Monster Hunter Flash Hunter » Review

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    Monster Hunter ist das Land der Kreaturen. Egal wo auch immer du dich befindest, hinter dem nächsten Baum, im nächsten See oder vom Himmel her kann dich zu jeder Zeit der Tod ereilen. Gut wenn du einen Hunter an deiner Seite hast. Denn als Pausensnack zu enden, ist nicht sehr angenehm.


    Hauptcharaktere:


    Raiga, der klassische Krieger. Er kommt aus einem kleinen Dorf, in das er zurückkehren möchte, wenn er ein Held geworden ist, um alle zu beschützen die ihm lieb und teuer sind. Mit seinen 16 Jahren ist er der jüngste in der Gruppe. In Berserkermanier haut er im Kampf gerne erst mal drauf, bevor er überlegt. Das kommt in der Truppe natürlich nicht so gut an.


    Keres ist ein ruhiger und sachlicher Fernkämpfer. Er sieht wie ein Anfänger aus, hat aber Fähigkeiten drauf, die Platz für Spekulationen lassen. Im Gegensatz zu Raiga überlegt Keres erst, bevor er in die Schlacht zieht.


    Tolche ist die Dame im Bunde. Sie ist ruhig, sachlich und tut alles für das Wohl der Gruppe. Denn ihre Fähigkeit besteht darin, dass sie aus Kräutern Elixiere herstellen kann, die in jeder Schlacht sehr nützlich sind. Darüber hinaus führt sie ein Buch, in dem sie die Fähigkeiten der Monster vermerkt, welche ihr begegnen.


    Story Band 1:


    Raiga ist ein, nennen wir es mal so, ehrgeiziger Krieger. Das Wort aufgeben kommt in seinem Sprachgebrauch nicht vor, was gut oder auch schlecht sein kann. Besonders das Zuhören fällt ihm schwer, was ihm seine Mitstreiter regelmäßig übelnehmen und oftmals dann die Zusammenarbeit mit ihm beenden.


    In der Stadt Dondruma ist Raiga auf der Suche nach neuen Gruppenmitgliedern. Denn allein gegen die Horden von Monstern anzutreten, schadet auf Dauer der Gesundheit. Und wo findet man gute und zuverlässige Weggefährten? Genau! In der örtlichen Kneipe. Leider eilt Raiga sein guter Ruf voraus, wie er schnell feststellen muss.


    In der Spelunke lernt er einen alten Mann kennen. Dieser erzählt ihm von einem fremden Land, in dem die Stadt Rock-Rack liegt. Schnell ist Raiga Feuer und Flamme. Dort, so denkt er, wird er eine neue Gruppe aufbauen können. Schließlich kennt ihn da noch niemand.


    Durch den alten Mann lernt Raiga Keres kennen. Keres, dessen Charakterzüge das genaue Gegenteil zu Raigas sind, ist alles andere als begeistert. Dennoch willigt er ein, wenigstens mit ihm zu reisen.


    In Rock-Rack angekommen, trennen sich beide und versuchen auf eigene Faust eine Gruppe zu bilden, was sich als schwierig erweist. Es bleibt beiden somit nichts anderes übrig, als doch zusammen zu arbeiten.


    Um sich einen Namen in der Gegend zu machen, übernehmen beide einen Auftrag, den sie von Tolche erhalten haben. Ziel ist es, ein Monster zur Strecke zu bringen, welches das Heimatdorf von Tolche bedroht. Dumm nur, dass da noch etwas anderes auf der Lauer liegt...


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    Story Band 2:


    Damit Raiga eines Tages sein Ziel erreicht, der weltgrößte Hunter zu werden, reist er mit Keres und Tolche durchs Land und übernimmt Aufgaben, egal wie schwer sie auch sein mögen. Wie schwer solch eine Jagd sein kann, erfahren die drei als sie ein Dorf von einem Qurupeco befreien wollen. Denn nicht nur diese Kreatur wartet auf sie. Sondern ein Rioleia (auch Königin des Festlandes genannt) attackiert die Gruppe. Um diese Herausforderung zu bewältigen, attackieren sie das Monster in Intervallen. Es ist ein harter Kampf, an dem sich schon erfahrene Heldengruppen die Zähne ausgebissen haben. Doch letztendlich tragen sie den Sieg davon.


    Als die Gruppe nach erfolgreichem Kampf zurück nach Rock-Rack kommt, können es die anderen Hunter kaum glauben, dass diese Anfänger es geschafft haben das Rioleia zur Strecke zu bringen.


    Nachdem sich alle erholt haben, reisen Raiga und Keres zurück nach Dondruma. Tolche bleibt vorerst zurück, da sie erst ihre Studien über die Monster beenden will. Und da sich ihre aktuellen Studien als sehr nützlich herausgestellt haben, unterstützen Raiga und Keres ihre Entscheidung.


    In Dondruma angekommen, treffen sie in der ortsansässigen Spelunke einen alten Mann. Dieser erzählt von einem Dorf, von dem seit geraumer Zeit keine Meldungen mehr kommen. Er bittet die beiden sich dorthin zu begeben, um nach dem Rechten zu schauen und wenn möglich auf die Jagd zu gehen.


    Raiga ist natürlich Feuer und Flamme. Keres hingegen traut dem Alten nicht. Doch schließlich willigt auch er ein. Beide begeben sich auf den gefährlichen Weg.


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    Story Band 3:


    Unsere Heldentruppe ist in dem Kaff angekommen, wo es nicht mit rechten Dingen zu geht. Sehr zur Freude von Raiga trifft er dort sein Idol Becel wieder. Becel, der auch den Beinamen Teufelshund trägt, da er Kreaturen alleine erlegt wo selbst erfahrene Heldentruppen Reißaus nehmen, scheint nicht so begeistert wie Raiga zu sein. Das ist sogar noch untertrieben, denn er beachtet Raiga überhaupt nicht. Dass dies für Verwirrung sorgt versteht sich von selbst. Verwirrt sind auch die anderen Helden in der Taverne. Denn alle haben nur Legenden gehört, noch niemand hat jemals Becel live gesehen. Und dann behauptet Raiga, er kenne ihn gut?


    Eine Weile nimmt Raiga es hin, dass Becel ihn nicht beachtet. Erst als es darum geht eine durchaus gefährliche Kreatur zur Strecke zu bringen, ergreift er die Initiative. Denn er schnappt Becel den Auftrag vor der Nase weg. Und hat ein Hunter eine Aufgabe angenommen, dann muss er sie auch erfüllen. Doch Raiga geht es gar nicht um die Aufgabe. Er will nur Becel herausfordern. Er will, dass Becel ihn anhört, wenn er, Keres und Tolche es schaffen die Kreatur vor ihm zu erlegen. Becel willigt ein.


    Keres hat gleich ein ungutes Gefühl bei der Sache. Dennoch machen sich die drei gemeinsam auf den Weg. Becel hingegen geht wie immer alleine auf die Jagd. Und natürlich kommt es wie es kommen muss, die drei sind mit der Situation restlos überfordert. Denn dieses Monster ist einfach zu stark. Und so wird Becel um Hilfe gerufen, der das Vieh in null Komma nix im Alleingang zur Strecke bringt.


    Im Dorf zurück versucht Raiga dennoch ins Gespräch mit Becel zu kommen. Er erzählt ihm dass sich an seinem Ziel, ein Hunter wie er zu werden, nichts geändert hat. Doch statt dass Becel sich geschmeichelt fühlt, gibt er Raiga unmissverständlich zu verstehen, dass er als Hunter nix tauge. Raiga stürzt darauf hin in eine tiefe Krise. Und das ausgerechnet jetzt, wo er am nötigsten gebraucht wird. Denn ein neuer Schrecken zieht seine Kreise und bedroht das Dorf. Und da Becel weiter gezogen ist, liegt es nun an den verbliebenen Huntern das Dorf zu retten.


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    Story Band 4:


    Raiga, Keres und Tolche sind nach wie vor in den Schneebergen unterwegs. Sie jagen dort ein Monster mit dem Namen »Mondsichel«, welches nicht so leicht zu erlegen ist. Keres weiß das, denn er hatte bereits das Vergnügen diese Kreatur kennen zu lernen. Überhaupt wird in diesem Band ein wenig das Geheimnis von Keres gelüftet. Man erfährt warum er so ist wie er ist.


    Aber zurück zu Mondsichel. Den Namen hat die Kreatur übrigens von einer Narbe die aussieht wie eine Sichel. Und drei Mal darfst du raten von wem diese Narbe stammt? Mondsichel ist kein klassisches Monster, er ist ein Jäger und frisst alles was sich ihm in den Weg stellt. Sein Ruf ist so schlecht, dass sogar andere Monster vor ihm Reißaus nehmen. So zum Beispiel Blan-Gongas, die gerade das Dorf angreifen, in dem unsere Helden ihr Lager aufgeschlagen haben. Zum Glück gibt es dort noch andere Hunter. Wenn die doch nur so edel wären wie unsere drei Hauptcharaktere.


    Wie schon erwähnt wird das Dorf von Blan-Gongas angegriffen, weil diese nicht wissen wohin. Nun könnte man denken dass die Hunter sich auf die Jagd machen. Leider ist Lace verletzt und Brad ist sich zu fein. Er sieht nicht ein, dass er sich für andere aufopfert, wenn nichts dabei rüber kommt. Bleibt also nur noch Eery. Auch wenn sie kaum eine Chance hat, macht sie sich auf den Weg. Brad geht unterdes zu Lace. Und als dieser erfährt, dass Eery sich alleine auf die Jagd macht, will er ihr natürlich hinterher. Denn er möchte nicht dass ihr etwas zustößt. Brad versteht sein Gehabe natürlich nicht. Es kommt zum Wortgefecht. Schließlich begibt sich Brad dann doch zum Schlachtfeld, was auch bitter nötig ist. Nun müssen die beiden nur noch durchhalten, bis die versprochene Hilfe aus Dondruma eintrifft.


    Während all den Geschehnissen versuchen Raiga, Keres und Tolche nach wie vor Mondsichel zu erlegen. Sie fahren alles auf, was sie zur Verfügung haben. Vor allem Keres, der sonst immer einen kühlen Kopf behält, ist dieses Mal wild entschlossen dieses Monster zu erlegen. Und wie ermst ihm das ist merkt man daran, dass er sogar weiter kämpft, obwohl Mondsichel ihn am Arm schwer verletzt hat. Noch einmal lässt er dieses Monster nicht entkommen.


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    Story Band 5:


    Monster Hunter sind Kämpfer die den bösen Monstern dieser Welt so richtig auf die Glocke hauen. Aber das hast du ja schon am Anfang gelesen. Ab und an (sehr oft) kommt es auch vor dass das kämpfende Monster den Huntern so richtig den … versohlt. (Na, da müssen die halt durch.) Bei solch einem Kampf hat Keres wohl ins Gras gebissen. Denn das Vieh, welches unsere drei Helden angegriffen haben, war nicht von schlechten Eltern. So mancher Eliteheld hat hier schon das Zeitliche gesegnet. So auch Keres` Vater. Verständlich dass er sich dafür revanchieren wollte. Aber wie schon gesagt, hat er es wohl nicht überlebt.


    Tolche und Raiga begeben sich zurück ins Dorf. Während Tolche einen klaren Kopf behält, zerfließt Raiga in Selbstmitleid. Ihm setzt der Tod von Keres besonders stark zu. Er fragt sich ständig ob er mehr hätte machen können. Hätte er das? Nein! Denn die Kreatur war einfach zu stark. Obwohl niemand weiß ob Keres noch lebt oder nicht, machen sich einige auf die Suche nach ihm. Leider ohne Erfolg.


    Raiga ist wohl nicht mehr zu helfen. Er kommt einfach nicht aus seinem Loch heraus, in dem er gerade sitzt. Letztendlich trifft er eine Entscheidung. Die alleinige Schuld liegt ganz klar bei Becel, seinem großen Vorbild. Hätte der sich nicht verdrückt, wäre das Vieh mit Sicherheit tot und Keres immer noch am Leben.


    Tolche überlegt wie sie Raiga ins Land der Lebenden zurück holen kann. Denn eins ist klar, Raiga ist ein fähiger Hunter, dem eine glänzende Karriere bevorsteht. Ihr wird empfohlen mit Raiga in sein Heimatdorf zu ziehen, damit er sich dort an seinen Ursprung und an sein Ziel erinnert. Im Dorf angekommen wird Raiga wie ein Held gefeiert. Nur der alte Krieger, der das Dorf beschützt, hält sich zurück. Er sieht dass mit Raiga etwas nicht stimmt und dass ihm das ganze Tohuwabohu unangenehm ist. Er nimmt Raiga mit auf die Jagd. Während sie auf der Jagd sind, merkt der alte Krieger dass Raiga nicht mehr an seine Fähigkeiten glaubt. Auch scheint ihm alles egal zu sein. Dass dies gefährlich ist, versteht sich von selbst. Besonders dann wenn eine Aufgabe auf ihn wartet, die alles bis dahin Geleistete in den Schatten stellt. Sein nächstes Ziel wird nämlich ein Kirin sein. Ein Drachenältester, der überall und nirgends auftauchen kann. Es gibt nur wenige Exemplare. Laut Legende hat es noch niemand geschafft eine solche Kreatur zur Strecke zu bringen ...


    Fazit:


    » Monster Hunter Flash Hunter « vom » CARLSEN Verlag « ist eine Gesichte nach meinem Geschmack. Fantasy, Helden, Monster, Schätze und Abenteuer. Die Story ist leicht verständlich, die Charaktere gut gewählt ... Einfach Fantasy pur. Liest man die Mangas, bilden sich im Geiste die passenden Bilder zur Story. So und nicht anders muss es sein. Es macht einfach Laune diese Serie zu verfolgen.


    Das einzige anstrengende sind die Bilder der Kampfszenen. Bei den riesigen Monstern wird der Held schnell zum Statisten. Hier merkt man ganz klar, nicht alles lässt sich in schwarzweiß darstellen.


    Monster Hunter Flash Hunter ist was für dich, wenn du auf Rollenspiele stehst, Fantasy liebst und selbst gerne ein Held sein möchtest.


    Produktdetails
    Titel Monster Hunter Flash Hunter Band 1, 2, 3, 4, 5
    Genres Fantasy
    Autor Keiichi Hikami
    Einband Taschenbuch
    Altersempfehlung ab 10 Jahre
    Seitenanzahl Band 1 hat 174, Band 2 bis 5 haben je  224 Seiten
    Serie Monster Hunter Flash Hunter
    Sprache Deutsch
    ISBN 978-3-551-72915-6, 978-3-551-72916-3, 978-3-551-72917-0, 978-3-551-72918-7, 978-3-551-72919-4
    Verlag Carlsen
    Kaufmöglichkeiten amazonThaliaCarlsen


    Wir möchten uns auf diesem Wege nochmals herzlich beim Verlag für die Rezensionsexemplare und das Bildmaterial bedanken. 

    Positiv

    • Eine gelungene Story, die Lust auf mehr macht.
    • Liest sich hervorragend.
    • Nicht nur für Rollenspielfans geeignet.

    Negativ

    • Die Kampfszenen sind etwas unübersichtlich.