Der Altfreak.

  • Der Altfreak.

    Naja, bisschen überheblich, denn soo alt bin ich auch wieder nicht! ;)

    Lesen, Comics, Zeichentrick waren schon immer mein Ding. Die phantastischen Genres sowieso.

    Insofern liegt mir dieses Medium (denn Anime ist IMO kein eigenes Genre und Manga ein Format).

    Ansonsten habe ich noch ausgeprägtes Faible für Filmmusik. Von dem stammt auch mein Nick. Also nicht von "High Scores" o.ä.

    Alte Rechner und seit einigen Jahren auch Retro-Videospiele sind ebenfalls mein Ding. Generell Technik. Reparieren, modden usw. "Eine funktionierende Maschine mag selber nicht glücklich sein, aber sie macht glücklich."

    Mit Anime und Manga (im korrekten Wortsinn) bin ich erst in den 90er Jahren ernsthaft konfrontiert worden. Aber es gab schon vorher Kontakte. Ich werde mal später einen Artikel darüber schreiben. Ach ja, Schreiben tu ich auch gern.

    Begeisterungsmässig... als Altfreak liebe ich die 80er und 90er Jahre immer noch am meisten. Wo man selber jung war. Oder zumindest noch jung genug. Patlabor hat es mir nach Macross wohl am meisten angetan. Ich würde mich aber nicht zu sehr auf eine (oder die andere) Serie festlegen. Obligatorische Titel wie Akira oder Neon Genesis Evangelion gehören sicherlich auch dazu. Alles mal gesehen und für gut befunden. Oder die Filme von Miyazaki.

    In den letzten Jahren sehe ich mit Faszination, wie sehr sich Mangas in unserer Kultur verankert haben. Auch wenn wir dadurch der japanischen Kultur sicherlich nicht ähnlicher geworden sind. Wir haben uns nur ein Stück von ihr ausgeliehen, weil es unsere eigenen Bedürfnisse und Interessen anspricht. Und finden einen Teil von uns darin wieder. Über grosse Grenzen und Distanzen hinweg.

    Und darum bin ich hier. Diesem Gefühl hinterherzujagen und mit anderen über das gemeinsame Interesse zu reden.

    Wofür sollte ein gutes Forum auch sonst da sein?
  • ScoreAddict schrieb:

    als Altfreak liebe ich die 80er und 90er Jahre immer noch am meisten
    Das Waren mit Abstand die schönste Zeit. Der Computer war noch jung und voller Faszination. Unzählige Stunden mit einem Freund am Amiga verbracht, bei Toastbrot mit Salami in der Nacht und diversen zerstörten Controllern.

    ScoreAddict schrieb:

    In den letzten Jahren sehe ich mit Faszination, wie sehr sich Mangas in unserer Kultur verankert haben.
    Das wird auch langsam Zeit. Leider wird dieses Themengebiet nach wie vor von der älteren Generation nicht verstanden.

    ScoreAddict schrieb:

    Und darum bin ich hier. Diesem Gefühl hinterherzujagen und mit anderen über das gemeinsame Interesse zu reden.

    Wofür sollte ein gutes Forum auch sonst da sein?
    Genau dazu ist dieses Forum da.
  • Stefan schrieb:

    Das Waren mit Abstand die schönste Zeit. Der Computer war noch jung und voller Faszination. Unzählige Stunden mit einem Freund am Amiga verbracht, bei Toastbrot mit Salami in der Nacht und diversen zerstörten Controllern.
    Und die jüngeren Generationen meinen zu mir, dass ihre 90er/2000er/2010er die "besten" Jahrzehnte waren. ;)

    Klar, zu unserer Zeit tat sich eine Menge auf dem Kleinrechnermarkt. Aber heute hat man dafür Smartphones, Dronen usw. Das Spielzeug ändert sich, aber die Menschen bleiben dieselben.

    Wobei ich manchmal das Gefühl habe, dass sich Filme und Musik immer weniger in neue Richtungen entwickeln. Das meiste scheint wirklich nur Wiederholung zu sein. Und noch nicht einmal sonderlich gut darin.


    Stefan schrieb:

    Leider wird dieses Themengebiet nach wie vor von der älteren Generation nicht verstanden.
    Das wird sich aber auch nicht ändern. Die "Alten" haben schon unsere Interessen nicht verstanden. Warum sollten sie dann auf ein Medium einsteigen, das erst lange "nach" ihrer Zeit auf dem Markt erschienen ist?
  • ScoreAddict schrieb:

    Und die jüngeren Generationen meinen zu mir, dass ihre 90er/2000er/2010er die "besten" Jahrzehnte waren.
    Das behauptet mit Sicherheit jeder von seinen Jahrzehnten. Es ist schon Wahnsinn wie unterschiedlich selbige sind.

    ScoreAddict schrieb:

    Klar, zu unserer Zeit tat sich eine Menge auf dem Kleinrechnermarkt. Aber heute hat man dafür Smartphones, Dronen usw. Das Spielzeug ändert sich, aber die Menschen bleiben dieselben.
    Ja, es hat sich viel geändert. Vor allem die Geschwindigkeit in der sich etwas ändert, ist extrem.

    ScoreAddict schrieb:

    Wobei ich manchmal das Gefühl habe, dass sich Filme und Musik immer weniger in neue Richtungen entwickeln. Das meiste scheint wirklich nur Wiederholung zu sein. Und noch nicht einmal sonderlich gut darin.
    Es wurde einfach alles erzählt. Heute kann man nur noch mit Qualität punkten, wenn man auffallen will. Quantität reicht einfach nicht mehr aus. Schade ist nur, wenn gute Filme im neuen Gewand aufgegossen werden und dabei noch richtig schlecht werden.

    ScoreAddict schrieb:

    Das wird sich aber auch nicht ändern. Die "Alten" haben schon unsere Interessen nicht verstanden. Warum sollten sie dann auf ein Medium einsteigen, das erst lange "nach" ihrer Zeit auf dem Markt erschienen ist?
    Jedem das Seine. Auch ich gehe nicht mehr mit allem mit, da ich es unnütze finde. Das Alter macht sich halt langsam bemerkbar.
  • Stefan schrieb:

    Das behauptet mit Sicherheit jeder von seinen Jahrzehnten. Es ist schon Wahnsinn wie unterschiedlich selbige sind.
    Jeder Mensch wird wohl am stärksten in seiner Teenagerzeit geprägt. Und egal wie verschieden die Zeiten auch sein mögen, die Leute selber variieren gar nicht so sehr.

    Stefan schrieb:

    Vor allem die Geschwindigkeit in der sich etwas ändert, ist extrem.

    Das geht aber schon seit über 200 Jahren so! Vergleiche mal jemanden, der Mitte des 18. Jahrhunderts geboren wurde und dann eine Generation später! Oder Ende des 19. auf den Anfang des 20. Jahrhunderts. Im 20. Jahrhundert die 30er und dann die 50er Jahre! In dieser ganzen Zeit hat es enorme technische und gesellschaftliche Veränderungen gegeben.

    Unsere Zeit hat sich dbgzl. in gewissen Hinsichten sogar etwas "verlangsamt". Aber für uns Alte ist alles aktuelle immer "neu" - und für die Jungen alles aktuelle "jetzt". Nur die Wahrnehmung aufgrund der eigenen Erfahrung ist eine andere!

    Stefan schrieb:

    Es wurde einfach alles erzählt.
    Die Theorie hatten die alten Griechen schon vor 2000 Jahren. ;)

    Stefan schrieb:

    Heute kann man nur noch mit Qualität punkten, wenn man auffallen will. Quantität reicht einfach nicht mehr aus. Schade ist nur, wenn gute Filme im neuen Gewand aufgegossen werden und dabei noch richtig schlecht werden.
    Die Unterhaltungsindustrie ist eine Industrie. Die wollen etwas verkaufen. Gute Ideen sind riskant. Riskant wie in "Risiko". Und das wollen die, die dort entscheiden, nicht eingehen.

    Denk nur mal an die Ghost in the Shell-Verfilmung. Oder den letzten Piraten der Karibik-Film. Oder den letzten Alien-Film. Wobei das letzte Beispiel vor allem an seinem Regisseur hängt, der keine guten Stories mehr schreiben lässt, aber trotzdem produziert.

    Stefan schrieb:

    Auch ich gehe nicht mehr mit allem mit, da ich es unnütze finde. Das Alter macht sich halt langsam bemerkbar.
    Unsere Kultur sagt, mit dem Alter kommt die Ruhe. Die Koreaner wiederum sagen, je älter man wird, desto ungeduldiger wird man. Ich gehe da eher mit den Koreanern! ;)
  • ScoreAddict schrieb:

    Denk nur mal an die Ghost in the Shell-Verfilmung.
    Ich weiß nicht so recht ob ich mich daran trauen soll. Welche Realverfilmung ich uneingeschränkt empfehlen kann ist Rurouni Kenshin . Einfach nur gelungen! Den Trailer sollte man sich nicht ansehen. Dieser kann den Dreiteiler nicht wirklich wiedergeben. Enormer Tiefgang, tolle Charaktere, schöne Geschichte u.s.w.. Selten so etwas gutes gesehen.

    ScoreAddict schrieb:

    Die Koreaner wiederum sagen, je älter man wird, desto ungeduldiger wird man. Ich gehe da eher mit den Koreanern!
    Passt gut zu mir :)
  • Schenk Dir lieber Ghost in the Shell! Höchst peinlich und überflüssig.

    Aber Anime-Verfilmungen sind generell schwierig! Aeon Flux (ok, kein Anime, aber davon inspiriert) war gar nicht übel - allerdings nur ohne die Vorlage im direkten Vergleich!

    Aber das fängt allein schon mit der Wahl der Hauptdarstellerin an. Wenn der Zeichner der Vorlage eine sehr schlanke und drathige Michelle Forbes (Ro Laren aus Star Trek TNG) im Sinn hat, sollte man lieber nicht eine dunkelgefärbte, kleinwüchsige und eher... weibliche Charlize Theron für die Rolle nehmen!

    Zum Glück hat sich Hollywood noch nicht an Akira versucht!

    Die japanischen Realverfilmungen sind auch eher "hit and miss". Space Cruiser Yamato ist kurzweilig, aber die Story der Klotz am Bein! Leider eindeutig zu gut als zu schlecht von der Vorlage übernommen! Und CGI-Computereffektfilme wie z.B. Captain Harlock sind auch nur schwer auszuhalten. Nicht Fisch und nicht Fleisch.
  • ScoreAddict schrieb:

    Schenk Dir lieber Ghost in the Shell! Höchst peinlich und überflüssig.
    Das habe ich schon vermutete. Schon allein die Vorschau verhieß nichts gutes. Am gruseligsten fand ich die Realverfilmung von Avatar - Der Herr der Elemente. Schon allein der Junge der den Avatar spielt ...

    ScoreAddict schrieb:

    Zum Glück hat sich Hollywood noch nicht an Akira versucht!
    Blos nicht! Schon allein die Vorstellung ist grauenhaft. Das kann nur in die Hose gehen.

    Alles geht und fällt nun mal mit den Charakteren. Und da ist Rurouni Kenshin ganz klar die Ausnahme. Nicht um sonst ist das Netz voller Lob.