H.P. Lovecrafts Cthulhus Ruf » Review
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Samantha -
2. Oktober 2021 um 12:53 -
1.305 Mal gelesen -
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AnimeSzene.jp – Wir bauen für euch um
Wir haben mit dem umfassenden Umbau unserer Webseite begonnen. Ziel ist eine moderne, schnellere und klar strukturierte Plattform, die unserer Community langfristig mehr Möglichkeiten bietet.
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Da der vollständige Datenimport in die neue Version bereits abgeschlossen ist, werden in dieser Übergangsphase keine neuen Inhalte mehr in die aktuelle Version eingepflegt. Alle neuen Funktionen und Inhalte erscheinen direkt im neuen System.
Die neue Version wird ein Ort zum Ankommen, Stöbern und Wiederfinden – klar strukturiert, auf das Wesentliche ausgerichtet und getragen von dem, was AnimeSzene.jp ausmacht: die Inhalte, die Leidenschaft und die Menschen dahinter.
Wir arbeiten darauf hin, die neue Version bis zur zweiten Aprilwoche vollständig bereitzustellen. Dieser Zeitraum gibt uns genug Spielraum, um alle Bereiche sauber zu finalisieren – unabhängig davon, wann die Software offiziell freigeschaltet wird.
Während der Umbauphase kann es zu sichtbaren Änderungen und Anpassungen kommen. Wir danken euch für eure Geduld und freuen uns darauf, euch schon bald die neue Version präsentieren zu dürfen.
Was beim einen nur für verständnislose Blicke sorgt, jagt dem anderen einen ehrfürchtigen Schauer über den Rücken. Die Geschichten von Howard Phillips Lovecraft haben zweifelsohne ihren ganz eigenen Stil, auf den man sich auch einlassen können muss. Viele seiner Werke wurden bereits auf erstaunliche Art und Weise von Gou Tanabe adaptiert und gezeichnet. Mit „H.P. Lovecrafts Cthulhus Ruf“ bringt uns "CARLSEN MANGA" Ein großformatiges Epos, welches den Kult um Lovecrafts wohl bekannteste Schöpfung endlich in den Vordergrund rückt. Was genau Fans des kosmischen Horrors von diesem Werk erwarten dürfen, erfahrt ihr hier!
Worum es bei „H.P. Lovecrafts Cthulhus Ruf“ geht:
Wir schreiben das Jahr 1926, auf Rhode Island wird einem Professor die letzte Ehre erwiesen. George Gamell Angell ist tot, und obwohl er schon recht alt war, ist sein Großneffe Thurston sich sicher, dass es weder ein natürlicher Tod noch ein Unfall gewesen sein kann, der ihn dahingerafft hat. Spätestens nachdem er den Nachlass durchsucht, einige Niederschriften gelesen und manche Dinge gesehen hat, ist er überzeugt: Der Professor wurde zum Schweigen gebracht, weil er zu viel wusste. Von wem?
Vermutlich von Anhängern des mysteriösen Cthulhu Kults, welche scheinbar ein riesenhaftes Meeresungeheuer anbeteten, das älter war als alles bekannte irdische Leben.
Eben jenes Wesen war auch auf einer mysteriösen Tontafel abgebildet, welche ein Künstler vor einiger Zeit wie im Wahn gefertigt und dem Professor überlassen hat, der die tiefere Bedeutung hinter der Gestalt und der Schrift darauf deuten sollte. Der Künstler selbst wusste nicht, was er da geschaffen hatte, nur schien er mit der Zeit mehr und mehr den Verstand verloren zu haben.
Doch auch andernorts geschehen immer mehr seltsame Dinge. Kultisten begehen grausame Morde und der Versuch der zuständigen Polizeibehörden, die Lage unter Kontrolle zu bringen, endet gänzlich anders als geplant.
Auf hoher See wird ein Handelsschiff von der Besatzung eines anderen Schiffes angegriffen, deren Mitglieder völlig dem Wahnsinn anheimgefallen zu sein scheinen und bis zum Tod kämpfen.
Einige Überlebende dieser Auseinandersetzung machen mitten in den schier endlosen Weiten des Ozeans eine grauenhafte Entdeckung, die droht, die gesamte Menschheit ins Chaos zu stürzen.
Egal, wo diese schrecklichen Ereignisse stattfinden, überall hört man immer wieder denselben Namen: Cthulhu.
Einschätzung:
Schon seit einiger Zeit beschäftige ich mich mit verschiedenen Adaptionen des Cthulhu-Mythos, welche mich immer wieder aufs Neue faszinieren. Das erste Mal, dass dieser Name in meiner Erinnerung auftaucht, ist allerdings recht unspektakulär, wie ich gestehen muss. Da ging es um ein freischaltbares Kostüm in einem Videospiel, welches an den Charakter angelehnt war. Damals wusste ich nichts von den Werken Lovecrafts, ich hatte mich nur über dieses seltsame Wort gewundert, von dem ich nicht recht wusste, wie ich es aussprechen soll. Doch je mehr man sich in die Materie arbeitet, desto mehr Verweise auf sie findet man in den unterschiedlichsten Medien.
Verschiedene Kreaturen wie die Shoggothen, Orte wie die Miskatonic-Universität, das Necronomicon und viele weitere Elemente aus dem Lovecraft-Universum werden immer wieder gern zitiert und erzeugen so eine gewisse Art von Omnipräsenz.
Schon in der Vergangenheit habe ich die diversen Umsetzungen Gou Tanabes mit Freude gelesen, auch wenn ich mich zunächst an den Zeichenstil und eine wie ich finde einzigartige Art des Geschichtenerzählens gewöhnen musste. Etwas Vergleichbares hatte ich vorher noch nie gelesen. Nach Bänden wie „Der Hund und andere Geschichten“ und „Die Farbe aus dem All“ war ich gespannt zu sehen, wie Tanabe Cthulhu selbst umsetzen würde. Und ich wurde nicht enttäuscht. Auch wenn der teils sehr realistische Stil, in dem hier die meisten Menschen dargestellt werden, nicht ganz meinem persönlichen Gusto entspricht, so komme ich doch nicht umhin die detailreichen, oft schaurigen Szenerien und Kreaturen zu bewundern. Ich bin nach wie vor der Meinung, dass dieser Mangaka es meisterhaft versteht das Unvorstellbare zu bebildern, davor ziehe ich den Hut. Einige der Zeichnungen könnten wohl so wie sie sind in einem Museum hängen, ohne auch nur im Entferntesten fehl am Platz zu wirken.
Doch auch wenn die Bilder mit einem hohen Maß an Kunstfertigkeit überzeugen und man ihnen bisweilen eine Art grotesker Schönheit kaum absprechen kann, so ist das, was man sieht, in vielen Fällen doch mehr als beunruhigend und dürfte sicher nicht bei wenigen Menschen Stoff für ganz besondere Alpträume liefern. Bizarr verdrehte und entstellte Körper, unheimliche Landschaften, die den Gesetzen der Physik zu trotzen scheinen und Kreaturen mit unzähligen Tentakeln sind nur ein paar der Dinge, die einem hier sehr lebhaft im Gedächtnis bleiben. Hinzu kommt eine Geschichte, welche ihre Abgründe nur Stück für Stück offenbart und bis auf ein paar gezielt eingestreute, überwältigende Momente eher subtilen, psychologischen Horror verbreitet. Man kann beim Lesen die in den Charakteren aufkeimende Paranoia und den damit einhergehenden Wahnsinn förmlich spüren.
Wie auch schon bei einigen Vorgängern fällt es mir schwer, viele detaillierte Worte über dieses Werk zu verlieren. Von diesem nervenaufreibenden Lesestoff sollte man sich nichts erzählen lassen, man sollte ihn vielmehr selbst erleben, um ihn wirklich einschätzen zu können.
Was ich ebenfalls erwähnen möchte ist das kleine Faltposter, welches der Erstauflage beiliegt, einerseits zeigt es die Cover der bisher bei CARLSEN MANGA erschienenen Lovecraft-Adaptionen, auf der anderen eine imposante, farbige Illustration von Cthulhu selbst.
Fazit:
Ein bildgewaltiges Horror-Epos der ganz besonderen Art, in dem das Unbeschreibliche beschrieben wird. Für Lovecraft-Fans ein absolutes Muss!
Hier geht es zur „Leseprobe von: H.P. Lovecrafts Cthulhus Ruf“!
Quelle „CARLSEN“
Wir möchten uns auf diesem Wege herzlich beim Verlag für das Rezensionsexemplar und Bildmaterial bedanken.

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