erwartet man? Und das Beste: Der Mangaka hat von dieser Entscheidung erst circa 4 Jahre später erfahren. Ganz großes Kino.

Letztlich kann ich sagen, dass mich der Manga auf eine ganz eigene Art gefesselt hat, sodass ich es kaum erwarten kann den abschließenden zweiten Band in die Hand zu nehmen.

Fazit:

Auf einprägsame Weise erzählt „Poison City“ von einer möglichen Zukunftsvision, in der die Freiheit des Ausdrucks nahezu gänzlich den Ketten der Zensur übergeben wird. Ein faszinierender Zeichner-Thriller!

Hier geht es zur »Leseprobe von: Poison City«!

Quelle »CARLSEN«

Produktdetails
Titel Poison City
Genres Drama
Autor/Zeichner (m/w/d) Tetsuya Tsutsui
Einband Taschenbuch
Altersempfehlung ab 15 Jahre
Seitenanzahl 244
Serie Poison City
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-551-71477-0
Verlag CARLSEN
Kaufmöglichkeiten amazon / Thalia / CARLSEN

Wir möchten uns auf diesem Wege herzlich beim Verlag für das Rezensionsexemplar und Bildmaterial bedanken.

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