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MPD Psycho » Review

  • Frank
  • 5. Januar 2023 um 05:15
  • 635 Mal gelesen
  • 0 Kommentare

AnimeSzene.jp – Wir bauen für euch um

Wir haben mit dem umfassenden Umbau unserer Webseite begonnen. Ziel ist eine moderne, schnellere und klar strukturierte Plattform, die unserer Community langfristig mehr Möglichkeiten bietet.

Im Zuge dessen entsteht auch das neue Itasha‑DACH‑Forum, der zentrale Treffpunkt für alle Enthusiasten aus Deutschland, Österreich und der Schweiz.

Da der vollständige Datenimport in die neue Version bereits abgeschlossen ist, werden in dieser Übergangsphase keine neuen Inhalte mehr in die aktuelle Version eingepflegt. Alle neuen Funktionen und Inhalte erscheinen direkt im neuen System.

Die neue Version wird ein Ort zum Ankommen, Stöbern und Wiederfinden – klar strukturiert, auf das Wesentliche ausgerichtet und getragen von dem, was AnimeSzene.jp ausmacht: die Inhalte, die Leidenschaft und die Menschen dahinter.

Wir arbeiten darauf hin, die neue Version bis zur zweiten Aprilwoche vollständig bereitzustellen. Dieser Zeitraum gibt uns genug Spielraum, um alle Bereiche sauber zu finalisieren – unabhängig davon, wann die Software offiziell freigeschaltet wird.

Während der Umbauphase kann es zu sichtbaren Änderungen und Anpassungen kommen. Wir danken euch für eure Geduld und freuen uns darauf, euch schon bald die neue Version präsentieren zu dürfen.

Manchmal gibt es Manga-Klassiker, die bereits teils vor Jahrzehnten in Japan erschienen sind, aber jetzt erst den Weg in die deutschen Regale gefunden haben. Ein solches Beispiel ist „MPD Psycho“ von dem „CARLSEN MANGA“ Sublabel „HAYABUSA“, der erstmals 1996 im Reich der aufgehenden Sonne verlegt wurde.

Worum es bei „MPD Psycho“ geht:

Yosuke Kobayashi arbeitet als angesehener und aufstrebender Polizist in der Mordkommission. Zurzeit bestimmt ein besonders makaberer Fall seine Ermittlungen, in denen der Täter die ausschließlich weiblichen Opfer präpariert, ja regelrecht wie ein Kunstwerk zur Schau stellt. Die letzte bekannte Tote wurde nackt und enthauptet an einer Brücke aufgehängt, während der Kopf mit dem Blick nach oben exakt darunter positioniert war ...

Manchmal gibt es Manga-Klassiker, die bereits teils vor Jahrzehnten in Japan erschienen sind, aber jetzt erst den Weg in die deutschen Regale gefunden haben. Ein solches Beispiel ist „MPD Psycho“ von dem „CARLSEN MANGA“ Sublabel „HAYABUSA“, der erstmals 1996 im Reich der aufgehenden Sonne verlegt wurde.

Worum es bei „MPD Psycho“ geht:

Yosuke Kobayashi arbeitet als angesehener und aufstrebender Polizist in der Mordkommission. Zurzeit bestimmt ein besonders makaberer Fall seine Ermittlungen, in denen der Täter die ausschließlich weiblichen Opfer präpariert, ja regelrecht wie ein Kunstwerk zur Schau stellt. Die letzte bekannte Tote wurde nackt und enthauptet an einer Brücke aufgehängt, während der Kopf mit dem Blick nach oben exakt darunter positioniert war.

Nachdem Yosuke dem Täter im Fernsehen aufgefallen ist, schickt dieser ihm ein persönlich an den Kommissar adressiertes Paket, direkt ins Revier. Zum Entsetzen aller, enthält dieses Yosuke’s Freundin Chizuko, zusammengeschnürt und mit teilweise abgetrennten Gliedmaßen, um in den Karton hineinzupassen. Der junge Kriminalbeamte erleidet daraufhin einen völligen psychischen Zusammenbruch, welcher verschiedene multiple Persönlichkeiten in ihm hervorruft.

In einer seiner anderen Identitäten tötet er augenscheinlich Chizuko und auch der Serienmörder wird nach einer atemlosen Verfolgungsjagd von ihm unbewaffnet über den Haufen geschossen. Yosuke Kobayashi kommt daraufhin ins Gefängnis, wobei das eigentlich faktisch nicht korrekt ist, denn diese Person ist seit den Ereignissen nie wieder zum Vorschein gekommen.

Seine Hauptidentität nennt sich fortan Kazuhiko Amamiya.

Die Staatsanwaltschaft betrachtet Amamiya’s Erkrankung als Schauspiel. Eine Hypnosetherapie, die das Ganze möglicherweise belegen könnte, wird vom Häftling abgelehnt.

In der ebenfalls in der Mordkommission beschäftigten Polizistin Machi Isono findet sich praktisch der einzige Mensch, welcher noch an eine Resozialisierung des ehemaligen Cops glaubt. Als eine Entlassung auf Kaution angestrebt wird, möchte Machi das herausragende Talent des Profilers für geheime Ermittlungen nutzen.

Im weiteren Verlauf bekommen sie es mit einer ganzen Reihe von Serienmorden zu Tun und ein schrecklicher Verdacht steht im Raum:


Steckt eine von Amamiya’s Persönlichkeiten etwa noch tiefer im organisierten Verbrechen, als es dem Duo bislang klar war?

Einschätzung:

Allein schon die hier geschilderte Ausgangssituation hat mich restlos begeistert. In diesem Pulk aus verschiedenen Charakteren innerhalb einer Person ist Kazuhiko Amamiya definitiv der Good Guy. Sobald er bemerkt, dass es offensichtlich Seiten seines Wesens gibt, die kriminelle Handlungen begehen, ermittelt er sozusagen gegen sich selbst, um in Zukunft schlimmeres verhindern zu Können. Auf diese kreative Idee baut die gesamte Handlung auf, welche mich von der ersten Seite fesselte.

Seine dissoziative Persönlichkeitsstörung macht den Protagonisten hochinteressant und vor allem vielschichtig, ohne sich als Leser komplett auf seine Seite schlagen zu können. Schließlich bleibt auch uns verborgen, welche dunklen Geheimnisse und seelischen Abgründe sich noch in diesem mysteriösen Typen befinden könnten.

Machi wirkt im Kontrast zu ihm sehr klar, charakterlich gefestigt und idealistisch, mit einem starken Gerechtigkeitsempfinden. Das zwischenmenschliche Zusammenspiel der beiden sowie ihre Dialoge sind weitere Höhepunkte in „MPD Psycho“. Auflockerung erhält die Geschichte durch Machi’s kleine, ziemlich pubertäre und vorlaute Schwester Miwa.

Sie sorgt in der sehr düsteren Atmosphäre immer wieder für angenehme Comic Relief-Momente.

Generell bietet der Manga aber nur wenig Platz für Glücksgefühle und Spaß.

Man wird mit den kranken Perversionen zahlreicher Serienmörder konfrontiert. Das Blut fließt reichlich und gut in Szene gesetzt. Die Altersempfehlung ab 18 Jahren ist daher mehr als berechtigt und man sollte sich beim Lesen unbedingt auch psychisch stabil und gefestigt fühlen.

An der ein- oder anderen Stelle war die Handlung für meinen Geschmack etwas zu sprunghaft und unübersichtlich, was nicht zuletzt an den diversen Identitäten Amamiya’s gelegen hat. Ich bin aber zuversichtlich, dass dieses Manko in den nächsten Bänden behoben werden könnte, wenn wir mehr Kontext und Hintergründe zu einigen Szenen bekommen werden.

Für die optische Aufmachung muss Hayabusa indes einmal mehr ein großes Lob ausgesprochen werden. Das Titelbild ist schlicht, aber doch einprägsam und beklemmend, der Einband stabil und die dicken Seiten sorgen für eine hohe Reißfestigkeit.

Die schon im Manga erwähnten harten Kontraste und weichen Farbtöne vom Zeichenstil passen ausgezeichnet zum Genre des Psycho-Thrillers.

Fazit:

Ich bin überzeugt, „MPD Psycho“ wird auch nach mehr als 25 Jahren eine neue Generation von Lesern für sich begeistern können. Die ausgeklügelte, vielschichtige, aber auch brutale Story ist absolut zeitlos.

Fans des Films „Sieben“ oder der Serie „Hannibal“ (zu denen ich mich auch zähle), kommen hier definitiv auf ihre Kosten.

Hier geht es zur »Leseprobe von: MPD Psycho«!

Quelle: »HAYABUSA« (CARLSEN)

Produktdetails
Titel MPD Psycho
Genres Psychothriller, Horror
Autor/Zeichner (m/w/d) Eiji Otsuka, Sho-u Tajima
Einband Taschenbuch
Altersempfehlung ab 18 Jahre
Seitenanzahl 368
Serie MPD Psycho
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-551-62271-6
Verlag HAYABUSA (CARLSEN)
Kaufmöglichkeiten amazon / Thalia / HAYABUSA (CARLSEN)

Wir möchten uns auf diesem Wege herzlich beim Verlag für das Rezensionsexemplar und Bildmaterial bedanken.

Über den Autor

Frank Anfänger
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