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Während der Umbauphase kann es zu sichtbaren Änderungen und Anpassungen kommen. Wir danken euch für eure Geduld und freuen uns darauf, euch schon bald die neue Version präsentieren zu dürfen.
Kann eine gestandene Frau etwas von einem Kind lernen? Auf diese und andere Fragen will die Manga-Serie „My Boy“ von Hitomi Takano dem geneigten Leser eine Antwort geben. Und nicht nur das, es werden sogar die grauen Zellen durch moralische Fragen ordentlich angeheizt. Dass diese anspruchsvolle Serie im deutschsprachigen Raum veröffentlicht wird, haben wir „Manga Cult“ zu verdanken.
Worum es in „My Boy“ geht:
Die 30-jährige Satoko arbeitet in einem Sportunternehmen, wenn ich das richtig behalten habe. Sie ist noch nicht verheiratet und überhaupt hadert sie mit ihrem Leben. Aus ihrer Sicht ist sie an einem absoluten Tiefpunkt angekommen. Ihr Leben könnte nicht langweiliger sein. Als wäre das noch nicht genug, ist ihr Ex-Freund auch noch ihr Vorgesetzter.
Eines Abends, als sie nach Hause geht, sieht sie ein Kind auf der anderen Seite mit einem Fußball spielen. Einige Tage später kommen sie ins Gespräch. Am Anfang dachte sie noch, dass ER ein Mädchen sei, da das Gesicht des Kindes einfach nur schön ist. Als sie dann bemerkt, dass es sich doch um einen Jungen handelt, war es schon etwas peinlich. Zum Glück war ja noch der Fußball da, mit dem der Junge spielt. Eine vielversprechende Möglichkeit, das Gespräch in einer anderen Richtung zu lenken.
Mashu, so heißt der Junge, möchte gerne als Stammspieler in einer Fußballmannschaft aufgenommen werden. Um dieses Ziel zu erreichen, trainiert er jeden Tag. Leider macht er viele Fehler, sodass sich Satoko entschließt ihm einiges beizubringen. Sie hat nämlich seinerzeit in einer Frauenfußballmannschaft gespielt.
Mit der Zeit entwickelt sich zwischen den beiden eine Art Freundschaft. Satoko fragt sich immer wieder, ob dies moralisch überhaupt o. k. ist? Schließlich ist der Junge ein fremder für Sie und erst 12 Jahre alt. Da sich die beiden benötigen, unter anderem auch aus mentalen Gründen, gibt es aus meiner Sicht keinen anderen Weg, als alles mitzunehmen, was der andere bereit ist zu geben.
Ein Zitat des zwölfjährigen, als er Satoko in die Arme nimmt und tröstet:
Meine Mutter meinte, man soll dem Herzklopfen eines anderen lauschen, wenn man traurig ist.
Einschätzung:
Es gibt viele Autoren m/w/d, die sich an Tiefgründigkeit versuchen, nur wenige schaffen es. Hitomi Takano hat es aus meiner Sicht diese Herausforderung vortrefflich gemeistert. Die Figuren wachsen ein schnell ans Herz. Das liegt zum einen an den ausdrucksstarken Gesichtern und der geschickt eingesetzten Portion an Melancholie. Ich mag keine depressiven Menschen, die ins Selbstmitleid verfallen, unterscheide hier aber ganz klar. Auch wenn die beiden Protagonisten sich selbst bemitleiden, ist dieses Selbstmitleid anders, als das, was einem in regelmäßigen Abständen im realen Leben begegnet. Für mich sind die beiden einfach nur einsam. Sie benötigen einander, wobei das Alter keine Rolle spielen darf.
Bedeutet Alter Weisheit? Die Antwort lautet ganz klar, NEIN! Natürlich ist Mashu erst 12 Jahre alt, aber so wie er dargestellt wird, hat er schon einiges erlebt und ist als logische Konsequenz reifer als seine Altersgenossen. Genau so erging es mir seinerzeit. Meine Kindheit war geprägt von Gewalt, Entbehrung und andere unschöne Dinge. Auch ich war gezwungen, früh erwachsen zu werden. Diese Erfahrung hilft ungemein beim Verstehen dieser Geschichte. Alter spielt keine Rolle.
Ich bin gespannt, wie es weitergehen wird. Zum einen haben wir eine gestandene Frau und dem gegenüber steht als Kontrast ein zwölfjähriger, der Kind und Erwachsener zugleich ist. Mal schauen, was die Autorin aus dieser Geschichte letztlich macht und wie weit sie geht.
Fazit:
Die Manga-Serie „My Boy“ könnte nachdenklicher nicht sein. Die traurige, sehr melancholische Geschichte geht richtig ans Herz. Sie kann nur verstanden werden, wenn mit Herz gelesen wird. Eine oberflächliches darüber lesen wird dieser Geschichte nicht gerecht.
Hier geht es zur »Leseprobe von: My Boy«!
Quelle: »Manga Cult« (Cross Cult)
Wir möchten uns auf diesem Wege herzlich beim Verlag für das Rezensionsexemplar und Bildmaterial bedanken.

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