Kaguya-sama Love is War - Review
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Samantha -
29. September 2020 um 16:37 -
1.044 Mal gelesen -
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Während der Umbauphase kann es zu sichtbaren Änderungen und Anpassungen kommen. Wir danken euch für eure Geduld und freuen uns darauf, euch schon bald die neue Version präsentieren zu dürfen.
Es heißt ja immer so schön, im Krieg und in der Liebe sei alles erlaubt, aber manchmal hat der ein oder andere durchaus das Gefühl, diese beiden Dinge seien sich in gewisser Weise gar nicht so unähnlich. Bei „Kaguya-sama Love is War“, einem neuen Release von „KAZÉ“, geht es um ein besonderes Paar, das keines ist. Denn auch wenn beide sich eine Beziehung mit dem jeweils anderen mehr als vorstellen könnten, keiner macht den ersten Schritt. Stattdessen gibt es einen regelrechten Kampf darum, den anderen zu einem Liebesgeständnis zu zwingen, denn wer als erstes gesteht, hat schon verloren!
Worum es bei „Kaguya-sama Love is War“ geht:
Ach ja, die Liebe. Das Wunderbarste, das einem Menschen überhaupt passieren kann, die absolute Erfüllung! Während einige dieser Aussage mit Herzchen in den Augen schmachtend zustimmen mögen, können andere wohl nur verbittert lachen. Denn Liebe, das ist das reinste Schlachtfeld und zwei Menschen, die einander in dieser Weise näher kommen, liegen in Wahrheit im ständigen Kampf miteinander. Da geht es ums Geben und Nehmen, Dominieren und Unterdrücktwerden... naja oder jedenfalls scheint es manchem so. Aber letzten Endes ist alles in Ordnung, solange man sich an eine Regel hält: sei nie der Erste, der sich verliebt! Oder zumindest nicht der, der es als erstes zugibt.
An der Shuchiin Privatschule, einer Institution, die nur von den Kindern der Oberschicht besucht wird, gibt es zwei Schüler, die das Prinzip „Liebe ist Krieg“ auf ein vollkommen neues Level heben.
Zum einen wäre da Kaguya, die Vizesprecherin der Schülervertretung und eine Schülerin die keinerlei Makel zu haben scheint. Ihrer Familie gehört einer der größten Konzerne Japans und mit herausragenden Schulnoten und bemerkenswerten Leistungen in den Bereichen Kampfsport und Musik macht sie ihrem guten Namen alle Ehre. Zum anderen wäre da Miyuki, der Sprecher der Schülervertretung von Shuchiin, der es durch unermüdlichen Arbeitseifer und Intellekt an die Spitze der Schule geschafft hat. Wann immer man die beiden zusammen sieht, wird ehrfürchtig gestarrt und aufgeregt getuschelt. Ob diese zwei Ausnahmeschüler wohl ein Liebespaar sind?
Aber natürlich nicht! Alles nur Schulhofgetratsche. Wobei... letzten Endes würde keiner von ihnen den anderen abweisen, wenn er spontan auf die Knie gehen und ein überschwängliches Liebesgeständnis machen würde. Da gibt es nur ein Problem... beide sind viel zu stolz um auch nur in Betracht zu ziehen selbst den Anfang zu machen. Was passiert also? Zunächst einmal ein halbes Jahr lang gar nichts, denn trotz im Übermaß vorhandener Sympathien gibt sich keiner der beiden irgendeine Blöße, und das obwohl sie in der Schule beinahe pausenlos zusammen sind.
Statt der üblichen Schulromanze kommt es zu einem erbitterten Kampf des Intellekts, bei dem nicht zuletzt der eigene Stolz und die Nerven des Gegenübers auf dem Spiel stehen. Taktisch wird jede Handlung analysiert und dann ein Gegenschlag bis ins kleinste Detail geplant. Zusammen einen Film im Kino sehen? Einen Trip planen? Oktopus-Würstchen im Bento? Alles potenzielle Minenfelder, denen man mit ausgefeilten Strategien begegnen muss.
Mittendrin in dem meist mehr als unromantischen, eher beängstigenden Chaos steht die Protokollantin Chika, die einfach nur möchte, dass alle sich vertragen. Sie hat es auch nicht immer leicht.
Einschätzung:
Ich hatte ja bereits von diesem Anime gehört, bevor er auf deutsch erschien, mich aber zunächst nicht weiter damit beschäftigt, weil ich mir nicht viel darunter vorstellen konnte. Als ich die Blu-Ray bekam, habe ich mich trotzdem sofort daran erinnert. Nachdem ich nun die ersten Folgen gesehen habe, ärgere ich mich ein wenig darüber, mit dieser Serie nicht schon früher angefangen zu haben.
Zugegeben, mit den standardmäßigen Liebesgeschichten im Schul-Setting kann ich oft nur bedingt etwas anfangen, aber hier bekommt das Ganze einen völlig neuen Anstrich, der für einen konstant hohen Unterhaltungswert sorgt und im Gedächtnis bleibt. Auch wenn ich mich kurz daran gewöhnen musste einen Anime zu schauen, der quasi kontinuierlich kommentiert wird wie ein sportlicher Wettkampf, hatte ich eine Menge Spaß. Außerdem passt es irgendwie sehr gut zu dieser Art von Geschichte.
Die „Kämpfe“, welche die beiden verdrehten Turteltäubchen gegeneinander ausfechten, sind gleichermaßen zum Brüllen skurril und auch bisweilen sehr gut nachvollziehbar. Sicher kennen nicht wenige das Gefühl, eine in der Theorie vollkommen simple Situation vollkommen zu zerdenken und letztlich zu abstrusen Maßnahmen zu greifen, um ein eventuelles Scheitern zu vermeiden. Ganz besonders dann wenn es um Dinge wie die Liebe geht. So will beispielsweise Kaguya nichts weiter als ein Oktopus-Würstchen aus Miyukis Bento, doch statt ihn zu fragen, lässt sie ihren Chefkoch ein völlig übertriebenes Angeber-Menü inklusive Austern zubereiten, mit dem sie einen Tausch provozieren will. Miyuki wiederum interpretiert Kaguyas Verhalten als herablassend, als wäre sein Essen in ihren Augen der letzte Dreck. Als die ahnungslose Chika einfach fragt ob sie etwas von seinem Bento kosten kann und das schlichtweg funktioniert, kennt Kaguyas Groll zunächst keine Grenzen. Aber am Ende ist doch irgendwie alles gut.
Solche und andere scheinbar harmlose Alltagsszenarien werden so gekonnt überspitzt dargestellt und führen zu so erbitterten Auseinandersetzungen, dass das Zusehen einfach Spaß macht. Trotz all der Comedy fällt es aber nicht schwer zu bemerken, dass die beiden Protagonisten auch nur Menschen mit Ängsten und Hoffnungen sind, mit anderen Problemen als eventuell entstehenden Liebesbeziehungen. Durch diese Darstellung wird der Anime zu mehr als einem reinen Gag-Feuerwerk, ohne dabei allerdings übertrieben ernst zu wirken.
Für Fans der deutschen Synchronisation sei an dieser Stelle noch angemerkt, dass diese wirklich auffallend gut gelungen ist! Auch wenn mir ein paar kleine inhaltliche Änderungen zum japanischen Original aufgefallen sind (was sich bei einer Lokalisation in der Regel kaum vermeiden lässt), ist trotzdem alles stimmig und vor allem passen die Stimmen nicht nur generell gut zu den Charakteren. Bei einigen Stellen habe ich mich direkt gefreut, weil eine bestimmte Situation, wie beispielsweise als Kaguya einmal völlig fassungslos halb die Stimme versagt hat, so gut intoniert war, dass ich nicht wüsste wie man es hätte besser machen können.
Wie dieser Anime endet und was bis dahin noch so alles passiert, lässt sich meiner Meinung nach wirklich nicht vorhersagen und ich freue mich schon sehr auf die weiteren Folgen. Auch wenn ich mir relativ sicher bin, dass man sich von dieser Geschichte nicht allzu viel für das eigene Liebesleben abschauen sollte. *zwinker*
Fazit:
Ein unglaublich unterhaltsamer Anime mit einem etwas anderen Ansatz zum Thema Liebe. Gleichermaßen völlig abgedreht und doch irgendwie lebensnah, vertont mit einer wirklich guten deutschen Synchronisation.
Quelle „youtube“
Wir möchten uns auf diesem Wege herzlich beim Publisher für das Rezensionsexemplar und das Bildmaterial bedanken.

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