Tenshi Nanka ja Nai – Ich bin kein Engel
-
AnimeSzene.jp -
12. September 2026 um 05:24 -
86 Mal gelesen -
0 Kommentare
„Tenshi Nanka ja Nai – Ich bin kein Engel“ (天使なんかじゃない) ist eine Manga‑Serie von Ai Yazawa, die bei Planet Manga erscheint und zu den frühen Erfolgswerken der bekannten Mangaka zählt. Die Serie entstand Anfang der 1990er‑Jahre, ist somit schon etwas älter und bietet einen Einblick in jene erzählerischen Elemente, die später auch Werke wie NANA geprägt haben.
Im Mittelpunkt steht Midori Saejima, ein lebhaftes und engagiertes Mädchen, das sowohl im Alltag als auch in Gefühlsfragen mit vollem Einsatz dabei ist. Midori ist keine Figur, die sich zurücklehnt oder abwartet. Sie bringt sich ein, übernimmt Verantwortung und begegnet ihren Emotionen mit einer Offenheit, die sie schnell sympathisch macht. Diese Energie prägt den gesamten Verlauf der Geschichte und verleiht ihr eine warme, authentische Atmosphäre, was sie sehr lesenswert macht.
Besonders aufregend wird Midoris Schulalltag, als sie gemeinsam mit ihrem Schwarm Akira im Schülerrat arbeiten darf. Diese neue Aufgabe verändert ihre Routine und bringt sie in Situationen, die sowohl organisatorisch als auch emotional herausfordernd sind. Die Nähe zu Akira sorgt dafür, dass sich Schule, Freundschaften und erste romantische Gefühle immer stärker miteinander vermischen. Plötzlich ist der Mensch, für den ihr Herz schlägt, nicht mehr nur eine entfernte Schwärmerei, sondern Teil ihres täglichen Lebens. Gemeinsame Aufgaben, Gespräche und Begegnungen eröffnen Midori die Möglichkeit, Akira besser kennenzulernen und gleichzeitig ihre eigenen Gefühle zu reflektieren.
Gerade diese Mischung aus Alltag und Romantik macht den besonderen Reiz klassischer Shojo‑Geschichten aus. Es geht nicht allein um die Frage, ob zwei Menschen zusammenfinden, sondern um die vielen kleinen Momente dazwischen. Halt so wie wir auch einst die erste große Liebe erlebt haben. Unsicherheiten, Hoffnungen, Missverständnisse und Freundschaften bilden den emotionalen Kern der Erzählung. Midori erlebt die Höhen und Tiefen der ersten Liebe mit einer Intensität, die nachvollziehbar und berührend wirkt. Die Geschichte zeigt, wie prägend diese Phase des Lebens sein kann und wie sehr sie dazu beiträgt, sich selbst besser zu verstehen.
Ein weiterer wichtiger Aspekt ist die Freundschaft. Midori ist nicht allein, sondern wird von Menschen begleitet, die sie unterstützen, herausfordern und manchmal auch zum Nachdenken bringen. Die Schulzeit besteht nicht nur aus romantischen Gefühlen, sondern auch aus jenen Beziehungen, die Halt geben und Orientierung bieten. Die Darstellung dieser Freundschaften wirkt authentisch und zeigt, wie wichtig sie sind.
Die Tatsache, dass „Tenshi Nanka ja Nai“ ein Werk aus den frühen 1990er‑Jahren ist, verleiht der Serie einen besonderen Wert. Der Zeichenstil von Ai Yazawa ist bereits in diesem frühen Werk charakteristisch.
Fazit:
„Tenshi Nanka ja Nai – Ich bin kein Engel“ bietet einen charmanten Auftakt voller Herzklopfen, Schulalltag und persönlicher Entwicklung. Die Serie zeigt, wie intensiv die ersten Schritte in Richtung Erwachsenwerden sein können und wie prägend die Begegnungen dieser Zeit sind. Midori ist eine Hauptfigur, die mit ihrer offenen und energiegeladenen Art schnell ans Herz wächst. Gleichzeitig zeigt die Geschichte, dass hinter jeder großen Liebe auch die Angst vor Enttäuschung steckt. Diese Balance aus Leichtigkeit und emotionaler Tiefe macht die Serie besonders lesenswert.
Wir möchten uns beim Verlag / Publisher für die Bereitstellung des Rezensionsexemplars sowie das Bildmaterialien bedanken.