Die Schatten aus unserer Vergangenheit » Review
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Frank -
31. Dezember 2020 um 10:04 -
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AnimeSzene.jp – Wir bauen für euch um
Wir haben mit dem umfassenden Umbau unserer Webseite begonnen. Ziel ist eine moderne, schnellere und klar strukturierte Plattform, die unserer Community langfristig mehr Möglichkeiten bietet.
Im Zuge dessen entsteht auch das neue Itasha‑DACH‑Forum, der zentrale Treffpunkt für alle Enthusiasten aus Deutschland, Österreich und der Schweiz.
Da der vollständige Datenimport in die neue Version bereits abgeschlossen ist, werden in dieser Übergangsphase keine neuen Inhalte mehr in die aktuelle Version eingepflegt. Alle neuen Funktionen und Inhalte erscheinen direkt im neuen System.
Die neue Version wird ein Ort zum Ankommen, Stöbern und Wiederfinden – klar strukturiert, auf das Wesentliche ausgerichtet und getragen von dem, was AnimeSzene.jp ausmacht: die Inhalte, die Leidenschaft und die Menschen dahinter.
Wir arbeiten darauf hin, die neue Version bis zur zweiten Aprilwoche vollständig bereitzustellen. Dieser Zeitraum gibt uns genug Spielraum, um alle Bereiche sauber zu finalisieren – unabhängig davon, wann die Software offiziell freigeschaltet wird.
Während der Umbauphase kann es zu sichtbaren Änderungen und Anpassungen kommen. Wir danken euch für eure Geduld und freuen uns darauf, euch schon bald die neue Version präsentieren zu dürfen.
Manchmal gibt es Mangas, bei denen man irgendwie sofort spürt, es hier mit einem ganz besonderen Meisterwerk zu tun zu haben, was dich fesselt, dich hypnotisch in seinen Bann zieht und dir bis zur letzten Seite keine Atempause gönnt. Exakt solche Gefühle konnte „Die Schatten aus unserer Vergangenheit“ aus dem Sortiment von „altraverse“ in mir hervorrufen.
Worum es in „Die Schatten aus unserer Vergangenheit“ geht:
Mathematik ist alles andere als das Lieblingsfach von Nezu. Unterstützt von seiner schönen Freundin Mirai, die er seit der Grundschulzeit kennt, versucht er dennoch so gut es geht für die Uni zu büffeln und sich endlich die vermaledeiten Formeln einzuprägen.
Plötzlich zieht eine Einladung zum Klassentreffen die Aufmerksamkeit der beiden auf sich. Mikio, ein Sunny-Boy, der bei allen mit seiner ansteckenden guten Laune stets beliebt war, organisiert das Ganze. Der Plan sieht vor, die alte Klasse 6-B wieder zusammen zu trommeln und gemeinsam nostalgisch schwelgend drei Tage in der Shinozuka-Grundschule zu verbringen, bevor diese abgerissen werden soll. Nezu und Mirai beschließen, auch hinzugehen, aber niemandem von ihrer Beziehung zu erzählen. Dieser verpeilte Typ und das beliebteste und hübscheste Mädchen der Schule ein Paar? Das würde ganz sicher für eine Menge Aufsehen und Getuschel sorgen.
Nach und nach trudeln sie alle am vereinbarten Treffpunkt ein und die Wiedersehensfreude ist nach all den Jahren sichtlich groß. Selbst die ehemalige Klassenlehrerin Frau Sakuraba ist eingeladen worden. Im Gebäude befinden sich für jeden Schlafgelegenheiten, transportable Duschen und reichlich köstliche Verpflegung. Typisch Mikio, so war er schon immer.
Doch wo ist der spendable Gastgeber aus dem reichen Elternhaus selbst? Die Antwort darauf folgt nur kurze Zeit später, als er überraschend aus einem Schrank hervor gestürzt kommt. Er heißt alle herzlich willkommen und teilt mit, dass nur noch einer von ihnen fehle und sich in einer großen Kiste in der Ecke des Raumes befinde. An einen weiteren Scherz glaubend, öffnen die jungen Erwachsenen sie und sehen eine zerstückelte Leiche!
Nun lässt Mikio vor den schockierten Augen aller die Maske fallen und offenbart, er habe den Kameraden vorhin umgebracht. In Panik geratend, eilt einer der Gruppe die Treppen hinunter und wird Opfer eines tödlichen Säureangriffs.
Das Gebäude zu verlassen wird nichts bringen, denn der diabolische Psychopath hat sämtliche Ausgänge mit Fallen präpariert. Alle früheren Mitschüler sind ihm ins Netz gegangen und nun Schachfiguren in einem perfiden Spiel! Er möchte herausfinden, ob die ehemalige 6-B gute Menschen sind, die selbstlos füreinander Opfer bringen würden, um den anderen zu retten. Mit vorgehaltener Waffe wird er ihnen mehrere Aufgaben und Experimente auftragen. Sofern sie sich an die Regeln halten, können alle nach drei Tagen die Schule wieder wohlbehalten verlassen und Mikio wird sich widerstandslos der Polizei stellen.
Einschätzung:
Vielleicht geht es einigen von euch schon an dieser Stelle ähnlich wie mir beim Lesen dieses Mangas. Ich saß wirklich sprachlos davor und musste erstmal realisieren, was hier gerade passiert - und trotzdem ist das bis dahin sozusagen nur der Prolog. Das volle Ausmaß der Geschehnisse erschließt sich einem erst Stück für Stück und sorgt non-stop für nervenaufreibende Spannung.
Bei der heftigen Ausgangssituation fühlte ich mich übrigens durchaus an moderne Filmklassiker wie „Saw“ und „Cube“ erinnert.
Es sind allerdings nicht nur die gelungenen Thriller-Elemente allein, welche die Genialität von „Die Schatten aus unserer Vergangenheit“ ausmachen. Wir tauchen tief ein in dunkle Abgründe der Psyche. Wie lange bleibt ein Mensch noch menschlich in Extremsituationen? Ab welchem Punkt wirft man sämtliche Skrupel und moralische Bedenken über Bord, um die eigene Haut zu retten? Setzt man sein Leben sogar für Leute aufs Spiel, die man hasst und verachtet?
Diese und weitere Fragen werden hier gestellt und scheinen auch der Hauptantrieb für das Handeln des verschlagenen Puppenspielers Mikio zu sein, oder sind seine Motive doch ganz andere? Ich persönlich glaube, man kann sich im Laufe der Story noch auf so manchen Twist gefasst machen.
Die starken gesellschaftskritischen Untertöne regen immer wieder zum Nachdenken an, wie man vielleicht selbst in dem einen oder anderen Moment agieren würde, welche Entscheidung für die eigene Moralvorstellung noch nachvollziehbar und legitim ist. Man sinniert und reflektiert auch noch dann über die Geschichte, wenn der Manga schon längst wieder zur Seite gelegt wurde. Wirklich beeindruckend und nicht alltäglich, dass solche Effekte in einem ausgelöst werden!
Zeichnerisch mochte ich den Manga ebenso. Die jeweilige Stimmung wird gut und passend untermalt. Brutalität wird explizit und recht blutig dargestellt, was einige vielleicht abschrecken könnte. Davon muss sich wohl letztendlich jeder selbst seine Meinung bilden.
Als Extra erhalten Besitzer der Erstauflage übrigens schöne, farbige Seitenränder. Finde ich persönlich immer sehr ansprechend. ![]()
Fazit
Im Februar bringt Altraverse den zweiten Band zu uns und ich kann es jetzt schon kaum erwarten, „Die Schatten aus unserer Vergangenheit“ weiterzulesen! Ein in allen Bereichen perfekter Psycho-Thriller, der noch lange nachhallt und im Gedächtnis bleiben wird.
Hier geht es zur „Leseprobe von „Die Schatten aus unserer Vergangenheit“!
Quelle „altraverse“
Wir möchten uns auf diesem Wege herzlich beim Verlag für das Rezensionsexemplar und Bildmaterial bedanken.

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