Rezensionen / Review zum Anime » Maria, the Virgin Witch

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  • Ich habe mir für dich die erste Box der Animeserie »Maria, the Virgin Witch«, welche bei »KAZÉ« erschienen ist, angesehen. Eine echt witzige Fantasy-Serie die durch ernsten als auch witzigen Inhalt zu überzeugen weiß.

    Worum es bei »Maria, the Virgin Witch« geht:

    Maria ist eine alte schrullige Hexe, die irgendwo im Wald in einem Haus lebt und dort ihr Unwesen treibt. Sie verflucht die Menschen, isst kleine Kinder und …

    In Wahrheit ist Maria eine junge Hexe, die freundlich ist zu jenen die es nötig haben und schrecklich zu denen die nur Unheil verbreiten. Maria hasst unter anderem den Krieg. Wo sie nur kann, versucht sie selbigen zu verhindern. So hat sie sich extra einen weiblichen Helfer erschaffen, der in ihrem Auftrag Feldherren den Kopf verdreht.

    Männer und schöne Frauen, da sitzt so manche Zunge locker. Das nutzt Maria gerne aus. Sie freut sich über jeden Erfolg. Das wiederum gefällt dem Erzengel Michael überhaupt nicht. Er findet als Gottes Vertreter den Krieg auch nicht schön, ist aber der Meinung, dass sich niemand in die Geschehnisse der Welt einzumischen hat. Das wiederum bringt Maria tierisch auf die Palme. Es kommt zur Konfrontation zwischen den beiden Kontrahenten.

    Maria plagt sich noch mit einem weiteren, sehr wichtigen, absolut lebensnotwendigen Problem herum. So sehr sie sich auch bemüht, sie weiß einfach nicht wie sie es lösen soll. Sie ist nämlich noch Jungfrau! Und ihre blöde Gehilfin, die ja nun Tag und Nacht auf Sexeinsatz ist, hat nichts besseres zu tun als sie damit aufzuziehen. Es wird wirklich Zeit, dass Maria endlich ihre Unschuld verliert. Da gibt es allerdings … naja … ein klitzekleines Problemchen.

    Was ich von der Story halte …

    Ha ha, das nenne ich mal eine witzige, wenn auch etwas anstrengende Idee. Witzig finde ich, dass Maria als Hexe noch so jung ist. Witzig finde ich auch, dass ihre Dienerin ihr so richtig schön unverblümt fast täglich auf das Butterbrot schmiert, wie unerfahren sie doch ist und dass sie doch endlich mal ordentlich Sex haben soll. Schwierig finde ich hingegen die doch sehr ernste Story, die den Rest der Geschichte ausmacht. So geht es zum Beispiel um die Kirche. An ihr wird schon irgendwie Kritik geübt. Dann die Tatsache dass Kriege einfach sinnlos sind. Und es geht um die Verzweiflung jener, die nicht in den Krieg wollen aber müssen. Dies alles in Kombination wirkt irgendwie schwierig. Du möchtest dich auf der einen Seite über das Dilemma in dem Maria steckt (ihre Jungfräulichkeit) amüsieren, kannst es aber nicht, weil der Rest der Geschichte im krassen Kontrast steht.

    Der krasse Kontrast ist aber auch wiederum das, was »Maria, the Virgin Witch« so interessant macht. Man möchte die Story einfach verfolgen und (!) verstehen. Denn wenn man sich mit der Kirche und deren Hintergrund ein wenig auskennt, dann erkennt man den Sinn hinter der Story. Wer war Maria?

    Zeichnerisch kann diese Serie auf ganzer Linie überzeugen. Die Monster, die Maria beschwört, sind zum Beispiel sehr detailreich dargestellt. Ein Augenschmaus für jeden Fantasy-Fan.

    Was mir persönlich auch gefällt, der Manga ist zur Serie identisch. Anders als sonst üblich wurde die Geschichte so gut wir gar nicht abgewandelt. Das gefällt. Du kannst dich also entscheiden, ob du die Serie schauen oder lesen willst. Beides zusammen erhältst du in einer »limitierten Auflage«.



    Quelle »youtube«.

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Kommentare 4

  • MisterAssassin -

    Nur mal was nebenbei, denn ich habe den Anime auch erst noch vor zu sehen. Was ich aber weiß ist, das die kampfszenen und kriege die realistischste darstellung eines schlachtfeldes ist das du in fiktionalen medien sehen kannst. Es ist ein armutszeugnis für andere filme und serien, ist aber leider wahr.

    • Stefan -

      Ich muss gestehen, das ich da nicht so drauf geachtet habe. Obwohl, es könnte hinkommen.

    • MisterAssassin -

      Ich könnte einen Thread aufmachen wie viele anime und filme es nicht hinbekommen schwertkampf ordentlich darzustellen, obwohl sie sich "historisch nahe" bezeichnen. Z.b. bei legend of Arslan, wo einfach mal 2 meter Streitkolben geschwungen werden.

    • Stefan -

      Das darfst du gerne tun. Würde die Weite bereichern.