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Individuelle Itasha, Auftragskunst & Popkultur | AnimeSzene.jp

Design trifft Leidenschaft: Maßgeschneiderte Itasha, kreative Auftragskunst & echte Popkultur aus Japan.

Neuerscheinungen – wir halten dich auf dem Laufenden

Aktuell, spannend und mit Blick fürs Wesentliche – wir wählen die relevanten Inhalte für dich aus.


Ob Manga, Anime oder andere Neuerscheinungen von Bedeutung: unsere Berichte zeigen dir eine sorgfältige Auswahl dessen, was gerade frisch erschienen ist.


Wir verzichten bewusst auf News-Ticker und Gerüchte – und konzentrieren uns auf das, was wirklich Bestand hat und in deine Sammlung passt.


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Magic Knight Rayearth Premium – Klassiker neu entdeckt

Mit „Magic Knight Rayearth Premium“ (魔法騎士レイアース) bringt CARLSEN einen der ikonischsten Titel der legendären Zeichnergruppe CLAMP zurück ins Rampenlicht. Die vier Künstlerinnen sind bekannt für ihre unverwechselbare Mischung aus emotionaler Tiefe, fantasievollen Welten und einem Zeichenstil, der bis heute sofort wiedererkennbar ist. Die Reihe ist eine Serie, kein Einzelband, und richtet sich sowohl an junge Leserinnen und Leser als auch an alle, die mit den Werken von CLAMP groß geworden sind.

In dieser Review werfen wir einen intensiven Blick auf die Geschichte, ihre Figuren und die besondere Atmosphäre, die „Magic Knight Rayearth“ seit Jahrzehnten zu einem Fanliebling macht. Ihr bekommt hier nicht nur eine Inhaltsangabe, sondern auch eine Einschätzung, warum dieser Manga bis heute so viele Herzen erreicht – und warum er vielleicht auch eures erobern wird.

Die Geschichte von Magic Knight Rayearth

Alles beginnt mit einem ganz normalen Schulausflug zum Tokyo Tower. Die drei 14-jährigen Schülerinnen Hikaru, Fuu und Ryuzaki kennen sich nicht, doch ein plötzlich aufleuchtendes, magisches Licht verbindet ihre Schicksale auf einen Schlag. Ohne Vorwarnung werden sie in die fremde Welt Cephiro gezogen – ein Ort, der von Willenskraft, Magie und innerer Stärke geprägt ist.

Dort erfahren sie, dass sie nicht zufällig hier gelandet sind. Die Prinzessin Emeraude, das Herz und die Stütze Cephiros, hat sie gerufen. Doch sie selbst ist gefangen – festgehalten vom mächtigen Magier Zagato, dessen Motive zunächst im Dunkeln bleiben. Durch ihre Gefangenschaft droht Cephiro zu zerfallen, denn die Welt existiert nur durch die reine Willenskraft der Prinzessin.

Die Mädchen treffen auf Guru Clef, den Hofzauberer Cephiros, der ihnen die Wahrheit über ihre Rolle offenbart: Sie sollen die Magic Knights werden, die Retterinnen der Welt. Doch bevor Clef ihnen alles erklären kann, greift Alcione, eine ehemalige Schülerin Clefs, an. Sie hat sich Zagato angeschlossen und versucht, die Mädchen aufzuhalten.

In einem Moment, der selbst die Mädchen überrascht, gelingt es Hikaru, Alcione mit einem Feuerzauber zurückzuschlagen – ein erster Hinweis darauf, dass in ihnen weit mehr steckt, als sie selbst glauben.

Auf ihrer Reise begegnen sie der Meisterschmiedin Presea und dem kleinen, rätselhaften Wesen Mokona, das nur „Puu“ sagt, aber mehr weiß, als es scheint. Presea erklärt ihnen, dass sie das legendäre Metall Escudo benötigen, um ihre Waffen zu schmieden. Dafür müssen sie zur Quelle Eterna, einem Ort voller Prüfungen, der nur jenen seine Kraft offenbart, die bereit sind, sich selbst zu stellen.

Was folgt, ist ein Abenteuer voller Magie, Mut, Freundschaft und überraschender Wendungen. Die Mädchen wachsen über sich hinaus, entdecken ihre eigenen Stärken und müssen lernen, dass Heldentum nicht nur aus Kraft besteht, sondern aus Entscheidungen, die manchmal schwerer wiegen als jede Waffe.

Was die Geschichte ausmacht und warum ihr sie lesen solltet

„Magic Knight Rayearth“ ist ein Manga, der auf den ersten Blick wie ein klassisches Magical-Girl-Abenteuer wirkt – doch CLAMP wäre nicht CLAMP, wenn es dabei bleiben würde. Die Serie kombiniert Shojo-Elemente, Fantasy, Drama und Abenteuer zu einem Werk, das gleichzeitig leicht zugänglich und emotional vielschichtig ist.

Was sofort auffällt, ist der Zeichenstil: dynamisch, elegant, klar strukturiert und voller Energie. Die Action-Szenen wirken fließend und kraftvoll, während die emotionalen Momente durch feine Linien und ausdrucksstarke Gesichter getragen werden. CLAMP schafft es, die Welt Cephiro visuell so zu gestalten, dass sie märchenhaft wirkt, aber nie kitschig. Für Fans von Fantasy und Magical-Girl-Serien ist das ein echtes Highlight.

Inhaltlich überzeugt die Serie durch ihre Mischung aus Humor, Spannung und einer überraschend ernsten Grundthematik. Die Frage nach Verantwortung, Willenskraft und dem Preis von Entscheidungen zieht sich durch die gesamte Handlung. Besonders stark ist die Dynamik zwischen den drei Mädchen, die sich erst kennenlernen müssen, bevor sie ein Team werden. Ihre Entwicklung ist glaubwürdig, warmherzig und motivierend.

Auch für jüngere Leser ist der Manga gut geeignet, da er zugänglich erzählt wird und trotz dramatischer Momente nie zu düster wird. Gleichzeitig bietet er genug Tiefe, um auch ältere Fans zu fesseln – gerade jene, die CLAMPs Handschrift schätzen.

Wenn ihr auf der Suche nach einem Manga seid, der Abenteuer, Magie und emotionale Momente verbindet, dann ist „Magic Knight Rayearth“ ein Titel, der euch garantiert nicht enttäuscht. Die Serie ist ein Stück Manga-Geschichte und zeigt, warum CLAMP bis heute zu den einflussreichsten Künstlergruppen gehört.

Fazit

„Magic Knight Rayearth“ ist ein zeitloser Klassiker, der auch heute noch begeistert. Die Mischung aus Fantasy, Freundschaft, Magie und emotionaler Tiefe macht die Serie zu einem Werk, das man nicht nur liest, sondern erlebt. Wenn ihr Lust auf eine Geschichte habt, die euch mitreißt und gleichzeitig zum Nachdenken bringt, dann solltet ihr unbedingt einen Blick hineinwerfen.

Wie steht ihr zu CLAMP? Habt ihr „Magic Knight Rayearth“ schon gelesen oder plant ihr es? Teilt eure Meinung gern in den Kommentaren – wir freuen uns auf eure Gedanken.
Stefan
9. Februar 2026 um 04:55
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Küsse, die alles verändern

Mit „Can You Kiss Me First?“ (お前のほうからキスしてくれよ) bringt TOKYOPOP einen Boys-Love‑Einzelband nach Deutschland, der sich leise, warm und gleichzeitig überraschend intensiv entfaltet. Geschrieben und gezeichnet wurde die Geschichte von Yamayade, deren Stil sich klar im modernen BL verortet: sauber, emotional lesbar, mit feinen Details, die jede Szene tragen, ohne sich aufzudrängen. Der Band richtet sich offiziell an Leser*innen ab 16 Jahren, bewegt sich aber inhaltlich und visuell in einem erwachsenen Rahmen, ohne je die Grenze des guten Geschmacks zu überschreiten.

Was euch erwartet, ist eine Mischung aus Romance, Drama, Humor und einem Hauch Erotik — immer stilvoll, immer charakterzentriert. Und genau das macht diesen Einzelband so spannend für alle, die Boys-Love nicht nur konsumieren, sondern fühlen wollen.

Die Geschichte von „Can You Kiss Me First?“

Im Mittelpunkt stehen Eito Kanda und Isao Ueno, zwei Kollegen, die nach außen hin kaum unterschiedlicher wirken könnten. Seit Ueno in die Buchhaltung gewechselt ist, zeigt er sich streng, fast schon unnahbar — besonders gegenüber Kanda, der immer wieder Fehler in seinen Abrechnungen macht. In der Firma wird gemunkelt, Kanda mache das absichtlich, nur um Ueno zu provozieren.

Doch was niemand weiß: Die beiden kennen sich viel besser, als es den Anschein hat. Kanda hat eine Zeit lang bei Ueno gewohnt, nachdem ein Wasserschaden seine eigene Wohnung unbewohnbar gemacht hatte. Seitdem taucht er regelmäßig bei Ueno auf, läuft nach dem Duschen auch mal nackt durch die Wohnung und verhält sich so selbstverständlich, dass Außenstehende niemals auf die Idee kämen, wie vertraut die beiden wirklich miteinander sind.

Ueno, der offen schwul ist, versucht diese Nähe nach außen hin herunterzuspielen. Er will Kanda schützen, will Gerüchte vermeiden und hält deshalb Distanz — zumindest vor anderen. Innerlich sieht es ganz anders aus: Er ist längst in Kanda verliebt. Doch eine unbedachte Aussage aus der Vergangenheit verfolgt ihn bis heute. Damals sagte er Kanda, dass dieser nicht sein Typ sei. Was als Selbstschutz gedacht war, hat tiefe Spuren hinterlassen.

Kanda, offiziell hetero, trägt diese Worte noch immer mit sich herum. Er hält sich zurück, obwohl seine Gefühle für Ueno längst intensiver geworden sind. Zwischen ihnen steht nicht nur ein Missverständnis, sondern auch die Angst, ihre Freundschaft öffentlich zu machen. Die beiden leben eng beieinander, teilen Alltag, Nähe und Momente, die eigentlich schon alles sagen — und doch fehlt der Mut, den entscheidenden Schritt zu gehen.

Der Manga erzählt diese Dynamik mit viel Feingefühl. Es geht um zwei Männer, die sich lieben, aber durch alte Entscheidungen und unausgesprochene Gefühle voneinander getrennt bleiben. Die Spannung entsteht nicht durch große Dramen, sondern durch kleine Gesten, Blicke und die Frage, ob einer von ihnen endlich den Mut findet, den ersten Schritt zu machen.

Was die Geschichte ausmacht und warum ihr sie lesen solltet

„Can You Kiss Me First?“ lebt von emotionaler Ehrlichkeit. Die Figuren wirken authentisch, verletzlich und gleichzeitig stark in ihren Entscheidungen. Ihr begleitet zwei Menschen, die sich im Alltag verlieren und wiederfinden, die Nähe zulassen und gleichzeitig Angst davor haben.

Besonders stark ist die Art, wie Yamayade die Beziehung zwischen Kanda und Ueno inszeniert. Die erotischen Szenen sind visuell eindrucksvoll, aber nie plump. Sie unterstützen die Charakterentwicklung, statt sie zu überdecken. Für Fans von Boys-Love, die Wert auf Atmosphäre, Spannung und glaubwürdige Emotionen legen, ist das ein echtes Highlight.

Auch zeichnerisch überzeugt der Band. Die Panels sind klar strukturiert, die Figuren fein ausgearbeitet, und die Mimik trägt viele der emotionalen Momente. Man spürt, dass Yamayade genau weiß, wie man Stille, Nähe und unausgesprochene Gefühle visuell transportiert.

Spannend ist auch der Hintergrund des Werks: Ursprünglich digital auf Renta veröffentlicht, später als Einzelband bei Takeshobo erschienen, hat der Manga beim BL-Award 2025 gleich mehrfach abgeräumt — ein deutlicher Hinweis darauf, wie stark die Geschichte in der Community eingeschlagen hat.

Wenn ihr Romance liebt, die nicht laut sein muss, um zu berühren, wenn ihr Charaktere mögt, die Fehler machen, wachsen und sich langsam öffnen, dann ist dieser Einzelband genau das Richtige für euch.

Fazit

„Can You Kiss Me First?“ ist ein Boys-Love‑Titel, der euch mit ruhigen Tönen einfängt und mit emotionaler Tiefe überrascht. Er zeigt, wie kompliziert Nähe sein kann, wenn man sich selbst im Weg steht — und wie schön es ist, wenn zwei Menschen endlich den Mut finden, ehrlich zueinander zu sein.

Was denkt ihr: Ist es schwieriger, den ersten Schritt zu machen oder zuzugeben, dass man ihn sich wünscht? Teilt eure Meinung gern in den Kommentaren — wir freuen uns auf eure Gedanken.
Stefan
3. Februar 2026 um 03:40
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Witch and Hound – Hexen, Macht & Verrat

Wenn ihr düstere Fantasy liebt, in der Hexen, Assassinen und politische Machtspiele aufeinanderprallen, dann ist „Witch and Hound“ (魔女と猟犬) genau der Titel, der euch fesseln wird. Die Serie von Rainy Kamitsuki und Lam, veröffentlicht bei EGMONT, verbindet mittelalterliche Atmosphäre mit Magie, Intrigen und Figuren, die moralisch alles andere als eindeutig sind.

Der Zeichenstil ist solide, atmosphärisch und unterstützt die düstere Stimmung, ohne sich in Details zu verlieren. Perfekt für alle, die Fantasy mit politischem Einschlag und gefährlichen Allianzen mögen.

Die Geschichte von Witch and Hound

Piggy, eine junge Zofe in einem Adelshaus, führt ein ruhiges, unscheinbares Leben – bis eines Tages ein neues Mädchen ins Haus gebracht wird: Noa. Sie soll ebenfalls als Zofe arbeiten, doch ihre Schönheit sorgt sofort für Gerüchte. Manche behaupten, sie sei eine Hexe.

Piggy erwischt Noa dabei, wie sie Milch und Brot aus dem Haus schmuggelt. Doch statt etwas Verbotenes zu tun, füttert Noa lediglich streunende Katzen. Piggy verspricht, sie nicht zu verraten – ein Versprechen, das ihr Leben verändern wird.

Denn die Hausherrin plant einen Hexenprozess. In dieser Welt gilt: Hexen empfinden keinen Schmerz. Also wird Noa gefoltert, um ihre Schuld zu beweisen. Magier erscheinen, um den Prozess zu überwachen. Doch dann geschieht das Unfassbare: Noa hat den Platz mit der Hausherrin getauscht.

Im darauffolgenden Chaos tötet Noa die Magier und mehrere Bewohner des Hauses. Piggy überlebt – und wird zur einzigen Zeugin eines Massakers, das das Machtgefüge der Region erschüttert.

Der Bericht erreicht Fürst Bud Grace, der sofort erkennt, dass sein Reich magische Unterstützung braucht. Sein Fürstentum ist militärisch stark, aber das benachbarte Reich Amelia verfügt über mächtige Magier. Ohne eigene magische Kräfte ist Bud Grace dem Untergang geweiht.

Das Königreich Löwe hat Noa inzwischen gefangen genommen. Bud Grace will sie für sein Reich gewinnen – als Waffe, als Schutz, als Machtfaktor. Dafür rekrutiert er Rollo Duvel, einen Assassinen der Gilde Black Hound. Ironischerweise ist diese Gilde darauf spezialisiert, Hexen zu jagen. Nun soll Rollo eine Hexe beschützen.

Gemeinsam mit Bud Grace und dessen Tochter Delirium reist Rollo nach Löwe, um Noa abzuholen. Doch plötzlich weigert sich das Königreich, sie auszuliefern. Die Lage spitzt sich zu, und Bud Grace erteilt Rollo einen Auftrag, der alles verändern könnte.

Der Manga entfaltet eine Welt, in der kleine Reiche ums Überleben kämpfen, während ein mächtiges Großreich das Monopol auf Magier besitzt. Um nicht ausgelöscht zu werden, bleibt den Schwächeren nur eines: sich mit den gefürchteten Hexen zu verbünden. Und ein Assassine, der sein Leben lang Hexen gejagt hat, muss nun eine von ihnen beschützen.

Was die Geschichte ausmacht und warum ihr sie lesen solltet

„Witch and Hound“ ist eine düstere, politisch aufgeladene Fantasy‑Serie, die euch sofort in ihren Bann zieht. Die Welt ist rau, ungerecht und voller Machtspiele. Nichts ist schwarz‑weiß, und jede Figur trägt ihre eigenen Schatten mit sich herum.

Piggy ist eine stille Beobachterin, die plötzlich in Ereignisse hineingezogen wird, die weit über ihre Vorstellungskraft hinausgehen. Ihre Freundschaft zu Noa ist zart, gefährlich und emotional – ein Lichtpunkt in einer brutalen Welt.

Noa ist faszinierend: schön, gefährlich, geheimnisvoll. Sie ist keine typische Heldin, sondern eine Figur, die zwischen Opfer und Bedrohung schwankt. Ihre Kräfte sind gewaltig, ihre Moral unklar, und genau das macht sie so spannend.

Rollo Duvel ist ein Assassine, der sein Leben lang Hexen gejagt hat – und nun eine beschützen soll. Seine innere Zerrissenheit, seine Loyalität und seine Vergangenheit machen ihn zu einer der interessantesten Figuren des Mangas.

Die politischen Konflikte sind ein zentraler Bestandteil der Handlung. Kleine Reiche kämpfen ums Überleben, während ein übermächtiges Großreich seine Magier als Waffe einsetzt. Die Frage, wie weit man gehen darf, um sein Volk zu schützen, zieht sich wie ein roter Faden durch die Geschichte.

Der Zeichenstil ist solide und unterstützt die düstere Atmosphäre. Die Action ist klar inszeniert, die Charaktere wirken ausdrucksstark, und die Welt fühlt sich glaubwürdig an. Fans von dunkler Fantasy werden sich hier sofort zuhause fühlen.

Fazit

„Witch and Hound“ ist eine spannende, düstere Fantasy‑Serie voller Intrigen, Magie und moralischer Grauzonen. Die Figuren sind komplex, die Welt ist gefährlich, und die Handlung entwickelt sich schnell zu einem politischen Machtspiel, das euch nicht loslässt.

Wenn ihr Fantasy mögt, die nicht nur episch, sondern auch emotional und politisch ist, dann solltet ihr diesem Manga unbedingt eine Chance geben.

Wie steht ihr zu Geschichten, in denen Hexen und Assassinen gezwungen sind, zusammenzuarbeiten? Wir freuen uns auf eure Gedanken.
Stefan
2. Februar 2026 um 05:22
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Shinjuku 69 Heaven – Masken & Verlangen

Wenn ihr Geschichten sucht, die erwachsen, roh, emotional und gleichzeitig überraschend feinfühlig sind, dann ist „Shinjuku 69 Heaven“ (新宿69へヴン) von Unohana ein Titel, der euch sofort packt. Der Manga erscheint bei HAYABUSA und spielt mitten im pulsierenden Kabukichō – einem Ort, an dem Neonlicht, Sehnsüchte, Einsamkeit und menschliche Abgründe dicht beieinanderliegen.

Unohana verbindet Rotlicht‑Atmosphäre mit psychologischer Tiefe, gebrochenen Figuren und einer Beziehung, die sich langsam, aber intensiv entfaltet. Der Zeichenstil ist wechselhaft, aber genau das passt zur Stimmung: mal rau, mal zart, mal direkt – immer emotional.

Die Geschichte von Shinjuku 69 Heaven

Keita Kutani ist ein zweitklassiger Journalist, der über Clubs, Bars und das Nachtleben von Kabukichō schreibt. Er kennt fast jede Ecke des Vergnügungsviertels – bis auf einen Bereich: die Gay‑Clubs. Aus reiner Neugier und beruflichem Ehrgeiz beschließt er, auch diesen Teil der Szene zu erkunden.

Dort trifft er auf Hiromu Sakuma, der sich als 20‑jähriger Masseur ausgibt. Keita lädt ihn für eine Massage aufs Zimmer ein, ohne zu ahnen, wie sehr diese Begegnung sein Leben verändern wird. Hiromu schafft es, Keita mit seiner ruhigen Art zu entspannen, und die Massage tut dem überarbeiteten Journalisten so gut, dass er sich völlig fallen lässt.

Zu seiner eigenen Überraschung hat Keita keinerlei Probleme damit, mit einem Mann zu schlafen. Der Artikel, den er anschließend schreibt, wird einer seiner besten – ernst, reflektiert, ungewohnt tief. Doch obwohl er nie zweimal über denselben Club schreibt, geht Hiromu ihm nicht mehr aus dem Kopf. Dieses sehnsüchtige Gesicht beim Abschied verfolgt ihn.

Doch das Leben geht weiter. Sein Redakteur schickt ihn in ein neues Projekt: Drei Monate in einer WG mit einem fremden Mann, inklusive Aufgaben, die die Teilnehmer erfüllen müssen. Ein Experiment, das Nähe, Konflikte und intime Einblicke verspricht.

Als Keita seinen WG‑Partner trifft, trifft ihn der Schock: Es ist Hiromu.

Doch Hiromu behauptet, ihn nicht zu kennen. Außerdem ist er nicht 20, sondern 29 – und sein Job als „Masseur“ war nur die halbe Wahrheit. Als sie endlich allein sind, fällt die Maske: Hiromu erinnert sich sehr gut an Keita. Er kennt sogar dessen Pseudonym als Autor.

Trotzdem zieht Hiromu eine klare Grenze: Solange sie zusammenleben, will er nichts mit Keita anfangen. Zu sehr erinnert ihn das an seine Arbeit, an die Rolle, die er im Rotlichtmilieu spielen muss.

Keita ist das recht – zumindest sagt er sich das. Er findet Hiromu niedlich, aber eigentlich steht er auf Frauen. Doch als er eine Prostituierte besucht, merkt er, dass er nur an Hiromu denken kann. Die Nähe, die sie teilen, die unausgesprochenen Gefühle, die Verletzlichkeit hinter Hiromus Fassade – all das lässt ihn nicht los.

Der Manga erzählt von zwei Männern, die sich in einem Umfeld begegnen, das von Rollen, Masken und Überlebensstrategien geprägt ist. Hiromu verkauft seinen Körper, um Schulden zu begleichen. Keita schreibt über das Rotlichtmilieu, ohne zu merken, wie sehr es ihn selbst verändert.

Und plötzlich müssen beide drei Monate lang miteinander leben – mit all den unausgesprochenen Spannungen, Verletzungen und Sehnsüchten, die zwischen ihnen stehen.

Was die Geschichte ausmacht und warum ihr sie lesen solltet

„Shinjuku 69 Heaven“ ist kein süßer Boys‑Love‑Titel. Es ist eine erwachsene, ehrliche und manchmal schmerzhafte Geschichte über Menschen, die gelernt haben, ihre Gefühle zu verstecken. Genau das macht den Manga so intensiv.

Die Figuren sind komplex und tragen ihre eigenen Narben:

Keita – zynisch, überarbeitet, neugierig, aber emotional völlig unvorbereitet auf das, was Hiromu in ihm auslöst. Er ist kein Held, kein Retter – sondern ein Mann, der sich selbst neu kennenlernen muss.

Hiromu – charmant, professionell, aber innerlich zerrissen. Er lebt im Rotlichtmilieu, weil er keine andere Wahl hat. Hinter seiner Maske steckt ein Mensch, der Nähe will, aber Angst davor hat.

Die Geschichte lebt von Momenten, in denen die Fassaden bröckeln. Von Blicken, die mehr sagen als Worte. Von Situationen, die gleichzeitig erotisch, verletzlich und tragisch sind.

Der Manga zeigt, wie unterschiedlich Menschen mit Schmerz, Scham, Sehnsucht und Verantwortung umgehen. Es geht um Entscheidungen, Konsequenzen und darum, dass man manchmal jemanden braucht, der einen aus dem eigenen Schneckenhaus lockt.

Die erotischen Szenen sind unzensiert, aber nicht selbstzweckhaft. Sie sind emotional aufgeladen, visuell eindrucksvoll und tragen zur Charakterentwicklung bei. Gleichzeitig gibt es schräge Details, humorvolle Momente und Nebenfiguren, die neugierig machen.

Wer süße, leichte Romance sucht, ist hier falsch.

Wer erwachsene, tiefgründige Boys‑Love‑Geschichten liebt, wird hier fündig.

Fazit

„Shinjuku 69 Heaven“ ist ein intensiver, erwachsener Boys‑Love‑Manga, der euch mitten ins Herz von Kabukichō führt – mit all seinen Lichtern, Schatten und menschlichen Abgründen. Die Beziehung zwischen Keita und Hiromu ist komplex, langsam, emotional und voller Spannung.

Wenn ihr Charaktere mögt, die man Schicht für Schicht kennenlernen muss, und Geschichten, die nicht beschönigen, sondern ehrlich erzählen, dann ist dieser Manga ein echtes Highlight.

Wie steht ihr zu BL‑Titeln, die im Rotlichtmilieu spielen? Wir freuen uns auf eure Gedanken.
Stefan
31. Januar 2026 um 03:14
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