AnimeSzene.jp – Wir bauen für euch um
Wir haben mit dem umfassenden Umbau unserer Webseite begonnen. Ziel ist eine moderne, schnellere und klar strukturierte Plattform, die unserer Community langfristig mehr Möglichkeiten bietet.
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Die neue Version wird ein Ort zum Ankommen, Stöbern und Wiederfinden – klar strukturiert, auf das Wesentliche ausgerichtet und getragen von dem, was AnimeSzene.jp ausmacht: die Inhalte, die Leidenschaft und die Menschen dahinter.
Wir arbeiten darauf hin, die neue Version bis zur zweiten Aprilwoche vollständig bereitzustellen. Dieser Zeitraum gibt uns genug Spielraum, um alle Bereiche sauber zu finalisieren – unabhängig davon, wann die Software offiziell freigeschaltet wird.
Während der Umbauphase kann es zu sichtbaren Änderungen und Anpassungen kommen. Wir danken euch für eure Geduld und freuen uns darauf, euch schon bald die neue Version präsentieren zu dürfen.
Was sind das für Menschen, die es selbst im Angesicht des Krieges schaffen, sich ein unbekümmertes Gemüt zu bewahren und andere zum Lachen zu bringen? Diese und viele weitere Fragen gingen mir beim Lesen von Fumiyo Kounos Graphic Novel „In this corner of the world“ durch den Kopf. Das Werk erschien bei „Carlsen Manga“ und bot die Vorlage für den gleichnamigen, mehrfach preisgekrönten Anime.
Worum es bei „In this corner of the world“ geht:
Band 1
Von Suzu Urano sagen die Leute oft, dass sie ein verträumtes Kind sei, und vermutlich stimmt das auch. Beispielsweise zusammen mit einem fremden Jungen von einem Monster entführt werden und sich nur mit Hilfe eines Blattes aus Nori (getrockneten Algen) zu befreien - das kann ja nur das Produkt ihrer blühenden Fantasie sein, nicht wahr? Auch sonst steckt sie voller Ideen und Erfindungsreichtum. Wenn sie nicht in der Schule ist oder den Erwachsenen bei der Arbeit hilft, zeichnet sie gerne. Bei allem was sie tut, ist sie stets freundlich und auf das Wohl anderer bedacht.
Als sie eines Tages einem jungen Mann vorgestellt wird, der sie heiraten will, kommt sie ins Grübeln. Zwar hieß es, sie müsse ihn nicht heiraten, wenn sie ihn nicht mag, aber woher sollte sie wissen, ob sie das tut, wenn sie ihn gar nicht kennt? Auch wenn er selbst behauptet, sie hätten sich vor vielen Jahren schon einmal getroffen. Letztlich kommt es doch zur Hochzeit und Suzu wird Mitglied der Familie Hojo, wo sie sich mit einem Lächeln auf den Lippen um ihre häuslichen Pflichten kümmert. Da sie recht tollpatschig sein kann, passiert ihr dabei das ein oder andere Missgeschick. Doch weder davon noch von den allgemeinen Widrigkeiten des Lebens im Japan der 1940er-Jahre, noch dazu am Marinestützpunkt in Kure, lässt sich die junge Frau unterkriegen.
Band 2
Während Suzu an einem Sommertag am Fluss sitzt und diesen mitsamt der darauf fahrenden Schiffe skizziert, wird sie von einem wütenden Militärpolizisten nach Hause geschleift, wo er ihr Spionage vorwirft. Familie Hojo entschuldigt sich mit ernster Miene, bis der Mann verschwunden ist, dann brechen alle in schallendes Gelächter aus. Suzu und Spionage? Wohl eher nicht. Zwar hatte sie selbst sich ziemlich erschrocken, war dann aber doch froh, den Leuten in diesen Zeiten einen Grund zum Lachen gegeben zu haben.
Die Vorräte werden knapp, für Dinge wie Zucker, die man nur noch auf dem Schwarzmarkt bekommt, muss man horrende Preise bezahlen. Menschen sterben oder verlieren alles außer ihrem Leben. Trotz allem bleibt Suzu zuversichtlich und kümmert sich um den Haushalt sowie diverse andere anfallende Arbeiten.
Als sie sich einmal in einem Freudenviertel verläuft, begegnet sie Rin, einer Frau, die dort zu arbeiten scheint. Die beiden sprechen miteinander und freunden sich an. Durch sie erfährt Suzu das ein oder andere, was sie traurig stimmen könnte. Andererseits schafft es Rin aber auch, dafür zu sorgen, dass ihr die Bedenken darüber, dass sie immer noch nicht schwanger war, obwohl man dies vermutlich von ihr erwartete, letztlich mehr als lächerlich vorkamen.
Das Leben war nicht einfach, aber es ging immer weiter. Zumindest für diejenigen, die noch lebten. Auch nach dem schrecklichen Luftangriff auf Kure im März 1945.
Einschätzung:
Ich muss gestehen, dass ich zu Beginn ein wenig Schwierigkeiten hatte, mich einzulesen. Ich bin mir nicht sicher, ob es daran lag, dass eine Graphic Novel eben doch etwas anderes als ein Manga ist, oder an der Thematik des alltäglichen Lebens zu Kriegszeiten.
Die Protagonistin ist für ihren sonnigen Charakter in jeder Lebenslage einfach nur zu bewundern. Sie machte neugierig und sorgte dafür, dass ich mich mehr und mehr für ihre Geschichte interessierte.
Trotz des ernsten Themas, welches auch in keinster Weise beschönigt wird, hat die Geschichte ihren ganz eigenen Humor, der für Auflockerung sorgt. Vieles ist dabei offensichtlich, aber einiges würden die meisten Leser ohne das angefügte Glossar wohl nicht verstehen.
Apropos Glossar! Davon abgesehen, dass die Geschichte wirklich sehr realistisch wirkt, gewährt sie doch viele kulturelle Einblicke in das Land der aufgehenden Sonne. Ob Geschichte, Sprache oder Kulinarisches, für interessierte Leser gibt es hier eine Menge zu lernen.
Der Zeichenstil wirkt bisweilen eher schlicht, und doch lässt sich nicht nur anhand all der Schraffuren einiges an Liebe zum Detail erkennen. Manchmal kann man Suzus Zeichnungen und die Realität kaum voneinander unterscheiden, was für einen ganz besonderen Effekt sorgt.
Fazit:
„In this corner of the world“ ist eine besondere Geschichte über das Leben einer Frau und den Krieg, welche Werte vermittelt, die in solchen Zeiten gern vergessen oder als unbedeutend abgestempelt werden, so wie Fantasie und Lebensfreude. Dazu viel Wissenswertes über die japanische Kultur.
Hier findest du eine Leseprobe!
Quelle » YouTube «
Wir möchten uns auf diesem Wege herzlich beim Verlag für das Rezensionsexemplar und Bildmaterial bedanken.

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