Rezensionen / Review zur Manga-Serie Survive to Die

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  • In diesem Jahr waren auf der Leipziger Buchmesse einige Autoren und wirklich sehr gute Künstler vertreten. Das hat mich positiv überrascht, da dies im letzten Jahr ganz anders war. Einer von ihnen war Kai Kempe. Er hat in Eigenregie den Manga » Survive to Die « veröffentlicht, ein durchaus interessantes Werk.

    Worum es in » Survive to Die « geht.

    Lydia ist erst 16 Jahre als ihre Welt völlig aus den Fugen gerät. Gestern noch hatte sie ein Date, welches ihr nicht so zusagte. Der Besuch der Thundermall (Einkaufszentrum) lohnte sich auch nicht. Und dann noch der unnötige Streit mit ihrem Vater. Schlimmer konnte es doch gar nicht kommen. Weit gefehlt. Am nächsten Tag findet Lydia einen Brief von ihrer Mutter, in welchem sie von einem großen Knall berichtet und dass sie für zehn Tage weg musste. Ausgestattet mit einem Funkgerät und einer Waffe ist sie von nun an auf sich allein gestellt.

    Der Brief enthält noch einige Anweisungen. So soll sie zum Beispiel ihren Vater in Ruhe lassen, was sie natürlich nicht tut. Schon allein aus dem Grund dass es am Vortag den Streit gab. Leider muss sie feststellen, dass es ihrem Vater überhaupt nicht gut geht. Nur irgendjemand muss sich ja um ihn kümmern. Sie kann ihn doch nicht sterben lassen. Als dann die zehn Tage um sind und ihre Mutter immer noch nicht zurück ist, macht sich Lydia auf die Suche. Nur wohin soll sie gehen? Vor der Tür ist alles zerstört. Weder der Kindergarten, noch die Schule oder die Freunde sind noch da. Überhaupt ist niemand mehr da, wenn man es genau nimmt. Es ist nur alles zerstört. Vielleicht weiß Max im Leuchtturm irgendetwas. Lydias einzige heiße Spur.

    Draußen ist es noch viel schlimmer als gedacht. Ständig wird Lydia von Kreaturen attackiert. Auch wenn sie von ihrem Vater, der einst der Anführer einer renommierten Antiterrortruppe war, in die Waffenkunst eingewiesen wurde, diese anwenden ist etwas völlig anderes. Lydia verabscheut Gewalt. Bedauerlicherweise muss sie schnell feststellen, dass sie keine andere Wahl hat, wenn sie in dieser lebensfeindlichen Umwelt überleben will. Und dann noch dieser saure Regen, der ihr regelrecht Löcher in die Haut brennt. Sie muss einfach überleben, um ihren Vater zu retten. Auch will sie unbedingt ihre Mutter finden.

    Möge die Jagd beginnen. Stellt sich nur die Frage wer hier der Gejagte ist?

    Persönliche Gedanken:

    In der letzten Woche fand ich zwischen all den Spammails (die aktuell wieder extrem überhand nehmen) eine Mail vom Autor und Zeichner » Kai Kempe «. Ich war angenehm überrascht. Kann es wirklich sein, ein Künstler der sich bemüht aus der Masse hervorzutreten, ohne dass ich ihn dazu ermutigt habe? Was sich sarkastisch anhört ist durchaus ernst gemeint. Auch wenn auf den Messen viele Autoren und Zeichner anwesend sind, fehlt mir doch allzu oft die Eigeninitiative. Selbst dann wenn man sie zur Zusammenarbeit einlädt, es passiert zu 99 % nichts. Wie sagte neulich ein Freund, mit dem ich genau über dieses Thema sprach: Es gibt viele Künstler die alles können aber nichts tun. So kann das aber nichts werden!!! Ohne Initiative werden diejenigen wohl kaum auffallen, egal wie gut sie auch sein mögen. Ich stelle mir immer wieder die Frage, warum sich diese Künstler und Autoren so ins Zeug legen, wenn sie dann sich auftuende Chancen nichts nutzen? Der Mangaka » Kai Kempe « hat dies erkannt. Er will auffallen, wie man auf seiner » Website « lesen kann. Und so kam ich gerne seiner Bitte nach mir sein Werk genauer anzusehen, ohne dass er wusste dass ich es bereits tue. So ähnlich wie » Julia Leischik « es in ihren Sendungen tut. Sie nutzt die Infos die sie hat und legt im Vorfeld einfach schon mal los.

    Der erste Eindruck:

    » Kai Kempe « beweist mit » Survive to Die « eindrucksvoll, dass es durchaus Sinn macht sich zu trauen. Es ist besser wenn man seiner Kreativität freien Lauf lässt, als seine Ideen für sich zu behalten. Es gibt immer jemanden dem es gefallen wird. Geschmäcker sind nun mal verschieden.

    Was mir als erstes aufgefallen ist, »Kai Kempe« zeichnet digital. Der Unterschied zum „normalen“ Zeichenstil ist klar zu erkennen. Die Details, die glatte Kantenführung, die Charaktere - alles wirkt sehr sauber. Das gefällt. Ist es eigentlich gewollt, dass die Charaktere so maskulin sind?

    Wo wir schon mal bei den Charakteren sind, selbige sind gut dargestellt. Nicht perfekt, aber gut. Es gibt Bilder die sehr ausgereift sind. Bei anderen Bildern erkennt man hingegen, dass es in der entsprechenden Pose noch Verbesserungsbedarf gibt. Schaut man sich alles in der Gesamtheit an, so kann man erkennen, dass sich dies in der Zukunft mit Sicherheit verbessern wird. Das Talent ist auf jeden Fall vorhanden. Wenn ich mir heute meine Websites von früher ansehe, dann …

    Die Story ist sehr gut erzählt. Ab und an stolpert man ein wenig über den Handlungsstrang, das ist aber nicht weiter schlimm. Denn nichts ist schwieriger als das Erzählen einer Geschichte. Das gleiche gilt auch für das Verfassen einer Rezension, wenn man einen gewissen Anspruch an sich selbst hat. An dieser hier schreibe ich zum Beispiel seit einer Stunde. Die richtige Wortwahl ist eine große Herausforderung. Und lernen kann man nur beim Machen.

    Kai, mach weiter so!

    Hier habe ich für dich eine » Leseprobe zu Survive to Die «

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