Wer bist du zur blauen Stunde? Rezension / Review
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Stefan -
10. Februar 2025 um 06:58 -
592 Mal gelesen -
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Während der Umbauphase kann es zu sichtbaren Änderungen und Anpassungen kommen. Wir danken euch für eure Geduld und freuen uns darauf, euch schon bald die neue Version präsentieren zu dürfen.
Bei CARLSEN startet eine interessante Manga-Serie, die sich mit einer komplexen Frage beschäftigt: „Wer bist du zur blauen Stunde?“ (しまなみ誰そ彼). Gibt es auf diese Frage tatsächlich eine Antwort?
Worum es in „Wer bist du zur blauen Stunde?“ geht:
Tasuku Kaname ist erst in jüngster Vergangenheit an seine neue Schule gekommen. Ein neuer Anfang kann sich lohnen. In diesem Fall entwickelt sich dieser jedoch zu einem unschönen Erlebnis. Auf seinem Handy wird ein Erotikfilm mit Männern gefunden, und nun wird Tasuku gemobbt, was letztlich dazu führt, dass er sich umbringen möchte. Sich seiner Sache sicher und bereit zum Absprung, sieht er, wie eine Frau in den Tod springt. Anstatt selbst zu springen, läuft er zu der Stelle, wo sie eigentlich liegen müsste. Doch dort liegt sie nicht.
An der Stelle, wo sie gesprungen ist, befindet sich eine Art Gaststätte. Als er hineingehen wollte, öffnete sich plötzlich die Tür. Eine junge Frau und ein junger Mann kommen heraus, und er drängelt sich hinein. Er glaubt, dass diejenige, die vom Berg gesprungen ist, tot sein muss. Doch dann stellt sich heraus, dass diese Frau überhaupt nicht tot ist. Vielmehr läuft sie ganz normal in den Räumlichkeiten herum, was für alle anderen gänzlich normal ist. Während sie so durch die Räumlichkeiten läuft, sagt sie nebenbei, dass es ja toll sei, dass er nicht gesprungen ist. Tasuku versteht die Welt nicht mehr.
Neuer Tag, gleiche Probleme. Tasuku denkt, dass es vielleicht an der Schule normal weitergehen wird. Wie falsch er doch liegt, erfährt er am eigenen Leib, als er seinen Fuß ins Klassenzimmer setzt. Während die Mädchen es zum Kotzen finden, dass die anderen Jungs ihn weiterhin aufziehen, haut er einfach ab. Er läuft wieder zu dieser merkwürdigen Gaststätte und zu der Frau, die gestern dann doch nicht gesprungen ist. Sie nennt sich Frau Jemand.
Wie soll das alles weitergehen? Kann es sein, dass Tasuku tatsächlich schwul ist? Er selbst ist sich dieser Situation nicht wirklich bewusst. Oder auf andere Art formuliert, er kann sich diese Frage selbst überhaupt nicht beantworten. Doch dann geschehen dort an diesem Ort einige Dinge, die ihn zum Nachdenken anregen.
Einschätzung:
Ich gebe zu, dass ich überrascht war, als ich die ersten Kapitel las. Mir war gar nicht bewusst, wie komplex diese Manga-Serie ist. Ich bin davon ausgegangen, dass es sich vielleicht um ein ähnliches Phänomen wie die „Stunde des Wolfes“ handelt, jene spezifische Zeit von 3:00 bis 5:00 Uhr morgens. Das ist die Zeit, in der der Schlaf am tiefsten ist und die Nacht am dunkelsten. Es wird auch gesagt, dass zu dieser Zeit die meisten Menschen sterben, die meisten Albträume auftreten oder Babys geboren werden.
Da wir schon beim Thema sind: Die blaue Stunde ist eine besondere Zeit des Tages, die sowohl morgens als auch in der Abenddämmerung auftritt. Man sagt, während dieser Zeit ist der Himmel in ein tiefes, intensives Blau gehüllt.
Und was ist mit der Manga-Serie? Eine berechtigte Frage. Sie hat es wirklich in sich, wie ich weiter oben bereits erwähnt habe. Sie befasst sich mit dem Thema Coming-out, was in der heutigen Gesellschaft gar nicht so einfach ist. Auch wenn überall gleichgeschlechtliche Beziehungen, Ehen oder was auch immer in den Vordergrund gestellt werden, zeigen trotzdem viele Menschen auf diese Personengruppen. Und genau damit muss sich Tasuku auseinandersetzen, was gar nicht so einfach ist. Dass er Selbstmord als beste Lösung sieht, ist schon fast verständlich.
Die Geschichte regt definitiv zum Nachdenken an. Sie hebt den moralischen Zeigefinger und konfrontiert dich mit der Frage, wie du mit dieser Information umgehen würdest, wenn sich jemand in deinem Umfeld outet. Ich kann für mich sagen, dass mich das überhaupt nicht stört, wenn ich herausfinde, dass jemand in sein eigenes Geschlecht verliebt ist. Liebe kennt keine Grenzen.
Fazit:
Die Manga-Serie „Wer bist du zur blauen Stunde?“ ist wahrlich keine leichte Kost. Sie konfrontiert dich mit der Frage: Was wäre, wenn? Eine Frage, die gar nicht so leicht zu beantworten ist, wie Yuhki Kamatani eindrucksvoll unter Beweis stellt. Ja, man könnte sogar sagen, dass es eine der essenziellen Fragen des eigenen Lebens ist. Egal in welchem Alter, egal zu welcher Zeit, diese Frage stellt man sich immer wieder.
Aufgrund der komplexen Geschichte frage ich mich ernsthaft, ob das empfohlene Lesealter ab 14 Jahren nicht zu jung ist. Auf der einen Seite bin ich der Meinung, dass die 14-Jährigen diese Geschichte auf jeden Fall lesen sollten, da sie vieles im Umgang mit anderen Menschen lernen können. Auf der anderen Seite bin ich der Meinung, dass die Jugend von heute geistig nicht reif genug ist, um solch eine Geschichte zu verstehen. Ja, der ein oder andere wird jetzt denken, dass das Unsinn ist. Nur sehe ich aktuell an meinem Sohn und den Leuten, die ihn umgeben, wie oberflächlich sich diese Altersgruppe durch das Leben bewegt. Die wenigen, die wissen, was das Leben will, muss man suchen.
Hier gelangt ihr zur Leseprobe von „Wer bist du zur blauen Stunde?“. Quelle: CARLSEN
Wir möchten uns auf diesem Wege herzlich beim Verlag/Publisher für das Rezensionsexemplar und Bildmaterial bedanken.

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