Reaktor 1F - Ein Bericht aus Fukushima Band 3 » Review
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Stefan -
25. September 2020 um 07:06 -
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AnimeSzene.jp – Wir bauen für euch um
Wir haben mit dem umfassenden Umbau unserer Webseite begonnen. Ziel ist eine moderne, schnellere und klar strukturierte Plattform, die unserer Community langfristig mehr Möglichkeiten bietet.
Im Zuge dessen entsteht auch das neue Itasha‑DACH‑Forum, der zentrale Treffpunkt für alle Enthusiasten aus Deutschland, Österreich und der Schweiz.
Da der vollständige Datenimport in die neue Version bereits abgeschlossen ist, werden in dieser Übergangsphase keine neuen Inhalte mehr in die aktuelle Version eingepflegt. Alle neuen Funktionen und Inhalte erscheinen direkt im neuen System.
Die neue Version wird ein Ort zum Ankommen, Stöbern und Wiederfinden – klar strukturiert, auf das Wesentliche ausgerichtet und getragen von dem, was AnimeSzene.jp ausmacht: die Inhalte, die Leidenschaft und die Menschen dahinter.
Wir arbeiten darauf hin, die neue Version bis zur zweiten Aprilwoche vollständig bereitzustellen. Dieser Zeitraum gibt uns genug Spielraum, um alle Bereiche sauber zu finalisieren – unabhängig davon, wann die Software offiziell freigeschaltet wird.
Während der Umbauphase kann es zu sichtbaren Änderungen und Anpassungen kommen. Wir danken euch für eure Geduld und freuen uns darauf, euch schon bald die neue Version präsentieren zu dürfen.
Die persönliche Leidenschaft und vorgeschriebene Aufgaben lassen sich oftmals schwer vereinen, wie „Kazuto Tatsuta“ im dritten und letzten Band von „Reaktor 1F - Ein Bericht aus Fukushima“, welcher bei der „CARLSEN“ im Vertrieb ist, selbst zugeben muss.
Der Autor „Kazuto Tatsuta“ (Tatsuta ist im übrigen der Name einer Bahnstation, welche vom Tsunami zerstört wurde) kämpft nach wie vor an vorderster Front, was ich persönlich sehr bewundere. Er hat es geschafft (!) und darf nun endlich direkt am Reaktor 1F arbeiten. Seine Aufgabe dort ist der Auf- und Abbau eines Roboters, welcher in Bereiche vordringt, die für Menschen tödlich sind, auf Grund der doch sehr hohen Strahlung. Was sich unspektakulär anhört ist ein logistischer (wirklich jeder Handgriff muss sitzen) und körperlicher Kraftakt, wenn man unnötige Strahlung vermeiden will, was wiederum für die eigene Gesundheit wichtig ist. Dass der Autor überhaupt am Reaktor 1F arbeiten darf, kommt nicht von ungefähr, sondern ist seiner Erfahrung zu verdanken, die er bei seinen vorherigen Einsätzen gesammelt hat. Dieses Wissen gab/gibt er nun an Neulinge weiter.
„Kazuto Tatsuta“ berichtet in gewohnt detaillierter Form über alles, was wichtig ist. Dass ihm die Arbeit in Fleisch und Blut übergegangen ist, merkt man immer wieder daran, dass selbst Lagepläne detailgetreu gezeichnet wurden. Neben den allgemeinen Infos über die Arbeit im Kernkraftwerk Fukushima berichtet er auch über die Fortschritte. Das hat mir sehr gefallen. Besonders wenn man in einem Land wie Deutschland lebt, wo medial gerne mal die Mücke zum Elefanten gemacht wird (Hauptsache profilieren), ist es wichtig, richtige Infos zu erhalten. So wusste ich zum Beispiel nicht, dass schon einige Bereiche, die ursprünglich zur Sperrzone gehörten, wieder freigegeben wurden.
Hier mal ein Beispiel für deutsche Berichterstattung!
„Japan: Verstrahlte Sauen behindern Rückzug“
Quelle: „Jagen Weltweit“
Ich erinnere mich an eine Reportage vom „WDR“, in der es um „Die Wölfe von Tschernobyl“ ging und was aus dem Gebiet geworden ist. Dort wurde unter anderem die Population der Wölfe erforscht. Man fand heraus, dass die Tiere nicht so auf die Radioaktivität reagiert haben wie wir Menschen. Auch gab es keine zweiköpfigen Monster. Genau das gleiche geschieht nun in Japan.
Ich will hier auf keinen Fall etwas klein reden. Ich möchte einfach nur, dass ordentliche Berichterstattung vollzogen wird. Denn solche Katastrophen wie „Fukushima“ und „Tschernobyl“ sollten wir als Warnung verstehen und auf jeden Fall zukünftig vermeiden. Und wenn es dann doch zu solch einer Katastrophe kommt, dann ist es wichtig, dass die Medien uns die Informationen zur Verfügung stellen, die für uns auch von Nutzen sind. Künstliches aufplustern, Halbwahrheiten oder totschweigen nützen uns in solch einem Fall überhaupt nichts. Sie schüren nur Angst und (!) sie begünstigen viele Gefahren wie zum Beispiel Paniken. Dies hat der Autor erkannt. Genau aus diesem Grund hat er sich entschieden, diese einzigartige Mangareihe zu veröffentlichen.
Einen Manga über „Reaktor 1F in Fukushima“, darf man so etwas überhaupt veröffentlichen? Genau mit dieser und auch anderen wichtigen Fragen musste sich der Autor im Vorfeld beschäftigen. Schließlich wollte er niemandem auf den Schlips treten oder irgendwelche Dinge verraten, die womöglich noch der Geheimhaltung unterliegen. Dies ist auch der Grund für seinen Künstlernamen, wie man im Manga erfährt.
Interessant fand ich, wie schwierig es war einen Verlag zu finden, der bereit war diesen Manga zu veröffentlichen. Niemand hat sich etwas davon versprochen. Oder hatten sie einfach nur Angst? Jetzt im Nachgang, wo diese Mangareihe international so einen Anklang gefunden hat, wird sich mit Sicherheit der eine oder andere Verlag buchstäblich in den Hintern beißen. Tja, selbst schuld!
Ich bin dankbar für diese Mangareihe, hat sie mir doch in vielerlei Hinsicht die Augen geöffnet. Sie sollte als Pflichtlektüre in der Schule behandelt werden!!!
Wir möchten uns auf diesem Wege herzlich beim Verlag für das Rezensionsexemplar und Bildmaterial bedanken.

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