Area D » Review

  • grafik_area_d.jpg

    Hier haben wir einen klassischen Ableger im Mutantenmilieu mit Endzeitfeeling. Es handelt sich um die Manga-Serie » Area D « welche bei » Carlsen Manga « im Vertrieb ist. Ein würdiger Vertreter mit reichlich Action.


    Worum es in » Area D « …


    Vor einigen Jahren gab es ein (nennen wir es mal so) spektakuläres Ereignis, was dafür sorgte dass einige Menschen mit Superkräften ausgestattet wurden. Doch während man » Supermann « bejubelt hat, werden diese Menschen als Mutanten (ein genetisch verändertes Lebewesen) bezeichnet. Wie du aus einschlägigen Filmen weißt, haben Mutanten keinen hohen Stellenwert. Deshalb gibt es ja auch die » X-Men «. :) Satoru Iida ist einer dieser Glücklichen. Er soll just in diesem Moment mit anderen Leidensgenossen auf die Ferieninsel mit dem verheißungsvollen Namen "Insel D" gebracht werden. Traut man den Gerüchten, so geht es den Mutanten dort richtig gut. Wie es aber nun mal mit Gerüchten so ist, stimmen diese natürlich nicht.


    Am Hafen wartet Satoru zusammen mit den anderen auf das Schiff, das zur Insel übersetzt. Dieses wird von Inspektor Kurosaki befehligt und der ist überhaupt nicht gut auf Mutanten zu sprechen. Ein Mutant war es nämlich, der einst seine Tochter getötet hat. Und dass sich da die Nächstenliebe in Grenzen hält, versteht sich von selbst. Das stellt er auch eindrucksvoll unter Beweis, indem er das Feuer auf einige Mutanten eröffnet.


    Satoru ist geschockt. Mit solch einer Brutalität hat er nicht gerechnet. Und außerdem soll doch jetzt alles besser werden? Besser? Nein, es wird eher noch schlimmer. Wie schlimm, das erfährt Satoru am eigenen Leib. Seine Fähigkeit besteht im Zerlegen von Gegenständen. Das heißt, egal was er berührt, der Gegenstand zerfällt in seine Einzelteile. Da Satoru seine Fähigkeiten nicht kontrollieren kann, kommt es natürlich wie es kommen muss. Er verärgert ausgerechnet Tatara, der auf Grund seiner Fähigkeiten und seiner Größe nicht gerade sehr vertrauenserweckend aussieht. Wie recht er doch hat…


    Tatara ist richtig sauer. Er will um jeden Preis Satoru das Lebenslicht ausknipsen. Also die Beine in die Hand und nichts wie weg. Nur wohin? Die Optionen auf einem Schiff, welches mitten auf dem Meer unterwegs ist, sind gering. Da kommt Satoru der Zufall zu Hilfe, in Form eines nackten Mädchens, welches durch die Wand gehen kann. Sie rät ihm, dass er sich der Fähigkeiten eines S-Gefangenen bedienen soll, die unter strengsten Sicherheitsvorkehrungen ebenfalls die Reise zur Insel angetreten haben. Diese Mutanten sind aber extrem gefährlich. Also was tun? Da Satoru keine andere Wahl hat befreit er schließlich den Gefangenen. Dumm nur dass dieser ihm nicht helfen will.


    Und das geschieht in Band 2 ...


    Teil 1 endete damit dass Jin als Letzter durch das Tor ging, welches alle Altered, so heißen die Mutanten, durchschreiten müssen, wenn sie auf der super Luxusinsel (Ironie) angekommen sind. Dort werden den einzelnen Altered einige Prüfungen abverlangt um ihre Fähigkeiten zu testen. So die Theorie. In Wahrheit dienen die Prüfungen nur der Selektion. Denn wie in jedem Gefängnis gibt es auch auf der Insel Gruppen die sich gebildet haben. Jede für sich versucht natürlich die stärkste Gruppe zu werden. Dass Jin auf der Wunschliste ganz oben steht versteht sich von selbst. Dumm nur dass er keine Lust hat irgendeiner Gruppe beizutreten. Statt dessen hält er lieber zu der kleinen Gruppe die sich bereits während der Überfahrt gebildet hat.


    Dass Jin keiner Gruppe beitreten will sorgt natürlich für Unmut. Also lautet die Devise, dass Jin weg muss. Am besten wäre es wenn er ins Gras beißt. Um ein Haar wäre es auch gelungen. Denn Jin, der die Fähigkeiten seiner Gegner annehmen kann, bricht vor Erschöpfung zusammen. Die eine Fähigkeit war auch zu viel für seinen Körper. Zum Glück gibt es da einen Doktor der sich Jin und seiner Gruppe annimmt. Er lehrt Jin und die anderen, hinter die Kulissen zu schauen.


    Jin der im Grunde ein gutes Herz hat, hilft von nun an dem Doktor ein wenig. Doch sein eigentliches Ziel, seinen Bruder zu finden, verliert er dabei nicht aus den Augen. Nur aus diesem Grund ist er hier! Freiwillig versteht sich.


    Vielversprechender Manga …


    » Area D « startet hart - um am Ende noch härter zu enden. Auf jeder Seite wird dir das Gefühl vermittelt, dass du als Mutant einfach nichts wert bist. Betrachtet man das Ganze dann noch aus der Sicht des jungen Satoru, wird es noch beklemmender. Man möchte am liebsten selbst die Flucht ergreifen, so real wirkt das Ganze.


    Interessante Story für einen Anime …


    Der Manga kann sich durchaus sehen lassen, auch wenn die Basisstory von » Area D « nichts Neues ist und niemanden mehr aus dem Sessel reißt. Letztendlich kommt es immer auf den Autor an und seine Fähigkeit, die Geschichte für den Leser interessant zu gestalten. Kyouichi Nanatsuki ist dies ganz gut gelungen. Und wenn man sich die dazugehörigen Zeichnungen von Yang Kyung-Il anschaut, bekommt man durchaus den Eindruck dass diese Story Potenzial für einen Anime hätte. Einen harten Anime. :-)


    Nichts für schwache Nerven …


    Die Geschichte von » Area D « ist nichts für schwache Nerven. Wenn du kein Actionfan bist und dir sinnlose Gewalt auf die Nerven geht, dann solltest du die Finger von diesem Manga lassen. Denn hier geht es richtig zur Sache. Bei » Area D « wird buchstäblich über Leichen gegangen.


    Produktdetails
    Titel Area D
    Genres Action, Horror, Endzeit
    Autor Yang Kyung-Il, Kyouichi Nanatsuki
    Einband Taschenbuch
    Altersempfehlung ab 16 Jahre
    Seitenanzahl 194
    Serie Area D
    Sprache Deutsch
    ISBN 978-3551754660 / 978-3551754677
    Verlag CARLSEN Verlag GmbH
    Kaufmöglichkeiten amazon / Thalia / CARLSEN Verlag GmbH


    Wir möchten uns auf diesem Wege herzlich beim Verlag für das Rezensionsexemplar und Bildmaterial bedanken.

    Positive

    • Interessante Story
    • Nichts für schwache Nerven
    • Vielversprechender Manga

    Negative

    • Story ist vorhersehbar

Share