AnimeSzene.jp – Wir bauen für euch um
Wir haben mit dem umfassenden Umbau unserer Webseite begonnen. Ziel ist eine moderne, schnellere und klar strukturierte Plattform, die unserer Community langfristig mehr Möglichkeiten bietet.
Im Zuge dessen entsteht auch das neue Itasha‑DACH‑Forum, der zentrale Treffpunkt für alle Enthusiasten aus Deutschland, Österreich und der Schweiz.
Da der vollständige Datenimport in die neue Version bereits abgeschlossen ist, werden in dieser Übergangsphase keine neuen Inhalte mehr in die aktuelle Version eingepflegt. Alle neuen Funktionen und Inhalte erscheinen direkt im neuen System.
Die neue Version wird ein Ort zum Ankommen, Stöbern und Wiederfinden – klar strukturiert, auf das Wesentliche ausgerichtet und getragen von dem, was AnimeSzene.jp ausmacht: die Inhalte, die Leidenschaft und die Menschen dahinter.
Wir arbeiten darauf hin, die neue Version bis zur zweiten Aprilwoche vollständig bereitzustellen. Dieser Zeitraum gibt uns genug Spielraum, um alle Bereiche sauber zu finalisieren – unabhängig davon, wann die Software offiziell freigeschaltet wird.
Während der Umbauphase kann es zu sichtbaren Änderungen und Anpassungen kommen. Wir danken euch für eure Geduld und freuen uns darauf, euch schon bald die neue Version präsentieren zu dürfen.
Wissenswerte Informationen unterhaltsam zu verpacken, ist zu recht ein viel genutztes Konzept, auch wenn manche bei der Umsetzung kläglich scheitern. Ein Paradebeispiel dafür, wie man so etwas angehen kann, ist wohl Akane Shimizus „Cells at Work!“. Mit diesem Werk ermöglicht uns „Manga Cult“ einen gleichermaßen unterhaltsamen und lehrreichen Blick in den menschlichen Körper.
Worum es bei „Cells at Work“ geht:
Das rote Blutkörperchen AE3803 erledigt wie all die anderen Zellen seinen Job. Zumindest versucht es dies im Rahmen seiner Möglichkeiten, denn es ist ziemlich ungeschickt und gerät immer wieder in Schwierigkeiten. Als es eines Tages nichts Böses ahnend eine Sauerstofflieferung ihrem Empfänger übergibt, bricht plötzlich der Boden unter seinen Füßen auf. Zum Vorschein kommt eine Vielzahl von Pneumococcus-Bakterien. Mit diesen Monstern, die sich ohne Rücksicht auf Verluste im Körper breitmachen wollen, ist ganz offensichtlich nicht zu spaßen.
Gerade als einer der Eindringlinge AE3803 angreifen will, geht das weiße Blutkörperchen U-1146 heldenhaft dazwischen und macht den Störenfried unschädlich. Glück gehabt, doch die Gefahr ist noch lange nicht gebannt. Ein Pneumococcus ist in die Blutbahn gelangt und nun auf dem Weg zur Lunge. Wenn er dort anfinge sich zu teilen, hätte das schwerwiegende Konsequenzen für den Körper. Die Jagd beginnt und nach einiger Zeit trifft das rote Blutkörperchen auf den gewaltbereiten Feind. Dieser drängt es in die Ecke und versucht es zu fressen. Selbst in dieser Situation versucht das Blutkörperchen andere vor Unheil zu bewahren statt sich helfen zu lassen, aber wird das etwas nützen?
Später wird der Körper auch noch von Pollen heimgesucht, die wie ein Kometenhagel auf all seine Bewohner niedergehen. Was zunächst als harmlos abgetan wird, entwickelt sich schnell zu einem Problem apokalyptischen Ausmaßes.
Später sorgt das Influenzavirus für eine riesige Zombie-Plage und diverse Bakterien verschaffen sich durch eine Wunde Zutritt.
Den verschiedenen Zellen des Körpers wird keine Pause gegönnt. So kämpfen sie unermüdlich ums Überleben und jeder, von den kindlichen Blutplättchen bis hin zu den durchtrainierten T-Killerzellen, trägt seinen Teil bei.
Einschätzung:
Nach dem Lesen dieses Mangas hatte ich irgendwie das Gefühl ich bräuchte dringend Urlaub. Also nicht ich als Person, sondern mein Körper und jede einzelne Zelle, die an dessen Erhalt beteiligt ist. Ich konnte mich des Gedankengangs nicht erwehren, dass der Körper selbst bei den alltäglichsten und scheinbar simpelsten Vorgängen kontinuierlich kämpft und arbeitet, ohne dass man immer Notiz davon nimmt.
Zwar bin ich mir sehr sicher, dass keine Vorschulkinder, schusseligen Liefermädchen oder machetenschwingende Krankenschwestern in meinem Körper unterwegs sind, trotzdem denke ich, dass verschiedene Zellen und Vorgänge durch diese Art der Veranschaulichung für den Laien wesentlich besser zu verstehen sind, als durch die Texte diverser Lehrbücher. Klar, dieser Manga ersetzt kein Medizinstudium, aber lehrreich ist er allemal.
Ich meine Begriffe wie Blutplättchen, Hämoglobin und Kapillare sind mir dank des Biologieunterrichts durchaus mitsamt Bedeutung im Gedächtnis geblieben, aber spätestens bei sowas wie Endothelzellen, Glykokalyx oder bei einer auxotrophen alpha-hämolytischen Bakterie hätte ich zugegebenermaßen anfangen müssen zu raten. Jetzt bin ich schlauer und hatte bei dem Prozess auch noch Spaß.
Apropos Spaß, trotz blutiger Kämpfe und dem mehr oder weniger subtilen Bildungsauftrag muss man den Humor hier sicher nicht unter dem Mikroskop suchen. Allein das rote Blutkörperchen AE3803 sorgt mit seinen ständigen Pannen für genug Grund zum Schmunzeln, doch auch die paranoide Gedächniszelle mit ihren Verschwörungstheorien, testosterongeladene Effektor-T-Zellen, die an „Jojo‘s Bizarre Adventures“ erinnern, und viele weitere Charaktere bringen einen immer wieder zum Lachen und Staunen.
Auch den Zeichenstil möchte ich an dieser Stelle lobend erwähnen. Neben unzähligen Details kann sich auch das Charakterdesign definitiv sehen lassen.
Alles spricht dafür, dass ich diesen Manga weiterlesen werde, schon allein weil ich schon lange nichts auf so unterhaltsame Weise lernen konnte. Und weil es mir die Charaktere wirklich angetan haben.
Fazit:
„Cells at Work“ ist wohl die witzigste und actiongeladenste Biologiestunde, die es je gab. Optisch und inhaltlich top. Von meiner Seite her eine klare Empfehlung!
Hier findest du eine Leseprobe!
Wir möchten uns auf diesem Wege herzlich beim Verlag für das Rezensionsexemplar und Bildmaterial bedanken.

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