In this corner of the world » Review
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Samantha -
28. November 2020 um 15:30 -
1.186 Mal gelesen -
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AnimeSzene.jp – Wir bauen für euch um
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Während der Umbauphase kann es zu sichtbaren Änderungen und Anpassungen kommen. Wir danken euch für eure Geduld und freuen uns darauf, euch schon bald die neue Version präsentieren zu dürfen.
Epochen mit Krieg sind nie besonders lebenswert. Umso bewundernswerter ist es meist, wie die Menschen trotzt der ärmlichen Verhältnisse und knappen Rohstoffe das beste aus ihrem Leben machen. Genau das vermittelt der Graphic Novel „In this corner of the world“ von Fumiyo Kouno, welcher bei „CARLSEN“ erschienen ist.
Worum es bei „In this corner of the world“ geht:
Die Geschichte begleitet die junge Suzu über mehrere Jahre hinweg mit Schwerpunkt auf den Zeitraum des Zweiten Weltkrieges (Dezember 1943-Juli 1944).
In der ersten Episode lernt man die Schülerin Suzu kennen, wie sie zum Beispiel ihrer Familie bei Besorgungen hilft. Wenig später darf sie sogar zum ersten Mal ohne erwachsene Begleitung das Meer bei Ebbe überqueren. Begleitet wird sie von 2 Kindern, die ebenfalls dieses Privileg haben.
Ein paar Jahre später erlebt man Suzu in der Schule, die ihren Bleistift verloren hat und nun mit einem kleinen Reststift schreiben muss, da ihre Familie kein Geld für einen neuen hat. Zum Glück hat sie eine gute Freundin, die ihr aus der Patsche hilft.
Noch einige Jahre später. Suzu ist nun eine junge Frau. Ein junger Mann hält bei ihren Eltern um ihre Hand an, welche freudig zusagen. Suzu zieht daraufhin von Hiroshima nach Kure, was aktuell ein Marinestützpunkt ist. Trotzt der ärmlichen Kriegsverhältnisse wird die Hochzeit mit einem Festmahl gefeiert. Fortan hilft sie der Familie ihres Mannes, muss sich aber herber Kritik von dessen Schwester stellen. War die Entscheidung zur Hochzeit doch nicht richtig?
Suzu ist ein guter Mensch. Sie versucht alles um ihrem Mann und seiner Familie zu gefallen. So kocht sie zum Beispiel aus den Kriegskochbüchern Rezepte nach, die angeblich sehr schmackhaft sein sollen. Oder sie fährt mit ihrer gehbehinderten Schwiegermutter zur Schule, damit sie dort auch an einem Vortragsabend teilnehmen kann. Wäre da nur nicht die ständige Bedrohung durch die Kriegswirren.
Einschätzung:
Dass das Leben in dieser Zeit nicht unbeschwert war, versteht sich von selbst. Zeit um sich den Sternenhimmel anzusehen, gab es kaum. Stattdessen sah man sich im Hafen stationierte Kriegsschiffe an. Romantik pur.
Der Zeichenstil ist typisch für einen Graphic Novel, eher schlicht und im Vergleich zu einem Manga etwas realistischer. So wurde zum Beispiel ohne Rasterfolien gezeichnet. Die in einfachen Strichen gezeichneten Hintergründe vermitteln einen guten Eindruck von der damaligen Zeit und deren Lebensverhältnissen. Die Figuren wirken trotzt ihrer Einfachheit recht emotional.
„In this corner of the world“ ist kein Buch welches man mal eben so nebenbei liest. Die feinen Details, wie dass zum Beispiel ein Kind das noch nichtmal in die Schule geht, alle Kriegsschiffe im Hafen benennen kann, machen die Geschichte so authentisch und teilweise auch traurig. Dennoch wirkt er trotzt der ernsten Kriegsthematik nicht erdrückend.
Hervorzuheben ist: man sieht im ganzen Buch keine Waffe noch irgendwelche Gewalt, dennoch ist der Krieg sehr greifbar. Respekt!
Fazit:
„In this corner of the world“ ist eine Geschichte, die an die Nieren geht. Die Wucht und das Elend des Zweiten Weltkriegs wurden sehr gut eingefangen.
Hier geht es zur „Leseprobe von In this corner of the world“!
Quelle „CARLSEN“
Wir möchten uns auf diesem Wege herzlich beim Verlag für das Rezensionsexemplar und Bildmaterial bedanken.

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