Der Mann meines Bruders Band 2 » Review
-
Samantha -
3. Mai 2020 um 06:33 -
1.206 Mal gelesen -
0 Kommentare
AnimeSzene.jp – Wir bauen für euch um
Wir haben mit dem umfassenden Umbau unserer Webseite begonnen. Ziel ist eine moderne, schnellere und klar strukturierte Plattform, die unserer Community langfristig mehr Möglichkeiten bietet.
Im Zuge dessen entsteht auch das neue Itasha‑DACH‑Forum, der zentrale Treffpunkt für alle Enthusiasten aus Deutschland, Österreich und der Schweiz.
Da der vollständige Datenimport in die neue Version bereits abgeschlossen ist, werden in dieser Übergangsphase keine neuen Inhalte mehr in die aktuelle Version eingepflegt. Alle neuen Funktionen und Inhalte erscheinen direkt im neuen System.
Die neue Version wird ein Ort zum Ankommen, Stöbern und Wiederfinden – klar strukturiert, auf das Wesentliche ausgerichtet und getragen von dem, was AnimeSzene.jp ausmacht: die Inhalte, die Leidenschaft und die Menschen dahinter.
Wir arbeiten darauf hin, die neue Version bis zur zweiten Aprilwoche vollständig bereitzustellen. Dieser Zeitraum gibt uns genug Spielraum, um alle Bereiche sauber zu finalisieren – unabhängig davon, wann die Software offiziell freigeschaltet wird.
Während der Umbauphase kann es zu sichtbaren Änderungen und Anpassungen kommen. Wir danken euch für eure Geduld und freuen uns darauf, euch schon bald die neue Version präsentieren zu dürfen.
Nach dem ersten Band von Gengoroh Tagames etwas anderer Familiengeschichte „Der Mann meines Bruders“, welche bei „Carlsen Manga“ erscheint, war ich schon der Meinung, dass vieles richtig gemacht wurde. Auch in Band zwei geht es wieder um die Schwierigkeiten für gleichgeschlechtlich Lebende und Liebende in Japan und verschiedene Methoden mit ihnen umzugehen.
Was bisher geschah? Hier geht‘s zur Review von Band 1!
Worum es bei „Der Mann meines Bruders“ Band 2 geht:
Der alleinerziehende Yaichi weiß noch immer nicht recht, wie er mit seiner Situation umgehen soll. Vor einer Weile ist Mike, der Ehemann seines verstorbenen Bruders, plötzlich von Kanada nach Japan geflogen. Dort lebt dieser nun einige Zeit mit ihm und seiner kleine Tochter Kana. Die hat ihren „Onkel Mike“ ziemlich schnell ins Herz geschlossen, und dass er ein Mann ist, der in einen Mann verliebt ist, stört sie überhaupt nicht.
Als sie ihren coolen Onkel einer Schulfreundin vorstellen will, sagt diese jedoch, ihre Mutter hätte das verboten. Der sei ein „schlechter Einfluss“, soll sie gesagt haben. Was bedeutet so etwas überhaupt? Yaichi weiß gar nicht, wie er seiner Tochter erklären soll, dass manche Leute ein Problem mit Mike haben, ohne ihn überhaupt zu kennen. Ein Mann der Männer mag, das war alles was sie wissen mussten. Als Yaichi besagte Mutter beim Einkaufen trifft, verhält sie sich auch ihm gegenüber sehr seltsam, und er beginnt über sein eigenes Verhalten nachzudenken.
Ist er am Anfang nicht genauso gewesen?
Noch mehr kommt er ins Grübeln, als ein Mittelschüler Mike besucht. Dieser meint, er habe von ihm gehört und wolle unbedingt mit ihm sprechen. Er selbst sei auch schwul, könne mit Freunden oder Familie aber nicht darüber reden. Er habe zu viel Angst. Yaichi fragt sich, ob es seinem Bruder damals auch so gegangen ist, ohne dass er es bemerkt hätte.
Einschätzung:
Diese Fortsetzung ist genau so, wie ich sie mir gewünscht habe. Vater Yaichi, der besonders zu Beginn nur von Vorurteilen besessen war, bekommt endlich den Spiegel vorgehalten. Mehr und mehr bemerkt er, dass der Mann seines Bruders ein richtig netter Kerl ist, vor dem man keine Angst haben muss. Aber jetzt bekommt selbst seine Tochter die Vorurteile anderer Menschen zu spüren.
Die Geschichte geht sensibel und realistisch mit dem Thema Homosexualität um, ohne dass man das Gefühl bekommt, irgendwas wäre auf Krampf so oder so inszeniert worden. Genau das gibt diesem Manga das gewisse Etwas.
Ob kleine Kinder, die sich nur nach ihren Eltern richten, oder junge Heranwachsende, die meinen, sich einer gesellschaftlichen Norm anpassen zu müssen. Auch wenn die Tatsache, dass es nicht nur „klassische“ Mann-Frau-Beziehungen gibt, das normalste der Welt sein sollte, fehlt es vielen noch immer an Verständnis und Toleranz.
Ich halte es für gut und wichtig, dass es Reihen wie „Der Mann meines Bruders“ gibt, die dieses Thema nicht nur aus romantischer oder erotischer Sicht beleuchten.
Auf ein paar eingestreuten Seiten wird „Mike‘s Gay Culture - Kurs“ aus Band 1 fortgesetzt, in dem der interessierte Leser noch ein zwei Dinge über Begriffe, Geschichte und Symbolik der Szene lernen kann.
Fazit:
Schöne Fortsetzung dieser berührenden, aus dem Leben gegriffenen Geschichte gegen Vorurteile für mehr Verständnis.
Wir möchten uns auf diesem Wege herzlich beim Verlag für das Rezensionsexemplar und Bildmaterial bedanken.

Kommentare
Neu erstellte Kommentare unterliegen der Moderation und werden erst sichtbar, wenn sie durch einen Moderator geprüft und freigeschaltet wurden.
Neu erstellte Kommentare unterliegen der Moderation und werden erst sichtbar, wenn sie durch einen Moderator geprüft und freigeschaltet wurden.