Thief: The Dark Project » Classic Review

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    Thief: the Dark Project, hierzulande auch bekannt als » Dark Project: der Meisterdieb « wurde 1998 von » Eidos Interactive «, heute » Square Enix« , herausgegeben. Das Stealth Spiel aus der first-person ist ein Meilenstein der PC-Stealth Spiele und hat viele bekannte Spielereihen wie » Tom Clancys Splinter Cell « und » Hitman « maßgeblich beeinflusst. Thief: the Dark Project ist der erste Teil der Thief Trilogie, bestehend aus Thief: the Dark Projet, Thief II: the Metal Age und Thief: Deadly Shadows. Ich beziehe mich in diesem Review auf » Thief Gold «, welches eine erweiterte und verbesserte Variante von » Thief: the Dark Project « darstellt.


    Vor kurzem feierte die Reihe ihr 25. Jubiläum, was ich zum Anlass nehme diese Retro Perle einmal unter die Lupe zu nehmen.


    Worum es in » Thief Gold « geht:


    Die Handlung spielt in der düsteren gotischen Steampunk Großstadt nur genannt "Die Stadt". Hier findet man sowohl fanatische Orden, reiche Edelleute, als auch dunkle Gruften. Die Stadt ist voller Geheimnisse, Technik, Magie und funkelnder Habseligkeiten.

    Hier haust unser zynischer Hauptcharakter Garrett, Meisterdieb von Beruf. Ausgebildet von einer verstohlenen Gruppe namens "Die Hüter", verbringt er sein Dasein lieber bescheiden und zurückgezogen. Doch Geld für die Miete ist knapp und so geht unser Antiheld auf nächtliche Streifzüge.

    Seine Eskapaden auf der Suche nach Diebesgut führen ihn von prunkvoll ausgestalteten Villen zu modrigen Gefängnissen bis hin zu Ruinen, in denen es spukt. Dies verstrickt ihn jedoch in eine dunkle Verschwörung, die den Meisterdieb auf eine harte Probe stellt.


    Einschätzung:


    Auch nach mittlerweile 25 Jahren schaffen es die Welt und das Gameplay von Thief immer noch zu fesseln. Die Aufgaben sind vielfältig, das Schleichen knackig und die Steuerung trotz ihres alters angenehm flüssig. Die verschiedenen Gegnertypen erfordern immer eine andere Herangehensweise und man kann sein sowohl magisches als auch technologisches Arsenal kreativ kombinieren um damit verschiedenste Situationen zu umgehen. Richtigerweise ist für dieses Stealth Spiel der Kämpferische Weg unangemessen, darauf sollte man sich einstellen.


    Die Hintergrundmusik fügt sich angenehm in die Spielwelt ein und trägt zu einer der fantastischsten Sounderfahrungen bei die ich jemals erlebt habe. Die Vertonung ist für seine Zeit und sogar für heutige Verhältnisse eine Meisterklasse. Dass die Schrittgeräusche unseres Meisterdiebs abhängig von seinem Untergrund anders klingen und unterschiedlich viel Aufmerksamkeit auf sich ziehen, hat seit der Thief Reihe meines Wissens kein weiteres Spiel in diesem Maße mehr versucht. Und darüber hinaus ist richtig zuhören sowohl für die Story als auch für das finden von Gefahren absolut essentiell. Das Sounddesign fesselt, transportiert einen in eine andere Welt und jagt einem hin und wieder einen Schauer über den Rücken... große Klasse!


    Die Welt wird durch Dialoge, die Levels an sich und Notizen ausgearbeitet und gibt sich dabei viel Mühe. Die Hauptgeschichte und wo Sie einen Hinführt ist unerwartet und großartig inszeniert. Dazu trägt vor allem Stephen Russel als zynischer Garrett maßgeblich bei. Generell ist die Englische Synchronisation nahezu perfekt. Die Deutsche Variante kann damit leider nicht mithalten.


    Damit kommen wir zum leidigsten Thema: die optische Darstellung. Thief war schon für seine Zeit grafisch altbacken, was sich in Thief 2 und 3 nicht deutlich besserte. Dem kann man jedoch zu einem gewissen Grad abhelfen, indem man die Kostenlose Mod » Thief Gold HD « installiert.


    Die Thief Fan-Community ist auch Heute immer noch sehr groß und wer Spaß an dem Hauptspiel hat, kann sich an einer schier unendlichen Masse von Fan-erstellten Missionen probieren. Damit wird es einem nie langweilig.


    Zuletzt will ich noch etwas zu Schwierigkeitsgrad sagen. » Thief Gold « hat je nach Schwierigkeitsgrad (Normal, Schwer, Experte) komplexere und schwierigere Aufgaben für jedes Level, die Garrett erfüllen muss. Jedoch ist auch der leichteste Grad für Moderne Spieler anspruchsvoll, da Komfortfunktionen wie Zielmarkierungen und Interaktive Karten fehlen. Daher erwartet das Spiel von einem selbstständig und aufmerksam zu sein, aber das haben ja Retro-Spiele bekanntlich an sich.


    Zusammenfassung:


    » Thief Gold « ist ein Meisterwerk was mit einem fantastischen Sounddesign, einer atmosphärischen Welt und einer spannenden Hauptgeschichte besticht. Die Levels sind komplex, abwechslungsreich und gut in Szene gesetzt. Wer der sehr altbackenen Grafik verzeihen kann, auf Moderne Komfortfunktionen verzichten kann und bereit ist sich ins Zeug zu legen, wird mit einem tollen Spiel belohnt, welches nicht umsonst viele Moderne Stealth Spiele inspiriert hat.

    Positiv

    • fantastisches Sounddesign
    • Fülle von Fan-erstellten Inhalten
    • Großartig inszenierte Düstere Welt
    • hervorragende Englische Synchronisation
    • kreativer Einsatz des Arsenals möglich
    • Wendungsreiche Hauptgeschichte
    • Zynischer Hauptcharakter zum gernhaben

    Negativ

    • altbackene Grafik
    • fehlende Komfortfunktionen
    • für Neueinsteiger anspruchsvoll

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