Mach Sitz. Guter Junge. Rezension/Review
Die Geschichte von „Mach Sitz. Guter Junge.“
Itsuki Mogami ist ein erfolgreicher Fußballer, der nach Spielen in einer Schwulenbar entspannt und dort One-Night-Stands sucht. Doch der Arzt Shuji Hasekura stört ihn dabei – nicht nur durch seine herablassende Art, sondern auch, weil er Itsuki in eine Situation bringt, die ihn nachhaltig verändert.
Eines Abends lässt sich Itsuki überreden, mit Shuji mitzugehen. Dort zwingt Shuji ihn, für Sex wie ein Hund zu betteln. Seitdem reagiert Itsuki aggressiv auf ihn. Doch Shuji scheint sich ernsthaft Sorgen zu machen: Itsuki kann seit jener Nacht nicht mehr richtig schlafen, was sich auch auf seine sportliche Leistung auswirkt.
Shuji bietet ihm an, einfach zuzuhören. Doch Itsuki betrinkt sich maßlos, sodass Shuji ihn zu sich nach Hause nimmt. Dort stellen beide fest, dass Itsuki auf Shujis Befehle reagiert – und sich dabei entspannt. Unter Shujis Anweisungen kommt es erneut zu Sex, und am nächsten Morgen fühlt sich Itsuki überraschend erfrischt.
Dennoch ist er verwirrt: In seinen Augen ist Shuji eigentlich ein Sub, während er selbst ein Dom ist. Shuji erklärt ihm, dass die Ausprägung von Sub und Dom sich auch erst spät zeigen kann. Itsuki befürchtet, dass er von nun an nur noch in dieser Dynamik Sex haben kann.
Der Manga zeigt eine Welt, in der Doms über Subs herrschen. Subs brauchen diese Unterwerfung, da sie sonst körperlich verfallen. Für Itsuki bedeutet das, sich mit einer neuen Seite seiner Identität auseinanderzusetzen – und mit der Macht, die Shuji über ihn hat.
Was die Geschichte ausmacht und warum ihr sie lesen solltet
„Mach Sitz. Guter Junge.“ ist ein Manga, der bewusst mit Macht und Unterwerfung spielt. Das Setting eines Dom/Sub-Universums ist ungewöhnlich und hebt die Serie von klassischen BL-Geschichten ab.
Die Dynamik zwischen Itsuki und Shuji ist geprägt von Konflikt und Unsicherheit. Itsuki, der sich als selbstbewusster Fußballer sieht, muss erkennen, dass er auf Shujis Befehle reagiert. Shuji wiederum ist kein typischer Dom, sondern jemand, der seine Rolle erst spät offenbart. Diese Ambivalenz macht die Geschichte spannend, auch wenn sie nicht für alle Leser*innen geeignet ist.
Thematisch geht es nicht nur um Sex, sondern auch um Identität, Kontrolle und die Frage, wie sehr Menschen ihre Rolle akzeptieren oder dagegen ankämpfen. Für Fans von Dom/Sub-Settings bietet der Manga eine klare Struktur und eine Welt, die diese Dynamik konsequent durchspielt.
Grafisch ist der Manga eher durchschnittlich, doch die Szenen sind klar und verständlich umgesetzt. Die Atmosphäre lebt weniger von visueller Raffinesse als von der Intensität der Beziehung zwischen den Figuren.
Fazit
„Mach Sitz. Guter Junge.“ ist eine Serie, die euch in ein spezielles Dom/Sub-Universum entführt. Sie zeigt die Machtspiele zwischen Itsuki und Shuji und stellt Fragen über Identität, Kontrolle und Unterwerfung. Für Fans dieses Genres ist der Manga eine klare Empfehlung, für andere könnte er jedoch gewöhnungsbedürftig sein.
Diskutiert mit uns: Was macht für euch eine gute BL-Geschichte aus – die klassische Romantik oder das Spiel mit Macht und Rollen?
