Sakura - I want to eat your Pancreas » Review
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Frank -
20. April 2020 um 17:20 -
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AnimeSzene.jp – Wir bauen für euch um
Wir haben mit dem umfassenden Umbau unserer Webseite begonnen. Ziel ist eine moderne, schnellere und klar strukturierte Plattform, die unserer Community langfristig mehr Möglichkeiten bietet.
Im Zuge dessen entsteht auch das neue Itasha‑DACH‑Forum, der zentrale Treffpunkt für alle Enthusiasten aus Deutschland, Österreich und der Schweiz.
Da der vollständige Datenimport in die neue Version bereits abgeschlossen ist, werden in dieser Übergangsphase keine neuen Inhalte mehr in die aktuelle Version eingepflegt. Alle neuen Funktionen und Inhalte erscheinen direkt im neuen System.
Die neue Version wird ein Ort zum Ankommen, Stöbern und Wiederfinden – klar strukturiert, auf das Wesentliche ausgerichtet und getragen von dem, was AnimeSzene.jp ausmacht: die Inhalte, die Leidenschaft und die Menschen dahinter.
Wir arbeiten darauf hin, die neue Version bis zur zweiten Aprilwoche vollständig bereitzustellen. Dieser Zeitraum gibt uns genug Spielraum, um alle Bereiche sauber zu finalisieren – unabhängig davon, wann die Software offiziell freigeschaltet wird.
Während der Umbauphase kann es zu sichtbaren Änderungen und Anpassungen kommen. Wir danken euch für eure Geduld und freuen uns darauf, euch schon bald die neue Version präsentieren zu dürfen.
Nachdem Stefan die Anime-Adaption von I want to eat your Pancreas hier auf animeszene.de rezensierte, möchte ich euch nun einmal die dazugehörige Mangavorlage Sakura - I want to eat your pancreas vorstellen. Erschienen ist dieses eindrucksvolle Werk in zwei Bänden bei Carlsen Manga.
Worum es in Sakura - I want to eat your pancreas geht:
Der Highschoolschüler Shiga, den wir zu Beginn kennenlernen, besitzt außerhalb seiner Familie praktisch keine sozialen Kontakte. Er interessiert sich nicht für andere Menschen, daher muss es doch umgekehrt genauso sein. Lieber als die Realität sind ihm fiktive Welten in Büchern, in die er sich flüchtet.
Eines Tages hat er gemeinsam mit der lebensfrohen und aufgeweckten Sakura Yamauchi aus seiner Klasse Dienst in der Schulbibliothek. „Ich möchte deine Bauchspeicheldrüse essen!“, sagt dieses so unverfroren kommunikative Mädchen plötzlich zu ihm. Denn schon im Altertum gab es Völker, die daran glaubten, die Erkrankung eines Organs könnte dadurch geheilt werden, wenn der Patient ein gesundes Exemplar davon verspeist. Sakura ist krank, nur erzählen möchte sie es niemanden aus ihrem Freundeskreis, nicht mal ihrer besten Freundin Kyoko. Nur Shiga, diesem unscheinbaren Klassenkameraden, hat sie es anvertraut, weil er weder nachhakt noch betroffen ist oder sonst irgendwelche Gefühlsregungen zeigt.
In gewisser Weise interessiert Shiga sich natürlich für Sakura, allerdings nur aus „Forschungszwecken“ wegen ihrem Schicksal, nicht als Person. Genaue Hintergrundinformationen bleiben ihm dennoch zunächst verborgen.
Kurze Zeit später findet Shiga im Krankenhaus ein seltsames Tagebuch mit dem Titel „Mein Leben mit der Krankheit“. Die Autorin ist an Bauchspeicheldrüsenkrebs erkrankt und hat nur noch maximal ein Jahr zu leben.
„Sorry, dass gehört mir.“
Er blickt entsetzt auf...Sakura!
Sakura wird… sterben.
Diese Information lässt das Mädchen in einem ganz anderen Licht erscheinen. Trotz aller Unsicherheit sucht er nun vermehrt den Kontakt zu ihr. Ein Misanthrop und ein verquatschtes Energiebündel, eigentlich die absoluten Gegensätze. Aber nichtsdestotrotz fühlen die beiden eine besondere Verbindung zueinander, welche sie für immer prägen und verändern wird.
Einschätzung
Ich habe beide Bände fast hintereinander weg gelesen und kann kaum in Worte fassen, wie emotional ergriffen und gefesselt ich von dieser dramaturgisch unglaublich gut erzählten Geschichte bin. Auf den ersten Blick mag der Ausgangsplot wie ein 1000mal recyceltes Konzept wirken, aber durch das so gegensätzliche Wesen der beiden Figuren kommt frischer Wind hinzu. Es entsteht eine Symbiose, welche zur gegenseitigen Charakterentwicklung beiträgt: Shiga ist der benötigte Halt für Sakura in den letzten Monaten ihres Lebens. Durch ihr Schicksal findet Shiga gefallen an seinem Leben.
Bis zu einer entscheidenden Schlüsselszene bleibt der Name des Protagonisten dem Leser unbekannt. Als Platzhalter in den Sprechblasen, wenn jemand ihn anspricht, wird stattdessen immer die (scheinbare) Einstellung des Dialogpartners zu ihm dargestellt. Eine sehr interessante Herangehensweise.
Des Weiteren bin ich absolut angetan von Sakuras Stärke und dem Galgenhumor, mit dem sie dem Krebs entgegentritt. Ihr herrlicher Zynismus ist es, der in der traurigen Story zwischendurch für Auflockerung und ein tiefes Durchatmen der Tränendrüsen sorgt. Ich bin beeindruckt und fasziniert zugleich. ![]()
Außerdem bekommen wir zwei wirklich hübsche Cover präsentiert und auch im Innenleben bleibt der Zeichenstil auf einem konstant hohen Niveau, mit nur vereinzelten Abstrichen.
Fazit
Sakura - I want to eat your pancreas ist eine bewegende wie traurige Geschichte, die trotz ihrer Kürze zwei komplexe Charaktere und deren gemeinsamen Weg famos in Szene setzt.
Absolute Empfehlung meinerseits!
Wir möchten uns auf diesem Wege herzlich beim Verlag für das Rezensionsexemplar und Bildmaterial bedanken.

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